Martin Weber: "Gold ist reine Spekulationssache"

03.10.2012 | 07:22 |  von Stefanie Kompatscher (DiePresse.com)

Der Börsenpsychologie-Experte erklärt, warum das Risiko von Immobilien und Gold unterschätzt wird - und warum es so schwer ist, den Markt zu schlagen.

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DiePresse.com: Sie leiten die "Behavioral Finance Group" an der Uni Mannheim. Haben Sie auch schon einmal einen Affen, der zufällig Aktien auswählt, gegen Profi-Investoren antreten lassen? Solche Experimente führen ja immer wieder zu erstaunlichen Ergebnissen. 

Martin Weber:
Nein, das war nicht nötig, die Forschung ist hier relativ eindeutig: Wenn man selbst entscheidet, ist man vermutlich etwas schlechter als die Profis. Wenn man die Profis betrachtet, sind sie auch nicht besser als der Markt. Die Frage lautet eigentlich: Kann man den Markt schlagen?

Und - kann man?

Es gibt ein starkes Signal dafür, dass es sehr schwierig ist: Die Banken fahren - zumindest hier in Deutschland - ihren Eigenhandel zurück. Wenn dieser so lukrativ wäre, würden sie das ja nicht tun. Erfolgreich kann man vielleicht bei Nebenwerten sein, mit denen sich nur wenige Leute beschäftigten. Jemand, der das so macht, hat mir einmal erzählt: "Als ich jung war, saß ich nachts auf dem Parkplatz und habe mit den Arbeitern gesprochen". Ein interessanter Zugang. Es ist schon möglich, eine gute Research zu machen. Allerdings darf man die Kosten nicht aus dem Auge verlieren. Und mit größeren Werten beschäftigen sich ohnehin so viele, dass man sich keinen Vorsprung herausarbeiten kann.

Könnte man einen Vorsprung haben, wenn man in Unternehmen investiert, die man kennt - also als Österreicher in österreichische Unternehmen?

Das ist sicherlich für das österreichische Unternehmen gut, aber nicht für den österreichischen Investor. Ein Beispiel dafür, wie schief das laufen kann, ist der Skandal um den US-Energieriesen Enron. Viele ehemalige Angestellte haben ihr Vermögen in den Konzern investiert und dann fast alles verloren. Wie unsere Oma schon sagte: "Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen". Es fällt vielen schwer - da es gegen die Intuition ist. Aber: Breite Streuung, also weltweit in Indizes zu investieren, ist der Königsweg. Je mehr ich darüber lese, desto sicherer werde ich mir.

Warren Buffett sieht das anders. Er hat einmal gesagt: ''Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie über einen Harem mit vierzig Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen''.

Danke für das tolle Beispiel. Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Markt und Buffetts Harem: Am Markt kann ich den Wert von Firmen ablesen, da sich unheimlich viele Leute mit diesen Firmen beschäftigen. Tausende versuchen nichts anderes, als den Markt zu schlagen. Und davon profitiere ich als Investor.

Menschen tendieren dazu, neue Informationen überzubewerten: Wir werden zu hektisch und machen Fehler.



Wie groß sind die Unterschiede im Verhalten von Profis und Laien?

Der Laie reagiert meistens spontaner und damit oft auch schlechter. Er hat höhere Kosten und natürlich weniger Information. Denn wenn ein Profi-Investor anfängt für das Japan-Desk zu handeln, ruft er erst mal seinen Kumpel in Tokio an. Außerdem gibt es im Investmentfonds-Bereich persönliche Gespräche mit den Vorständen. Natürlich erzählen die keine illegalen Insider-Informationen, aber man bekommt doch einen ganz anderen Blick auf die Unternehmensstrategie.

In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" haben Sie gesagt, man sollte sich von schlechten Neuigkeiten am besten distanzieren. Sollten Anleger also künftig die Wirtschaftsnachrichten überlesen?

Es gibt ein mathematisches Theorem, das erklärt, wie wir neue und alte Informationen verarbeiten. Menschen tendieren dazu, neue Informationen überzubewerten: Wir werden zu hektisch und machen Fehler. Man sieht das auch an den Medien - irgendwie ist das Glas immer halbvoll, aber manchmal wird es als halbleer bezeichnet. Ein Beispiel: Jetzt machen wir uns Sorgen über niedrige Zinsen, vor drei Jahren hat jeder gedacht, die Zinsen gehen hoch. Und eigentlich hat sich nichts geändert.

"Hin und Her macht Taschen leer" - ich nehme an, Sie stimmen dieser Börsenweisheit zu?

Ja, vor allem deshalb, weil Gebühren oft unterschätzt werden. Denn wir können den Zinseszins nicht im Kopf ausrechnen. Wir denken: Ein Prozent ist nicht viel. Aber wenn man das über 20 Jahre rechnet, geht es um enorme Beträge.

Hat sich das Verhalten der Anleger eigentlich seit dem Ausbruch der Finanzkrise verändert?

Sollte sich das Verhalten ändern? Nein! Es gibt vom amerikanischen Aktienmarkt Daten aus über 200 Jahren: Er ist im Durchschnitt um sieben Prozent gewachsen - obwohl es viele Krisen gab. Es gibt immer Krisen. Und der nächste Crash kommt bestimmt.
Ob sich das Verhalten geändert hat, untersuchen wir gerade am Institut. In der Krise sind doch einige aus Fonds raus gegangen und haben die Sache selbst in die Hand genommen. Was ist passiert? Sie haben ihr Risiko stark erhöht, weil sie nicht mehr diversifiziert anlegen, sondern nur noch in große deutsche Unternehmen investieren. Das ist einfach keine sinnvolle Strategie.
Wenn ich in die BASF investiere, dann gibt es da Arbeitskräfte, Vorstände und eine Geschäftsidee. Gold ist dagegen reine Spekulationssache, weil es keinen realen Wert hat.


Was halten Sie davon, jetzt verstärkt in die vermeintlich sicheren Anlagen wie Gold und Immobilien zu investieren?

Von Gold halte ich praktisch überhaupt nichts. Punkt. Wenn ich in die BASF investiere, dann gibt es da Arbeitskräfte, Vorstände und eine Geschäftsidee. Gold ist dagegen reine Spekulationssache, weil es keinen realen Wert hat. Wie bereits gesagt haben wir Daten der letzten 200 Jahre - und Gold war keine erfolgreiche Investition. Auch Immobilien sind superriskant. Abgesehen von den Blasen der vergangenen Jahre: Wenn ich eine Eigentumswohnung kaufe und verkaufe, kosten mich alleine Steuern, Maklergebühr usw. an die zehn Prozent. Und dann hat sich noch nicht einmal der Preis geändert. Dann doch lieber BASF, wo ich auch Immobilien und Sachwerte habe - und sogar einen Vorstand, der sich darum kümmert.

Das Risiko von Aktien wird also zu hoch eingeschätzt?

Nein, die Wissenschaft belegt, dass man keine höheren Renditen erzielen kann ohne mehr Risiko. Aber dieses Risiko wird bei Immobilien unterschätzt, weil man sie anfassen kann. Stellen Sie sich einmal vor, man würde ein Papier kaufen und allein durch Gebühren und Steuern zehn Prozent verlieren.

Wie sinnvoll ist es, Geld in deutschen oder österreichischen Staatsanleihen anzulegen?

Man kann nicht alles riskant investieren, daher ist es sicherlich sinnvoll, einen Teil in Staatsanleihen anzulegen. Manche Leute investieren lieber in Unternehmensanleihen. Aber sie sollten bedenken, dass sich der Staat Geld beschaffen kann, indem er die Steuern erhöht - das trifft wiederum die Unternehmen. Durch dieses Macht- und Steuermonopol ist eine Staatsanleihe von der Logik her sicherer als eine Unternehmensanleihe.

Gottfried Heller, der mit dem Börsenguru André Kostolany eng zusammengearbeitet hat, sagte vor kurzem in einem "Handelsblatt"-Interview: "Ich habe etwa 90 Prozent meines Vermögens in Aktien investiert. [...] Denn Aktien sind nur kurzfristig riskant, langfristig aber nicht."

Das wäre schön, wenn das so wäre. Aber wenn Aktien langfristig sicher wären, dann dürften Sie keine höheren Renditenerwartungen haben. Es ist auch ein Fehler mit solchen Argumenten Aktien oder Indizes zu propagieren. Denn so mancher wird dann zu Recht fragen: Wieso gibt es Perioden, in denen ich zehn Jahre lang Geld mit Aktien verloren habe?

Als älterer Professor kann man ruhig die Hälfte in Aktien investieren - aber natürlich immer breit diversifiziert.



Wie viel Prozent seines Geldvermögens sollte man Ihrer Meinung in Aktien investieren?

Das hängt davon ab, wie gut man schläft und ob man bereit ist, auch einmal einen Rückschlag in Kauf zu nehmen.

Wie handhaben Sie das persönlich?

Als älterer Professor kann man ruhig die Hälfte in Aktien investieren - aber natürlich immer breit diversifiziert. Würde ich meine selbstgenutzte Immobilie zum Vermögen zählen, wäre es weniger.

Auf einem Daytrading-Seminar ist mir aufgefallen, dass auf 100 Männer gerade einmal fünf Frauen kommen.

Das ist eigentlich schon ziemlich viel.

Gibt es eine Erklärung für dieses Ungleichgewicht?

Es hat vielleicht psychologische Hintergründe. Viele Studien kommen zum Ergebnis, dass Frauen etwas mehr risikoscheu sind als Männer. Aber Genaueres kann ich Ihnen dazu nicht sagen.

Und was halten Sie von Daytrading?

Daytrading ist ein Hobby. Ich würde empfehlen, stattdessen im Garten zu arbeiten oder Tennisspielen zu gehen. Daytrading nützt nur den Banken: Ihre liebsten Kunden sind immer jene, die die höchsten Gebühren zahlen.

Haben Sie zum Abschluss noch einen Tipp für die Teilnehmer unseres Börsenspiels?

Das Börsenspiel kann man nur gewinnen, wenn man extreme Wetten eingeht - mit der Realität hat das aber wenig zu tun.

Zur Person
Martin Weber (*1952) ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Er hat sich auf auf die verhaltensorientierte Kapitalmarktanalyse spezialisiert und leitet die "Behavioral Finance Group".

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143 Kommentare
 
12 3 4

"Gold war keine erfolgreiche Investition."

es verwundert doch immer wieder, daß sich erwachsene männer ganz zwanglos der lächerlichkeit preis geben.

Re: "Gold war keine erfolgreiche Investition."

100% Zustimmung. Gold hat - langfristig betrachtet - noch nie seinen Wert verloren. In Zeiten wie diesen geht es bei Gold hauptsächlich um den Faktor Wertstabilität. Und kurz- und mittelfristig kann man mit Gold momentan sicherlich noch Gewinne machen.

Re: Re: "Gold war keine erfolgreiche Investition."

Ergänzung:
Im Vergleich dazu hat der Dollar in den letzten Jahren 95% seines Wertes verloren.

Gast: burro
04.10.2012 19:51
0

1 kg Gold 1997 kostetet 11.000.- EURO

2012 1 kg Gold 44.7o0.- EURO ???
Wer 1997 Gold kaufte ,war schlecht beraten ???

der Weber kennt sich aus

Barkauf 20.01.2009 Goldbarren 100g 2132,-€
Barkauf 04.10.2012 Goldbarren 100g 4480,-€

Gast: africano
04.10.2012 19:48
0

Ich bin der Meinung ,lieber in der Wohnung alles zu vergolden ,

als mit den grauslichen Banknoten die Wände zu tapezieren.

Gast: Hubertus
04.10.2014 11:02
3

Eher ein schlichtes Gemüt

Wer in dieser Situation den teilweisen Ankauf von Staatsanleihen empfiehlt, muß etwas an der Waffel haben. Die langfristigen Zinsen auf einem historischen Tief. Das bedeutet ,daß die Schwankungsanfälligkeit der Anleihenpreise enorm ist(technisch: die Duration extrem hoch) und der Gegenwert =Rendite niedrig ist. Noch dazu minus Inflation und KESt.Ein Rezept für ein Desaster.Wenn man sein Geld auf der Bank läßt, verliert man sicher=Zinsen-KESt-Inflation). Dann lieber Gold und Aktien. Selbstverständlich kann man auch hier verlieren. Aber das ist nicht sicher, es kann auch gut gehen. Und wie die Geschichte mit Gold zeigt, ist es durch 5000 Jahre gut gegangen. Außerdem können dann "Experten" wie Trichet, Draghi und Nowotny den Preis nicht manipulieren. Schon George B. Shaw sagte: If you have to choose between the promises of a politician and gold, pick gold.

Gast: Alter Pauker
04.10.2012 10:04
4

Gold ist Spekulation

Im April 2010 zahlte man für 1 Unze Philharmoniker ca. € 860.-
Heute kostet 1 Unze (aktuell) € 1.420!! Und wer 2009 Gold gekauft hat, hat noch einmal mehr "Gewinn" in der Schatulle. Im Grund zeigt aber der Goldpreis nur an, wie sehr der Geldwert sinkt bzw. gesunken ist. Da die Geldmenge weiterhin aufgeblasen werden muss, damit das etablierte System weltweit nicht abstürzt, sind Gold und Silber wahrscheinlich wenigstens im Augenblick die einzigen werterhaltenden Anlageformen. Und zwar physisch, nicht in Papierform! Davor haben aber sowohl Politiker wie "Wirtschaftsweise" die größte Angst, weil ihnen damit die Kontrolle und Verfügung über das Geld aus der Hand genommen wird. Das ist bei jeder "Expertise" der Goldkritiker zu bedenken. Und die, die Gold für wertlos halten, weil man es "nicht essen kann", sollen halt im Ernstfall die Banknoten schlucken.

"...die, die Gold für wertlos halten, weil man es "nicht essen kann",..."

Die kann man wirklich nicht ernst nehmen!

Eine Vorbereitung auf den Ernstfall sollte natürlich nicht alleine aus einem Goldkauf bestehen, soviel ist wohl auch klar.
Aber Gold ist die Grundlage der Vorbereitung.

Gast: 4521äöl
04.10.2012 09:41
2

Wahnsinn

Dieser Typ leitet eine Firma, na Mahlzeit, kein Wunder das die meisten Firmen pleite gehen, mit so einer Meinung und Einstellung.

Gast: Liberty Force
03.10.2012 23:34
5

Natürlich- Gold ist Spekulation:

Falls man vorhat, sein Papiergeld für Gold zu geben, in der Hoffnung, später das Gold gegen mehr Papiergeld einzutauschen, so ist dies Spekulation.

Hat man jedoch begriffen, dass eben dieses Papiergeld keinerlei Wert darstellt und nur von der Schafsdummheit der breiten Masse lebt, und jetzt systematisch durch Vermehrung entwertet wird, erscheint Gold in ganz anderem Licht. Es ist wegen seiner begrenzten Menge immer werthaltig, in Krisenzeiten umso mehr, während das Papiergeld regelmäßig wertlos wird.

Somit ist der Edelmetallkauf keine Spekulation, sondern schlicht ein Misstrauensvotum gegen dieses kaputte staatliche Geldsystem, von dem Leute wie dieser Herr Weber im weitesten Sinne leben.

Antworten Gast: Inflation
04.10.2012 08:07
1

Re: Natürlich- Gold ist Spekulation:

Ihre Äusserung teile ich, nur hatt diese einen kleinenFehler.
Es ist kein staatliche Geld sondern Privates Geld ,das als Gesetzliches Zahlungsmittel vom Staat bestimmt ist.
Es sind ja Banknoten.
Das Privileg des Geldes(Schöpfung) sollte wieder in Staatliche Hände zurück
.J.F Kennedy erkannte das und wollte dieses auch,man hatt ja gesehen was mit ihm geschah.
Privat kommt aus dem Lateinischen Privare ,was übersetzt heißt berauben.

Antworten Antworten Gast: eierkorb
04.10.2012 11:48
1

Re: Re: Natürlich- Gold ist Spekulation:

Ja so hätten es die Herrscher wohl gerne.

Warum ist der amerikanische Präsident so mächtig im weißen Haus?!
Links das Kriegsministerium, rechts das Finanzministerium.
Zu was aber so mühsam Steuer eintreiben! Setzen wir gleich die Notenbank neben dem Finanzministerium und die Macht ist auf ewig gesichert.

Schon immer haben die Herrscher das Volk betrogen, oder betrügen wollen.

Früher waren es die Fürsten die ihre Edelmetallmünzen mit minderwertigem Metall gestreckt, oder Löcher in die Münzen gestanzt haben.

Auf Grund dieser Erfahrungen wollte man eine unabhängige Notenbank, die es heute wieder nirgendwo gibt.
Mit Hilfe auch der Poster hier, die den Bock zum Gärtner machen wollen.

Re: Re: Re: Natürlich- Gold ist Spekulation:

Mit einer gedeckten Währung bräuchte man überhaupt keine Zentralbanken.

Diese gehören abgeschafft, bzw. wenn, dann wäre sie nur ein internationales Kontrollorgan, um die Deckung sicher zu stellen.


Re: Re: Natürlich- Gold ist Spekulation:

Ja, ganz genau. Das haben die Leute von Goldman Sachs in der Hand. Und alle Staaten die da nicht mitmachen sind Schurkenstaaten. Die haben nämlich keine "unabhängige" Nationalbank.

Re: Re: Natürlich- Gold ist Spekulation:

Zu ihrem Privare: Grundsätzlich heißt es befreien, was in einer Sklaven-Ökonomie gleich einer Beraubung ist.

Zu den Banknoten:
Den Staaten wurde die Herrschaft über die Banknoten entzogen, weil ansonsten ein indirektes Zugriffsrecht auf den Besitz der Menschen entsteht.
Und dieses Recht wird immer ausgenutzt werden. Simbabwe hat damit seine Wirtschaft auf Jahre hinaus zerstört: http://de.wikipedia.org/wiki/Simbabwe#Inflation
Venezuela macht es genau so und der Iran auch.

Die Inflation fällt beim Euro noch nicht so auf, - weil die Währung riesig ist,
- die EZB noch nicht voll auf dem Gas steht (die FED ist da schneller und die Wirkungen wie Blasen, Besitzvernichtung, Aufbrauch von Reserven) sind schon sichtbar
- die Produktionsreserven sind noch nicht am Limit.

Wenn weiter gedruckt wird, und die Leistungsreserven der Unternehmen erschöpft sind, dann geht es sehr schnell richtung Hyperinflation.
Und diese Effekte zahlen immer die Ärmeren und der Mittelstand. Die Reichen werden in solchen Situationen immer Reicher.
Und er Staat: Bleibt auf der Strecke, weil nach einer sehr kurzen Erholungsphase, sein Monopol wertlos ist und für den Markt andere Tauschmittel eingesetzt werden.
Die kann man dann nicht mehr besteuern und wenn mans könnte, kann man die Personen nicht Bezahlen die es durchsetzen sollen.

Geldschöpfung dem Staat zu geben wurde oft durchgespielt und hat sich immer gerächt.
Leider kommen wir derzeit wieder in die Phase und leider wird Öl in Dollar abgerechnet.

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
04.10.2012 10:33
0

Re: Re: Re: Natürlich- Gold ist Spekulation:

Sie schreiben das die Produktionseinheiten noch nicht am Limit sind.

Ich sehe da ein geteiltes Bild !

Das gedruckte Geld kommt nur bei ein paar Firmen an und diese sind sehr wohl am Limit.
Bei Luxus- und Beamtenwaren wie Hermes, apple, BMW oder Audi läuft die Produktion auf Hochtouren und sie können fast verlangen was sie wollen.
Bei Massenprodukten wo die Käufer das Geld nicht geschenkt bekommen sondern dafür hart arbeiten müssen und immer weniger bekommen ist das Gegenteil der Fall.
Und ich sehe keinen Grund warum sich dies ändern sollte.
Nur die Politik könnte dies ändern, die will sich aber nicht selbst ins Fleisch schneiden.

Re: Natürlich- Gold ist Spekulation:

Hat man jedoch begriffen, dass eben dieses GOLD keinerlei Wert darstellt und nur von der Schafsdummheit der breiten Masse lebt, und jetzt systematisch durch Vermehrung entwertet wird, erscheint Gold in ganz anderem Licht.

Gold hat keinen praktischen Wert. Es diente früher dazu sein Prestige zu heben und deswegen fahren noch immer die Leute drauf ab.

Wenn sie in Metalle investieren wollen, dann sollten sie in Industriemetalle gehen: Platin, Niob, oder so.

Und wenn sie Sinnvolles, Werthaltiges haben wollen: Kaufen sie sich einen Garten, bauen sie Gemüse an, belegen sie Bildungskurse oder investieren sie in ihre Kinder, oder kaufen sich einfach Lebensmittel die lange halten.

Und wenn sie das nicht wollen dann gehen sie wenigstens in das, was in Bosnien nach dem Krieg praktisch die Währungen waren:
- Alkohol
- Zigaretten
- Schokolade
-Nylonstrumpfhosen

Gold ist derzeit so hoch, weil die FED und die EZB wie verrückt Geld drucken. Sobald das aufhört ist das Spekulationskaptial auch aus dem Goldmarkt draußen und der Kurs geht in einen Sturzflug, der erst vor der nächsten Blase wieder bereinigt werden wird.

Gast: eiersimperl
03.10.2012 21:13
0

Behavioral Finance ist gut, weil es die menschliche Psyche einbezieht

und nirgendwo menschelt es mehr, als an der Börse (die es jetzt leider nur mehr in Form von Computern gibt).
Schon Kostolany besuchte gerne die Pariser Börse, weil er nirgendwo sonst soviele Narren auf einem Fleck sehen konnte.

Der Kleinanlager schneidet deshalb schlechter ab, weil er sein eigenes Wissen maßlos überschätzt.

So ist es richtig wie der Herr Professor sagt. "Diversifikation mit Indexierung". Nicht alle Eier in einen Korb.
Mit einem Index ETF können sie sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen, Branchen, Rohstoffe alle Regionen abdecken (Asien, Amerika, Europa)

Solange die Notenbanken so viel Geld drucken, gehören auch 5-30% Edelmetalle in den Eierkorb.
Fällt man mit dem Korb hin, zerbrechen die Gold-Eier sicher nicht.

Jaja, der Herr...

...derzeit 70% in cash, 30% Gold, plus den Rest in Immobilien, Grund und Landwirtschaft global....

Re: Jaja, der Herr...

0% prozent in Immobilien, Grund und Landwirtschaft global.... ist notiert.
:)

Gast: dogfrog
03.10.2012 19:33
2

Die Historischen Charts seit 1800...

...sprechen entgegen so mancher Meinung auf jeden Fall für Gold! Auch wenn es von 1980 bis 2001 eher abwärts ging - bei dem derzeitigen Kasperltheater wird es aber bestimmt noch einige Jahre aufwärts gehen. Und selbst dann wird der Preis nicht von einem Tag auf den anderen auf Hausnummer 10% herunterpurzeln...

http://www.unciatrends.com/goldpreis-entwicklung-chart-jahrliche-historische-kurse/

Hallo Hr. Weber...

sie haben anscheinend nicht verstanden, dass Gold immer Geld war und ist - Paiergeld ist streng genommen ein Derivat von Gold, aber macht ja nix...

Re: Hallo Hr. Weber...

gold ist vom materialwert her praktisch wertlos.es geht hier nur um eine übereinkunft,und die können sie mit papiergeld genauso treffen.

Re: Re: Hallo Hr. Weber...

Diese Übereinkunft bei Gold hält schon seit ein paar tausend Jahren. Bei Währungen immer ein paar Jahrzehnte lang.

Immer wenn Artikel erscheinen, dass Gold so risikoreich wäre, steigt ein paar Tage später der Goldpreis.

Re: Re: Hallo Hr. Weber...

Gold halte ich für die wesentlichste Anlageform in einem Depot vor allem auch nach Krisenzeiten zum Neuanfang. Es kann kaum wertlos sein, wenn es einen Wert hat seitdem es dieses Metall gibt. Eine Papierwährung kann so eine Bilanz nicht vorweisen. Alleine die Tatsache, dass Gold in allen Kulturen als wertvoll angesehen wurde spricht ebenfalls dagegen. Wichtig ist den Grundsatz der Piraten zu beherzigen: Sie versteckten physisches !! Gold für später auf einsamen Inseln. Physisches Gold und für später weil sie wußten dass es eben immer einen Wert haben wird und auf der einsamen Insel weil sie wußten, dass die Banker und Politiker größere Verbrecher sind als sie selbst...

 
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