München/Reuters. Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas bekommt die Probleme bei der US-Tochter Reebok nicht in den Griff. Der für 2015 angepeilte Umsatz der Marke in Höhe von drei Mrd. Euro werde auf zwei Mrd. gesenkt, teilte das Unternehmen mit. Als Gründe dafür wurden wegfallende Erlöse aus dem American-Football-Geschäft und der Schwerpunkt auf höhere Margen genannt. Außerdem muss Adidas in Reebok investieren, um die verstaubte Marke neu als Fitnessspezialist zu positionieren.
„Wir können nicht für uns in Anspruch nehmen, schon auf dem Weg zu nachhaltigem globalen Erfolg zu sein“, kommentierte Adidas-Chef Herbert Hainer die Reebok-Leistung. Der Fokus werde künftig auf Märkten mit höheren Margen liegen, nicht auf Größe in Indien oder Lateinamerika, wo es weniger Geld pro Produkt gebe.
Adidas hat Reebok 2006 für gut drei Mrd. Euro übernommen, um den Abstand zum Branchenprimus Nike, der vor allem in den USA dominiert, zu verringern. Doch wirklich aufgegangen ist der Plan nicht. Reebok kommt nicht in Schwung, ist deutlich weniger profitabel als die Kernmarke des Konzerns mit den berühmten drei Streifen. Umsatzrückgänge waren zuletzt an der Tagesordnung, auch rote Zahlen sind in der Vergangenheit keine Seltenheit gewesen. Abgesehen von Reebok läuft es aber gut für den DAX-Konzern.

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