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Telekom Austria stutzt die Dividende

24.09.2012 | 18:24 |   (Die Presse)

Die Telekom zieht die Konsequenz aus scharfem Wettbewerb und schwachem Wachstum: Die Dividende wird von 38 auf fünf Cent je Aktie gekürzt. Auch für das Jahr 2013 soll es nicht mehr geben.

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Wien/Red. Aktionäre der Telekom Austria müssen sich auf harte Zeiten einstellen: Der Konzern streicht die Dividende für heuer von 38 auf fünf Cent zusammen. Auch für das Jahr 2013 soll es nicht mehr geben. Das gab die Telekom am späten Montagnachmittag bekannt.

Die deutlich geringere Gewinnbeteiligung resultiere aus der Erwartung, „dass das verschärfte Wettbewerbsumfeld in Österreich sich 2013 fortsetzen wird“. Wie alle heimischen Mobilfunker kämpft die TA mit der hohen Marktsättigung, dazu kommt das schwierige wirtschaftliche Umfeld. Die Telekom rechnet dazu mit „anhaltend schwierigen makroökonomischen Bedingungen in CEE“, wo sich das Wachstum bereits deutlich abgeschwächt hat. Besonders große Probleme hat der teilstaatliche Konzern in Weißrussland. Wegen der galoppierenden Inflation in dem Land musste die dortige Tochter Velcom in der Bilanz laufend wertberichtigt werden.

 

Teure Investitionen nötig

Auch den „regulatorischen Druck“ nennt die Telekom als Grund für die Dividendenkürzung. Die EU hat die Preise für Roaming in der Vergangenheit mehrfach gesenkt. Das sorgte bei der Telekom für Erlösausfälle im zweistelligen Millionenbereich. Außerdem wird der heimische Marktführer bei der kompletten Neuvergabe der Mobilfunkfrequenzen, die im nächsten Jahr ansteht, tief in die Tasche greifen müssen. Sinkende Gewinne, teure Investitionen und eine hohe Dividende: Das passt nicht zusammen.

Ansonsten werde der Ausblick aber beibehalten, hieß es in der Mitteilung vom Montag. Demnach dürfte die Telekom heuer 4,2 Mrd. Euro umsetzen und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 1,4 bis 1,45 Mrd. Euro erzielen. Der Cashflow werde etwa 700 bis 750 Mio. Euro betragen. Im gleichen Ausmaß werde investiert werden müssen.

Aktionäre hatten heuer wenig Spaß mit dem Telekom-Papier. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um über 31 Prozent eingebrochen. Eine niedrigere Dividende dürfte sich nicht gerade förderlich auswirken.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.09.2012)

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21 Kommentare

Dem Rony seine Taktik ist perfekt!

Dividende kürzen, Aktienkurs in den Keller prügeln, Aktien billig kaufen, Dividende gänzlich streichen, die ÖIAG zur Privatisierung zwingen, Sanieren, zukunftssicheres Unternehmen schaffen.
Nein, dies ist kein Sarkasmus. Ich würde es so machen...

Gast: UKW
24.09.2012 22:55
4 2

Schuld ist der Wettbewerb durch die privaten Betreiber

Er hat die schöne Idylle zerstört. Wo sind die glorreichen Zeiten geblieben, als den Beamten der Post- und Telegraphenverwaltung von den Teilnehmern noch der gebührende Respekt entgegengebracht wurde? Als die Leute dankbar waren einen Viertelanschluss eingerichtet zu bekommen (vier Wochen nach Antragsstellung und gegen eine saftige Anschlussgebühr)? Und wo sind die glorreichen Zeiten, als noch jeder Telefonteilnehmer 18 Euro solidarisch als Grundgebühr entrichtete, ohne auch nur einen Sekunde dafür telefonieren zu können? Aber Dankbarkeit darf man sich in der heutigen Zeit ohnehin nicht erwarten. Die Leute haben einfach kein Verständnis dafür, dass die Telekom dank ihrer Beamtenstruktur auch heute noch weit höhere Preise verlangen muss, als die private Konkurrenz. Eine Schande ist das.

Antworten Gast: rtr666
25.09.2012 09:14
1 0

Re: Schuld ist der Wettbewerb durch die privaten Betreiber

Übrigens. Die Telekom muss nicht wegen der Beamten höhere Preise verlangen.

Sie bekommt von der Regulierungsbehörde vorgeschrieben, wie billig sie sein darf - und zwar keinesfalls billiger als die Mitbewerber, da diese als Konkurrenz im Lande gehalten werden müssen, um ein Monopol zu verhindern.

Ihre Sicht der Dinge ist etwas naiv.

Antworten Gast: Telko2
25.09.2012 09:09
1 0

Re: Schuld ist der Wettbewerb durch die privaten Betreiber

Die € 18 waren aber für 2 Monate, und wenn man die Gesprächsgebühr dazurechnet, war es auch nicht teurer als die 1000 Minuten heute (die eh keiner verbrauchen kann, der noch ein Leben hat)

Heute ist die Grundgebühr einfach in der Flatrate versteckt. Sieht gleich viel besser aus.

Wann zahlen die Telekom Ganoven

ihre fetten Boni zurück, die sie sich verbrecherisch ergaunert haben? Wann wandern sie in den Häfn?

Gast: phj
24.09.2012 20:13
3 1

Wer in Weissrussland investiert

der spielt Roulette.

8 0

Habe vor einem Jahr

meine Telekom- Anschluss komplett abgemeldet.
Warum?
Weil die nicht in der Lage waren einen vernünftig funktionierenden Breitbandzugang damit zur Verfügung zu stellen.

Jezt läuft alles über das Mobilnetz. Das ist 10 x schneller, aber leider hat man auch mehr Elektrosmog.

Die Telekom wurde sukzessive heruntergewirtschaftet. Die kommen gleich nach dem ORF. Nur muss man beim Rotfunk LEIDER noch immer die Zwangsgebühren bezahlen. Das ist wie in Nordkorea.
Sonst hätte ich den ORF schon lange abgemeldet.


Wettbewerb

Ja, wenn's mit der Packelei vorbei ist, ist man ganz plötzlich dem bösen Wettbewerb ausgesetzt.

Gast: NocheinParteiloser
24.09.2012 19:22
9 2

Die Dividende gehört ganz gestrichen, das Unternehmen saniert!

Wie das Unternehmen ausgeraubt wurde zeigt auch dessen Eigenkapitalentwicklung deutlich auf. Der Staat hat sich auch ordentlich bedient.

Telekom, Eigenkapitalentwicklung:
2006: 2.823 Mio.
2007: 2.565 Mio.
2008: 2.155 Mio.
2009: 1.614 Mio.
2010: 1.477 Mio.
2011: 883 Mio.
In 5 Jahren das Unternehmen um satte 2.000 Mio. Euro geschädigt!

Da ist einfach NICHTS mehr zum Dividendenzahlen, es geht immer mehr ums nackte Überleben!

Warum wird Keiner zur Verantwortung gezogen?

Gast: Ausgebluteter Mittelstand
24.09.2012 18:55
6 2

Auch wieder so eine SPÖ Story. Sie wollte doch die Milliardäre zahlen lassen. Um den Mittelstand zu entlasten.



Und was passiert? Genau das Gegenteil!

Der Milliardär Pecik nimmt dem Mittelstand Geld weg. Den Leuten, die auf die Aussage des Vorstandes vertraut haben. Dass die Telekom die nächsten Jahre bei 70 Cent bleibt. Und sich deshalb die Aktie zugelegt haben.

Pecik dagegen gewinnt auf des Mittelstands Kosten: wenn die Telekom größere Barreserven hat, kann er seine Anteile gewinnträchtiger verkaufen.

Traue der SPÖ nie, wenn sie von Reichensteuer und sonstigem Unsinn redet. Es zahlt im Endeffekt immer nur der Mittelstand.

Und die Milliardäre in diesem Land werden reicher und reicher.

Re: Auch wieder so eine SPÖ Story. Sie wollte doch die Milliardäre zahlen lassen. Um den Mittelstand zu entlasten.

Nein. Hier gewinnt nicht der Reiche gegen die Armen, sonder der Schlaue gegen die Dummen.

Re: Auch wieder so eine SPÖ Story. Sie wollte doch die Milliardäre zahlen lassen. Um den Mittelstand zu entlasten.

Vollkommen richtig!

Die SPÖ-Lügen sind mannigfaltig!

Man erinnert sich an die Aussprüche:

DIE PENSIONEN SIND SICHER!!

Allen voran ÖGB und Zwangsverein AK!!


Antworten Gast: 459ß81v51
24.09.2012 19:26
8 1

Re: Auch wieder so eine SPÖ Story. Sie wollte doch die Milliardäre zahlen lassen. Um den Mittelstand zu entlasten.


Mit dem Milliardär Schlaff (war auch bei der Telekom im Spiel) kann die SPÖ auch hervorragend.

Man hat langsam das Gefühl, die SPÖ schont am meisten die Milliardäre.

Verantwortung

Man muß nicht gleich mit der Rücktrittskeule daher kommen.
Aber die Aktionäre sind nicht schuld an den Ergebnissen.
Die Konsumenten übrigens auch nicht.
Auch nicht die Konkurrenz.
Die Mitarbeiter?
Nein.

Ein Vorstand wird bezahlt um Ziele zu setzen und zu erreichen. Wieso funktioniert das hier nicht?

Antworten Gast: Halbwissen
24.09.2012 18:20
1 1

Re: Verantwortung

Wer ist oder war der Hauptaktionär ?
Wen hat er ins Management gesetz ?
Mit wem wollen viele Österreicher nix zu tun haben ?
Wer ist oder war Pragmatisiert ?

Aber vor allem wurden betrügerische Aktionen in Milliardenhöhe über die Telekom abgewickelt ( Schlaff und Konsorten ).

Gast: Halbwissen
24.09.2012 17:54
2 1

So viel zur Dividendenrendite die in der Theorie das Investment nach unten absichert !


Gast: TripppleA1
24.09.2012 17:54
2 2

Ach ja!

Personalpolitik scheint nicht Herrn Peciks Stärke zu sein ...

..

Na das wird dem Kurs sicherlich viel helfen; der ist ja in letzter Zeit eh soo gut gelaufen, da ist das ja überhaupt kein Problem......
Hauptsache korrupt sein; wie blöd muss man eigentlich sein, um Aktien von einem Unternehmen aus dieser Bananenrepublik zu kaufen (inklusive mir...)

Antworten Gast: schüsselfekter
24.09.2012 19:00
4 1

Re: ..

ärgern sie sich nicht. auch ich habe jede menge von diesen papierln. aber wer konnte beim kauf wissen, das die ta einen großteil ihres geldes an die schwarzen korrumperln verteilt.

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
24.09.2012 21:29
0 1

Re: Re: ..

Wissen nicht, ahnen schon !

Antworten Gast: Halbwissen
24.09.2012 18:01
2 1

Re: ..

Blöd ist nur der der nichts daraus lernt !

Betrachten Sie es als Lehrgeld, aber machen Sie mit dem neuen Wissen weiter.
Aber Achtung, die nächste "Watschn" kommt bestimmt.