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Schäuble skeptisch zu EZB-Bankenaufsicht für 2013

03.09.2012 | 09:05 |   (DiePresse.com)

Die EU-Kommission solle ihre Pläne überdenken und zunächst nur große Banken der EZB-Aufsicht unterstellen. Er trete auch für eine Unterscheidung zwischen den Banken nach Größe ein.

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Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hält die Pläne der EU-Kommission dass eine umfassende Bankenaufsicht durch die Europäische Zentralbank wie vorgesehen ab Anfang 2013 in Kraft treten könne, für nicht realisierbar. "Die EZB selber hat gesagt, dass sie gar nicht das Potenzial hat, um 6000 Finanzinstitute in der Europäischen Union in absehbarer Zeit zu beaufsichtigen", sagte Schäuble im Deutschlandfunk. "Ich habe eben Zweifel, dass es so schnell kommt." Die Vorschläge seien nicht einfach umzusetzen. "Es geht darum, dass diese europäische Bankenaufsicht nicht nur auf dem Papier steht, sondern, dass sie in absehbarer Zeit tatsächlich ihre Aufgaben realisieren kann." Wenn die EZB sage, sie habe nicht das Potenzial dazu, müsse auch die EU-Kommission die Pläne überdenken, sagte Schäuble.

Außerdem habe die Kommission ihre Vorschläge noch gar nicht beschlossen, erläuterte der Minister. Dies wird für den 12. September erwartet. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier umriss vergangene Woche in einem Zeitungsinterview aber bereits Grundzüge der geplanten Neuordnung der Bankenaufsicht in der Euro-Zone.

Unterscheidung nach Bankengröße

Schäuble schlug vor, statt einer Aufsicht aller Institute durch die EZB zwischen kleineren und systemrelevanten Banken zu unterscheiden. Für die kleineren Banken sollten Schäuble zufolge einheitliche Kriterien geschaffen werden und zunächst nur die großen Banken unmittelbar der EZB-Aufsicht unterstellt werden. "Dies wird eher eine Chance haben, in absehbarer Zeit realisiert zu werden", sagte er.

Die zentrale Bankenaufsicht ist die Voraussetzung dafür, dass der Euro-Rettungsschirm EFSF und sein Nachfolger ESM künftig Banken mit Geldnöten direkt rekapitalisieren kann und nicht den Umweg über ihren jeweiligen Nationalstaat gehen muss. Das hatte vor allem Spanien mit seinen wackelnden Sparkassen gefordert, denn nach den bisherigen Regeln erhöhen die Banken-Hilfen des Schirms die Staatsverschuldung.

(APA/Reuters)

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5 Kommentare
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Diese Kontrollfreaks

denken doch wirklich, dass man damit etwas verbessern könnte.

Wie naiv kann man eigentlich sein?

Gast: radius
03.09.2012 22:46
2 0

Wer es noch immer nicht kapiert hat, es sollen nur die deutschen, österr. Banken geprüft werden,

wieviel dort zu holen ist.


Gast: Zackinger
03.09.2012 22:07
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Überwachung der Banken ?

Wieso will sich die EZB nur auf die Überwachung von 6.000 Banken beschränken ? Da gäbe es doch auch einige große Industrie-, Gewerbe- und Handelsbetriebe, die auch noch überwacht werden könnten. Wenn man die Personalkapazität der EURO-Institutionen entsprechend ausweitete, wäre das doch sicher möglich. Frau Merkel, Herr Schäuble und alle unsere österreichischen Spitzenpolitiker des linken, des grünen und des "bürgerlichen" Lagers und auch der Präsident des Wirtschaftsbundes und der Gouverneur der Nationalbank wären sicher dafür ! Das würde doch "mehr Europa" bedeuten, wofür wir doch alle kämpfen !

Herr Schäuble, es bleibt nur mehr die Scheidung.


Die EZB unter Don Draghi....


....ist ja zu einer Filiale von Goldman-Sachs verkommen

....hat ihr Mandat für die PIGS-Staaten pervertiert

....erhöht täglich unsere Haftungs-Verpflichtungen...

soll jetzt auch die Banken kontrollieren.

Und das alles nach 4 Jahren Bankenrettung, allgemein bekannt unter Euro-Rettung.