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EU-Steuerkommissar: "Österreichs Bankgeheimnis überholt"

01.10.2012 | 14:13 |   (DiePresse.com)

Semeta kritisiert die Blockade von Österreich und Luxemburg zur Ausweitung des Verhandlungsmandats. Dadurch entgehen "Milliarden" an Steuereinnahmen.

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Das Bankgeheimnis wird beim nächsten EU-Finanzministerrat Anfang kommender Woche kein Thema sein. In Kreisen der zypriotischen Ratspräsidentschaft wurde erklärt, dass die Reform der Zinsbesteuerungsrichtlinie nicht auf der Tagesordnung des ECOFIN stehen werde. EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta warf zuletzt neuerlich Österreich und Luxemburg vor, den Kampf gegen Steuerbetrug zu blockieren.

Semeta kritisierte, dass beide Staaten der EU-Kommission sogar nur das Verhandlungsmandat über den Anwendungsbereich des Zinsbesteuerungsabkommens verweigerten. Konkret geht es darum, dass dieses Mandat für fünf Drittstaaten - Schweiz, Andorra, Liechtenstein, San Marino und Monaco - ausgeweitet werden soll. Wien und Luxemburg fürchten, dass sie dann zum automatischen Informationsaustausch wechseln müssten und damit ihr Bankgeheimnis abgeschafft werde. VP-Finanzministerin Maria Fekter hatte zuletzt eine "Aushebelung unseres Bankgeheimnisses" entschieden abgelehnt.

Smetana: Alle Voraussetzungen erfüllt

Gleichzeitig monierte Semeta konkret das österreichische Bankgeheimnis als "überholt". Es müsse "so rasch wie möglich ersetzt werden". Auf der anderen Seite meinte er, dass ein Wechsel zum automatischen Informationsaustausch nur Ausländer in Österreich betreffe. "Das interne Regime für Österreicher kann die Regierung behalten oder gestalten, wie sie will".

Semeta wiederum erklärte im "WirtschaftsBlatt", dass seiner Ansicht nach alle Voraussetzungen erfüllt seien, damit die EU-Staaten auf automatischen Informationsaustausch übergehen könnte. Die 2003 auch von Österreich akzeptierten Bedingungen für den Wechsel zum automatischen Informationsaustausch seien "in der Praxis erfüllt", nachdem alle Nachbarländer Informationen über die Konteninhaber auf Anfrage austauschen, so Semeta. Österreich und Luxemburg nutzten nun aus, dass die Erfüllung der Bedingungen von den EU-Staaten einstimmig bestätigt werden muss und blockierten Verhandlungen mit der Schweiz und Liechtenstein über den automatischen Informationsaustausch. Dies sei eine Vorab-Verhinderung von Verhandlungen, denn wenn Ergebnisse der Gespräche nicht den Bedürfnissen Österreichs entsprächen, "könnten wir darüber reden, wie wir die Lage verbessern".

 

(APA)

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8 Kommentare
Gast: Böser
04.11.2012 07:43
0 0

Ein Zypriote??

*LOL* Eine Lachplatte!

Das sind doch die Ersatzgriechen, die nächste Woche nach Rettung schreien werden für ihre Banken (gestopft mit russischem Mafiageld).

Und das Ösi-Bankgeheimnis ist längst gefallen

http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2009_I_102/BGBLA_2009_I_102.pdf
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http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2012_III_32/COO_2026_100_2_727294.pdf
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Herrschaften, es ist Zeit: HOFER hat nächste Woche AK 47 im Angebot, 499,00 mit 30er Magazin.

Gast: Martin_S
01.10.2012 21:41
1 0

Blablabla

grunz grunz grunz Will Unser Geld grunz grunz grunz!

Gast: EIjebeobachter
01.10.2012 16:17
2 0

ENTEIGNUNG VORBEREITEN

Die EUdSSR lebt.

Gast: gast45
01.10.2012 15:11
3 0

tuts die leute nicht für dumm halten ...

die steuern werden ja mittlerweile über quellensteuern abgeführt .. also kriegst ja eure steuern ohnehin ...
was euch wirklich stört, ist dass die leute halt ihre zinserträge anoym versteuern können ...
das hat aber nichts mit steuern zu tun, sondern mit der neugier von schnüffelstaaten, die sich erst wohlfühlen, wenn jeder eine kamera und ein mikrophon hinterm ohr montiert hat ..
. sorry .. ihr seid die geisterfahrer nicht wir österreicher ...

es wird zeit, das die neugier des staates wieder zurückgedrängt wird, und die deutschen das bankgeheimnis, dass sie ja auch mal hatten, wieder einführen ....

nebenbei, das behalten des bankgeheimnisses war die voraussetzung zum EU-Beitritt, und es war auch eine voraussetzung, das wir nicht die schulden für andere staaten übernehmen .. und weil man euch wie man ja bei griechenland sieht nicht über den weg trauen kann .. ist ein simples NEIN, die einzig richtige antwort .....

Gast: Hans im Glück
01.10.2012 14:52
2 0

Kriegen die den Hals nie voll???

Warum soll das Geld nicht bereits versteuert sein?

Und wenn es bereits versteuert ist sollte es niemanden angehen wo es ist.

Es geht euch nicht ein, dass nicht alle Menschen ihr gesamtes Geld auf den Kopf hauen.

Obwohl ihr hohe Gehälter habt die ihr nicht versteuern müsst, traut ihr euch mit solchem Eifer für die abschaffung des Bankgeheimnisses einzutreten. Schämt euch!!!

Warum zahlen die ganzen EU-Bürokraten keine Steuern? Warum bekommen sie alles Brutto für Netto?

Gleiches Recht für alle.
Jeder EU-Abgeordneter, jeder EU-Politiker soll sein Einkommen nach seinem Ursprungsland VOLL versteuern.

Antworten Gast: gast45
01.10.2012 15:21
0 0

Re: Kriegen die den Hals nie voll???

... die zahlen keine steuern ? dann sind sie aber wirklich nicht mehr ernst zu nehmen ...die gehören doch ausgelacht, und ihnen das mikrophon am rednerpult einfach abgedreht, wenn sie über steuern reden..

Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
01.10.2012 16:13
1 0

Re: Re: Kriegen die den Hals nie voll???

Das ist bei den UNO-Mitarbeitern auch nicht anders.

Für diese internationalen Organisationen ist das so geregelt... eine feine Sache...

Antworten Antworten Antworten Gast: gast45
01.10.2012 20:14
0 0

Re: Re: Re: Kriegen die den Hals nie voll???

na dann .. her mit der wirklichen reichensteuer .. also molterer, karas, swoboda, und wie diese ganzen eurokraten, unokraten und rettungsschirmkraten alle heisen, her mit 50% eurer gehälter (seids ja sicher alle dreimal überm spitzensteuersatz :-)
ach ja und natürlich auslachen und das mikrophon am rednerpult abdrehen :-)