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ÖVAG vor radikaler Schrumpfkur

21.09.2012 | 18:30 |   (Die Presse)

Das Volksbanken-Spitzeninstitut darf Ende 2017 nur mehr halb so groß sein wie heute. Der Sanierung fallen zumindest 300 Stellen zum Opfer. Weitere 700 werden „verkauft“.

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Wien/Weber. Als sich Stephan Koren zum ersten Mal seit seinem Antritt als Chef der halbstaatlichen Volksbanken AG (ÖVAG) der Presse stellte, räumte er als Erstes mit einem Gerücht auf. Entgegen allen Behauptungen habe er keinen Sanierungsplan für das marode Institut ausgearbeitet, sagte der ÖVP-nahe Banker. „Wenn es so etwas gibt, dann ist es diese Woche aus Brüssel gekommen.“

Die EU-Kommission hat der ÖVAG am Mittwoch ihren Sanierungsplan genehmigt, den sie im Gegenzug zur Staatshilfe mit den Wettbewerbshütern akkordieren musste. Und dieser sieht bis Ende 2017 harte Einschnitte vor. So soll die Bilanzsumme des Instituts am Ende bei knapp über 18 Mrd. Euro liegen und damit um etwa die Hälfte im Vergleich zu heute schrumpfen. Zu Hochzeiten, also kurz vor Ausbruch der Finanzkrise, bilanzierte das Volksbanken-Spitzeninstitut noch mit 90 Mrd. Euro.

 

Besinnung auf Kernaufgaben

Im April musste die Bank mit einem Kapitalschnitt und der Übernahme von Aktien durch den Staat vor dem Bankrott gerettet werden. Der Steuerzahler musste sich dabei bereits von 700 Millionen Euro verabschieden. Nun besitzt der Staat 43 Prozent der Bank; daneben ist er auch mit 300 Millionen Euro an stimmrechtslosen Anteilen („Partizipationskapital“) beteiligt.

Nun soll sich die ÖVAG wieder auf ihre Kernaufgaben besinnen und zum Dienstleister für die 62 regionalen Volksbanken werden. Das bedeutet für die Bank, dass sie sich von zahlreichen Immobilien- und Kreditportfolien sowie mehreren Beteiligungen trennen muss. Zum Verkauf stehen etwa die Leasing-Tochter Volksbanken Leasing International und die Töchter in Rumänien und Malta.

Das bedeute auch, dass die ÖVAG am Ende des Sanierungskurses nur mehr über die Hälfte der heute rund 2000 Mitarbeiter verfügen wird. Etwa 700 sollen allein durch den Verkauf von Beteiligungen wegfallen, 300 würden in der Zentrale eingespart, kündigte der Vorstand an. Die Belegschaft wurde am Donnerstag über die Pläne informiert.

Mit der Sanierung werde es auch zu Fusionen unter den regionalen Volksbanken kommen. „Diese Diskussion wird man führen“, sagte Koren. In fünf Jahren werde es weniger Institute und Filialen geben. Derzeit gibt es um die 550 Volksbank-Filialen. Ein richtiges Durchgriffsrecht hat das Spitzeninstitut des Sektors zwar nicht, man könne es den regionalen Instituten aber „empfehlen“.

 

Momentan keine Partnersuche

Wie viel Geld der Steuerzahler am Ende wiedersieht, hängt davon ab, wie viel der 43-Prozent-Anteil des Staats in fünf Jahren wert ist. Das wiederum liegt daran, wie erfolgreich die ÖVAG-Sanierung verläuft und welche Marktbedingungen dann vorherrschen. Ein mögliches Szenario sei, dass das Institut die Aktien selbst zurückkauft. Nach einem Partner werde momentan jedenfalls nicht gesucht.

„Aus heutiger Sicht“ geht Koren davon aus, dass er mit dem Staatsgeld, das bereits in der ÖVAG steckt, auskommen wird. Erklärtes Ziel sei es, dem Staat die 300 Mio. Euro an Partizipationskapital wieder zurückzuzahlen. „Dazu müssen aber die Gewinne und das Kapital ausreichend sein“, so Koren.

Bis 15. Oktober muss sich die Raiffeisen Zentralbank übrigens entscheiden, was mit dem 4,5-Prozent-Paket der ÖVAG an dem Haus passieren soll. Wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen sind Gespräche darüber schon einmal im Sand verlaufen. Ein Raiffeisen-ferner Käufer gilt aber als ausgeschlossen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.09.2012)

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17 Kommentare
Gast: FIMBAG schläft und schläft und schläft
22.09.2012 23:39
0 0

BONI ?

Wäre auch durchaus interessant zu wissen welche Boni der Weinbauer und der VD Handelsschüler in den letzten paar Jahren lukriert haben, bzw. wie der Umzug in den Turm damals genau abgelaufen ist ..

Gast: Zukunftslos
22.09.2012 15:12
0 0

Die Verlustmacher sind im Warmen

Jene, die jahrelang mitgemacht und zugeschaut haben und raufgeschwommen sind, sind bis auf Vorstandsebene noch immer dabei. Welche Änderungen gab es? Keine Konsequenzen, die Haberer stützen und decken gegenseitig. Durchblickt es der AR? Arme Volksbanken, arme Backofficemitarbeiter, immer de Gleichen die die Zeche zahlen. Auch jetzt wird der Hobel wieder schonungslos falsch angesetzt.

Gast: Zukunftslos
22.09.2012 15:08
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Die Verlustmacher sind im Warmen

Jene, die jahrelang mitgemacht und zugeschaut haben und raufgeschwommen sind, sind bis auf Vorstandsebene noch immer dabei. Welche Änderungen gab es? Keine Konsequenzen, die Haberer stützen und decken gegenseitig. Durchblickt es der AR? Arme Volksbanken, arme Backofficemitarbeiter, immer de Gleichen die die Zeche zahlen. Auch jetzt wird der Hobel wieder schonungslos falsch angesetzt.

Gast: Zo
22.09.2012 15:04
0 0

Die Verlustmacher sind im Warmen

Jene, die jahrelang mitgemacht und zugeschaut haben und raufgeschwommen sind, sind bis auf Vorstandsebene noch immer dabei. Welche Änderungen gab es? Keine Konsequenzen, die Haberer stützen und decken gegenseitig. Durchblickt es der AR? Arme Volksbanken, arme Backofficemitarbeiter, immer de Gleichen die die Zeche zahlen. Auch jetzt wird der Hobel wieder schonungslos falsch angesetzt.

Gast: ach ja
21.09.2012 20:49
0 0

ganz schön frech

Nichts gegen die Leute die beim genossenschaftlichen Volksbanksektor arbeiten. Man kann dazu stehen wie man mag, aber im Normalfall arbeiten die schon wobei es im Zuge des obwaltenden Wahnsinns auch dort zu offenkundigen Verfallserscheinungen gekommen sein dürfte.

Was in dem aufgeblasenen Zentralapparat passierte war ein Frechheit. Ebenso mit welcher Aufgeblasenheit in Tochterfirmen die nur dank der Arbeit der genossenschaftlichen Basis überhaupt an Kunden herangekommen sind mit eben diesen Kunden dieser Basis umgesprungen worden ist.

Da sollte der Großteil der Leute einfach rausgeschmissen werden. So was zu "stützen" kann einfach nicht lohnen!

Übrigens: Bei Raiffeisen schaut es dito aus! Vermutlich wird es da aber niemand wagen einzugreifen und am Ende wird der Schaden so groß sein, dass auch der Staat nichts mehr zu "richten" vermag ...

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herumeiern statt rechtzeitig zusperren

warum wohl?
um ein paar Managerjobs zu erhalten?

Gast: AMS Held
21.09.2012 19:43
0 1

Hurra!


Für die einen Goldene Handshakes und Arbeitsstiftungen mit fetten Monatsbeihilfen, für die normalen ASVG-Hackler AMS-Zuweisung mit Zwangsschulungen und Beihilfen für € 800.

Gast: africano
21.09.2012 19:08
0 0

Wer hat die Bank ,ins Messer laufen lassen ?

Jeder Österreicher -in weiss wie schwierig es ist einen Kredit zu bekommen ,doch auf einmal wurden alle Vorsichtsnamen über Bord geworfen und es wurde drauf los Geld verteilt das EINEM schlecht geworden ist .
Wer kennt die Gruppierungen ,welche die Banker unter DRUCK stellte ,damit sie diese wie sich jetzt heraus stellten FAULEN Kredite
geben mussten ???

Re: Wer hat die Bank ,ins Messer laufen lassen ?

Erst Beistrich, dann Leertaste!

1 1

sehr

wichtig - zukunftssicher -umtaufen in ErVolgsbank.
wie soll ein Unternehmen gedeihen,das
keine Rechtschreibung kennt?

Re: sehr

Und die ganz Dummen haben gar keine Ahnung von Groß- und Kleinschreibung.

Bin gespannt ob auch im Treasury freigestellt werden

Wenn man Frau und Blond ist, dann bekommt man bis EUR 60.000 brutto als Jahresgehalt als Sales, wer es nicht glaubt einfach nachfragen.

Antworten Gast: Hax Mörmann
21.09.2012 15:06
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Re: Bin gespannt ob auch im Treasury freigestellt werden

Na die soll gefälligst gehen ,wie sollte man sonst die wichtige Führungsebene ( Red Head, Phil Ivey und Hot Air) weiterhin erhalten können ? Und den genialen Boss M.F.muss man ja auch auf jeden Fall noch durchfüttern

Re: Re: Bin gespannt ob auch im Treasury freigestellt werden

ich meine die auffallend vielen blonden sales ladies in der övag. alle gleicher typus. wurden wahrscheinlich alle von f.sch eingestellt.

Die Volksbanken ...


.. hätten sie die Leistungsträger nicht in eine AG umgewandelt, wären sie im Korsett einer Genossenschaft niemals ins Trubeln gekommen; auf das Kapital wäre aber auch kein Zugriff möglich gewesen:
so'schaut's aus!

Antworten Gast: abc liegt im schnee xyz ist nett
21.09.2012 13:02
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Re: Die Volksbanken ...

ich gebe ihnen recht. ich mag die idee von genossenschaften. sind mir lieber als ags. jetzt wird es gleich wieder heissen: sozis/kommis/loewelstrasse etc. ;-)

ach ja und KONSUM ;-)

Re: Re: ach ja und KONSUM

Das ist das typische Beispiel, dass Partei-Küngelei zu allem Fähig ist!