Wien/Bloomberg/Red. Am gestrigen Donnerstag feierte der Mindestkurs des Schweizer Franken gegenüber dem Euro seinen ersten Geburtstag. Auf dem Markt wird jedoch spekuliert, ob die Schweizer Nationalbank (SNB) ihren Mindestkurs halten kann oder ihn gar ändert, um die Landeswährung weiter abzuwerten. Die SNB selbst hat immer wieder betont, die Kursgrenze von 1,20 Franken je Euro zu verteidigen.
Analysten der US-Investmentbank JP Morgan Chase sind der Ansicht, dass die SNB die Kursgrenze auf Dauer nicht wird verteidigen können. „Der Mindestkurs ist keine angemessene Basis für eine längerfristige Geldpolitik. Irgendwann werden die Kosten die positiven Effekte überwiegen“, sagt Paul Meggyesi von JP Morgan. Die Bank glaubt, dass der Kurs zum Jahresende 1,15 Franken je Euro betragen wird.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2012)

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