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Vietnam: Bärenmarkt als Kaufsignal?

30.08.2012 | 16:53 |   (Die Presse)

Seit dem 20. August hat der VN Index, das Börsenbarometer Vietnams, um zwölf Prozent nachgegeben. Ausländische Investoren kaufen zu. Sie haben am Montag dieser Woche für umgerechnet 650.000 Euro Aktien gekauft.

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Hanoi/Bloomberg. In Vietnam ist der Aktienmarkt nach einem Bankenskandal in einen sogenannten „Bärenmarkt“ gefallen. Am 20. August haben die Behörden einen der Gründer der Asia Commercial Bank, einer der größten Banken des Landes, verhaftet. Vergangenen Freitag nahmen sie auch Ly Xuan Hai, den Vorstandschef des Hauses, unter dem Vorwurf illegaler Geschäfte und schlechter Unternehmensführung fest.

Seit dem 20. August ist das Börsenbarometer des Landes, der VN Index, um zwölf Prozent gefallen. Seit seinem Jahreshoch am 8. Mai hat er um 21 Prozent eingebüßt. Investoren wie Marc Faber, Herausgeber des „Gloom, Boom & Doom“-Reports, sehen in den niedrigen Aktienbewertungen ein Kaufsignal für langfristig orientierte Investoren. Faber, Vorsitzender von Indochina Capital in Hanoi, betreut ein Anlagevolumen von 480 Mio. Dollar. Davon hat er 20 Mio. Dollar in vietnamesische Aktien investiert.

Ausländer glauben an Vietnam

Ausländische Investoren haben am Montag dieser Woche für umgerechnet 650.000 Euro vietnamesische Aktien gekauft. In der vergangenen Woche haben sie bereits Anteilsscheine für umgerechnet 13,1 Mio. Euro erworben. Das war das höchste wöchentliche Kaufvolumen seit März.

Die Käufe zeigten, „dass ausländische Investoren immer noch an Vietnam interessiert sind“, sagt Nguyen Thi Hoang Lan, stellvertretender Direktor der Börse Hanoi. „Sie betrachten Vietnam als einen Markt für Langzeitinvestments.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2012)

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