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Jobabbau: Nomura setzt Rotstift an

03.09.2012 | 17:40 |   (Die Presse)

Der japanische Broker streicht vor allem Stellen in Europa. Grund dafür dürfte nicht zuletzt die Staatsschuldenkrise sein. In den vergangenen neun Quartalen schrieb Nomura im Ausland ununterbrochen Verluste.

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Wien/Bloomberg/red. Der japanische Broker Nomura drückt auf die Kostenbremse. Davon betroffen sind großteils Mitarbeiter im Ausland, vor allem aber in Europa. Von 560 Stellen, die das Unternehmen im vergangenen Jahr abgebaut hat, entfielen 450 auf den alten Kontinent. Grund dafür dürfte nicht zuletzt die Staatsschuldenkrise sein.

Erst vergangenen Freitag teilte Nomura mit, bis zum Jahr 2014 zusätzlich eine Mrd. Dollar einsparen zu wollen. Unter anderem soll der Rotstift in den Bereichen Investmentbanking und Aktien angesetzt werden. Genauere Details gab das Unternehmen nicht bekannt. Konzernchef Koji Nagai geht damit den umgekehrten Weg seines Vorgängers Kenichi Watanabe, der die Expansion im Ausland forciert und infolge eines Insiderskandals zurücktreten musste. Der Sinneswandel im Unternehmen kommt nicht von ungefähr: In den vergangenen neun Quartalen schrieb Nomura im Auslandsgeschäft ununterbrochen Verluste.

Schon 2011 wurde ein 1,2-Mrd.-Dollar-Sparprogramm angekündigt, nachdem die Kosten wegen des Kaufs des europäischen und asiatischen Geschäfts von Lehman Brothers im Jahr 2008 angeschwollen waren. Weltweit beschäftigte Nomura 35.063 Mitarbeiter, davon 3975 in Europa. In einem weltweiten Ranking der größten Berater für Fusionen und Übernahmen liegt der Broker auf Rang zehn.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2012)

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