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EU: Banken sollen Provisionen den Kunden weitergeben

24.09.2012 | 07:44 |   (DiePresse.com)

Es wird eine Finanzmarktrichtlinie zu eine faireren Beratung diskutiert, die nicht von Provisionen getragen ist. Die Banken und Sparkassen äußerten sich kritisch.

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Die EU will einem Zeitungsbericht zufolge die Banken zur Weitergabe von Provisionen für Finanzprodukte an ihre Kunden zwingen. In einem Vorausbericht des "Tagesspiegel" heißt es, dies sei der aktuelle Stand der Diskussion über die europäische Finanzmarktrichtlinie Mifid II. "Das wäre das Ende der durch Provisionen manipulierten Beratung", sagte der Grüne Europaabgeordnete Sven Giegold der Zeitung. "Wenn die Banken ihre Provisionen durchreichen müssen, führt das zu Produkten, die den Anlegern einen Mehrwert bieten", meinte der zuständige Berichterstatter im Europaparlament, Markus Ferber (CSU). Denn wenn die Finanzinstitute die Provisionen an die Kunden weitergeben müssen, entfällt der Anreiz, die Kaufempfehlung an die Höhe der Provision zu knüpfen.

Am Mittwoch berät der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments über den Vorschlag, wie es in der Zeitung weiter heißt. Im Oktober solle es eine Einigung im Ministerrat geben, 2013 soll die Richtlinie verabschiedet werden. Die Banken und Sparkassen äußerten sich gegenüber der Zeitung kritisch zu den EU-Plänen. "Die Deutsche Kreditwirtschaft setzt sich nachdrücklich dafür ein, die provisionsbasierte Beratung und Honorarberatung gleichberechtigt bestehen zu lassen", sagte Steffen Steudel, Sprecher des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

(APA/Reuters)

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5 Kommentare
Gast: J.
24.09.2012 14:03
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Unsinn

Warum soll eine Bank nichts verdienen, wenn sie eine Versicherung, Bausparvertrag, o.ä. verkauft?

Der Autohändler wird per Gesetz auch nicht dazu gezwungen, die Mengenrabatte vom Hersteller an den Kunden weiterzugeben, genauso wenig wie der Immobilienmakler seine Verkaufsprovision an den Käufer überweisen muss.

Hier wird mit populistischen Mitteln von den wahren Problemen am Finanzmarkt abgelenkt: Nicht das "Kerngeschäft" einer klassischen Bank sollte unterbunden werden - viel wichtiger ist es, den Investment-Banken auf die Finger zu schauen und den Abfluss von gigantischen Vermögenswerten in Steuerparadiese zu verhindern (wo es praktischerweise kaum Regularien gibt für Spekulationen aller Art)

Antworten Gast: stefan venga
24.09.2012 15:38
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Re: Unsinn

Hr. J ist anscheinend in der Bank beschäftigt. deshalb dieser sinnlose Kommentar

Am Problem vorbei

Die Zeit der Bankberater ist seit mind. 10 Jahren vorbei. Auch Banken haben verstanden, dass Leute mit Ahnung teurer sind und diese deshalb nach "natürlichem Abgang" durch Verkäufer ersetzt.
Ob der was verkauft, was ihm die höchste Provision bringt oder etwas, von dem er genausowenig Ahnung hat, ist letztendlich zweitrangig.

Antworten Gast: trader1
24.09.2012 15:20
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Re: Am Problem vorbei

...war das immer ein theater, wenn ich mich geweigert habe, den leuten veranlagungen zu empfehlen die ich nicht selbst auch gekauft hätte :-)

es gab immer auch ehrliche banker mit fachkenntnis, ..und es gibt sie auch heute noch .. und wenn man einen gefunden hat .. ab und zu loben .. was anderes würde er ohnehin nicht akzeptieren ...

Gibts das?

Ein Vorschlag der TATSÄCHLICH von Nutzen ist? Entgegen Banken und für den Bürger?

DAS wird sicher sehr bald von unseren überreichen Machtjunkies sabotiert!