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Inflationsangst treibt Goldpreis

09.10.2012 | 18:17 |   (Die Presse)

Die Notenbanken drucken immer mehr Papiergeld, der Goldpreis steigt. Steht das „gute Geld“ gar vor einer „völligen Neubewertung“?

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Wien/Jil/Ag. Generelle Unsicherheit und Angst vor Inflation lassen Anleger weiter zu Gold greifen. Der Preis notierte am Dienstag rund um 1370 Euro pro Unze – nachdem er am 1. Oktober einen historischen Höchststand von 1386 Euro erreicht hatte. In Dollar notiert Gold derzeit bei rund 1775 – rund 5,8 Prozent unterhalb des Höchststandes von 1902 Dollar pro Unze, der im vergangenen Jahr erreicht worden ist.

Ein Hauptgrund für den seit 2001 anhaltenden Bullenmarkt beim Gold ist die Politik der Zentralbanken: Sie haben ihre Goldverkäufe eingestellt und bekämpfen die Krise seit 2008 mit extrem niedrigen Zinsen und Gelddruckprogrammen wie dem „Quantitative Easing“ der US-Fed. Die US-Notenbank könnte schon bald gezwungen sein, die Notenpresse noch schneller rotieren zu lassen, um ein Abgleiten der US-Wirtschaft in die Rezession zu verhindern, warnt etwa Paul Morilla-Giner, der die Investitionen des 3,2 Milliarden Dollar schweren Vermögensverwalters London & Capital verantwortet.

Er geht deshalb von einem weiteren Anstieg des Goldpreises aus: „In den kommenden sechs Monaten wird der Goldpreis sicher mit der Marke von 1900 oder 1950 Dollar flirten.“ Die Hamburger Vermögensberater von Mack & Weise erwarten ultimativ sogar eine „völlige Neubewertung“ von Gold, weil sie davon ausgehen, dass das Metall im Zuge der Krise vom Markt als „gutes Geld“ und logische Alternative zu inflationierten Papierwährungen, wie dem Dollar, erkannt und nachgefragt wird.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.10.2012)

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