Höhere Kosten für die Vermarktung und auch für die Herstellung seiner Schuhe, T-Shirts und anderer Sportartikel nagen am Gewinn des Branchenprimus Nike. Für das erste Geschäftsquartal wies der weltweit größte Sportartikelhersteller am Donnerstag nach US-Börsenschluss einen Gewinn von 1,23 Dollar je Aktie aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,36 Dollar je Anteilsschein. Unterm Strich verdiente der Branchenleader im ersten Quartal nur noch 567 Millionen Dollar (439 Millionen Euro) und damit zwölf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Auch eine nachlassende Nachfrage in China macht dem Adidas-Rivalen zu schaffen. Dennoch wuchs der Umsatz um zehn Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einen Gewinn von 1,12 Dollar je Aktie und einem Umsatz von 6,4 Milliarden Dollar gerechnet. Die Amerikaner versuchen den Vorsprung auf Adidas zu halten. Der deutsche Sportartikelhersteller nimmt zwar Anlauf auf die Weltspitze, aber die schwächelnde Tochter Reebok macht den Deutschen zu schaffen.
Die Börsianer zeigten sich von dem Abschneiden Nikes wenig begeistert. Nachbörslich sank der Kurs um zwei Prozent. Knackpunkt waren vor allem die Händlerbestellungen der kommenden Monate bis Jänner. Mit 8,9 Milliarden Dollar liegen sie sechs Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Ein höherer Anstieg war erwartet worden.
(APA/Reuters)

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