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Gehälter: ATX-Chefs verdienen besser

26.09.2012 | 18:17 |   (Die Presse)

In den Vorstandsetagen heimischer Aktiengesellschaften sind die Bezüge im Vorjahr im Schnitt um neun Prozent gestiegen. Am meisten bekamen die Vorstandsmitglieder von Voestalpine und Andritz.

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Wien/Weber. Die Chefs von österreichischen Unternehmen, die im Prime Market der Wiener Börse notieren, haben im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient als 2010. Im Schnitt verdienten die Vorstände pro Person 870.000 Euro (plus neun Prozent), wie der Interessenverband der Anleger (IVA) ausgerechnet hat. Der gesamte Vorstand kostete im Schnitt 3,9 Mio. Euro und damit 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

Am meisten bekamen die Vorstandsmitglieder von Voestalpine und Andritz, nämlich 2,13 Mio. Euro. Am zweitbesten verdienten die Chefs der Raiffeisen Bank International (knapp 1,4 Mio. Euro), gefolgt von der Strabag und der OMV (je rund 1,3 Mio. Euro). „Die Vorstände haben von den überraschend guten Ergebnissen 2011 mit einer überdurchschnittlichen Steigerung der Bezüge profitiert“, kommentiert IVA-Geschäftsführer Wilhelm Rasinger die Zahlen. Allerdings bestehe immer noch „ein deutlicher Abstand zu vergleichbaren deutschen Unternehmen“.

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Weniger Gewinne, mehr Gehalt

Die Aufsichtsräte verdienten im Schnitt 13 Prozent mehr, allerdings gab es große Unterschiede. „Die Aufsichtsratsvergütungen korrelieren nicht mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen. Es gibt bei einzelnen Unternehmen beträchtliche, oft nur schwer nachvollziehbare Unterschiede“, so Rasinger. Die teuersten Aufsichtsräte leistet sich die Erste Bank, gefolgt von Conwert und Intercell.

Nach Ansicht der Arbeiterkammer sollte bei den Vorstandsgehältern die Bremse gezogen werden. Die Zahlen des IVA seien für AK-Präsident Herbert Tumpel „schon wieder ein Argument für eine Neuregelung der Managergagen“. Die Arbeitnehmervertretung fordert, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Managergehältern bei 500.000 Euro endet. Außerdem sollten Boni mit maximal 30Prozent der Grundgehälter begrenzt sein. Das Jahr 2011 war für die heimische Wirtschaft noch recht gut gelaufen. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte um 2,7 Prozent. Allerdings verdienten die ATX-Unternehmen um 60 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Dabei verzerrt jedoch die Erste Bank das Bild, denn sie hat aufgrund eines Einmaleffekts einen Verlust von 800 Mio. Euro erzielt. Um diesen Effekt bereinigt, lag das Gewinnwachstum laut Erste-Analyst Günther Artner bei minus fünf Prozent. Für den ATX war 2011 jedoch kein gutes Jahr. Er schloss am Ende mit einem Verlust von über 30 Prozent.

Gagenkaiser: Welche ATX-Vorstände am meisten verdienen

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.09.2012)

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6 Kommentare
Gast: krisengewinnerstattverlierer
27.09.2012 21:35
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diese sogenannte finanzkrise wird von der politik und den mächtigen nur benutzt um den arbeitnehmern und den staatlichen pensionen zu schaden und das volk ärmer zu machen. u.die SPÖ mit faymann ist genau auf dieser sozialabbaulinie.


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Re: diese sogenannte finanzkrise wird von der politik und den mächtigen nur benutzt um den arbeitnehmern und den staatlichen pensionen zu schaden und das volk ärmer zu machen. u.die SPÖ mit faymann ist genau auf dieser sozialabbaulinie.

Der Abbau von Privilegien (Sozialleistungen) besonders in der Mittelschicht ist unausweichlich, wenn der Staat sparen muss, aber Politiker nicht bereit sind, die Verwaltung zu reformieren (sich selbst wegzurationalisieren).

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Tja,

Angestellter als Vorstand in solch einem Konzern müsste man sein.

Als Selbständiger kann ich von solchen Gehaltssteigerungen nur träumen. Eher muss ich mich heuer mit Einschnitten von bis zu 50% zufrieden geben.

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Re: Tja,

Aber was solls?

Vom Geld alleine ist noch keiner so wirklich glücklich geworden.
Und viele dieser Manager geben für diesen "Geltungswahn" sehr viel ihrer Freiheiten auf und oft auch opfern sie ihre Gesundheit. Ich beneide sie nicht, eher das Gegenteil scheint der Fall zusein, wenn ich mit solche Leuten spreche. Freiheit ist heute durch fast nichts zu bezahlen. Aber man muss auch den Mut zur Freiheit haben und muss auch damit leben können von überwiegend "Unfreien" umgeben zu sein.


Antworten Antworten Gast: freier Sklave
27.09.2012 16:29
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Re: Re: Tja,

Ich bin lieber mit "unfreien" zusammen als mit einer Truppe "freier." Bin ja auch normalsterblich und nicht "erleuchtet."

Aus meinem gut erleuchteten Bekanntenkreis weiß ich, wie schön es ist, unfrei zu sein.

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Re: Re: Re: Tja,

Kann ich verstehen, denn ein "Unfreier" kann einen "Freien" nicht so einfach verstehen. Die Freien waren ja meist auch einmal unfrei.

Aber irgendwann kommt man auch wieder drauf, dass auch die Freiheit alleine gar nicht gücklich macht. Besonders wenn man von zu vielen Unfreien umgeben ist.