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Deutscher Banker: "Bankrotte Institute nicht erhalten"

13.10.2012 | 09:06 |   (DiePresse.com)

Die Geldmarktflutung durch die EZB macht dem Verband deutscher Banken Sorgen. Die Aufräumarbeiten im Finanzsektor müssen umgehend gestartet werden.

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Die deutschen Privatbanken fordern radikale Aufräumarbeiten im europäischen Finanzsektor. Nur wenn die Sanierung der Geldhäuser vorangetrieben werde, könne die Schuldenkrise gelöst werden, sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Andreas Schmitz, am Samstag laut Redetext auf der Herbsttagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds in Tokio. Kreditinstitute ohne tragfähiges Geschäftsmodell müssten abgewickelt werden, "damit in Europa keine Zombie-Banken entstehen".

Mit Blick auf die Milliardenhilfen für Spaniens Banken fügte Schmitz an: "Es darf nicht geschehen, dass eigentlich bankrotte Institute durch staatliche Alimentierung weiter künstlich am Leben gehalten werden." Die Mittel müssten sorgsam eingesetzt werden.

Funktionierender Geldmarkt gefordert

Auch die Geldmarktflutung durch die Europäische Zentralbank (EZB) macht dem BdB Sorgen. "Sie birgt die Gefahr, dass viele Institute diese Form der Liquiditätsausstattung für den Normalzustand halten", sagte Schmitz. Das dürfe aber nicht sein. "Wir brauchen bald wieder einen funktionierenden Geldmarkt. Und wir brauchen einen funktionierenden Wettbewerb zwischen den Instituten."

Auf den Hilfsvorschlag von EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen für Griechenland,  nach dem er sich vorstelle könne, dass die Regierung in Athen Geld zur Verfügung gestellt bekomme und damit eigene Staatsanleihen auf den Märkten zurückkaufe, hat sich der Verband der Privatbankenzurückhaltend geäußert. "Die Frage ist, wenn ein solches Rückkaufprogramm käme, wie schnell dann möglicherweise diejenigen, die verkaufen könnten oder wollten, dafür höhere Preise verlangen", sagte Schmitz am Rande der IWF-Jahrestagung.

Käme es zu einer solchen Preisbewegung, wäre der Effekt des Modells relativ gering. Das Kernproblem bleibe, dass selbst dann, wenn man Griechenland völlig entschulden würde, das Land am Ende des Jahres bereits wieder Schulden auf dem Konto hätte.

 

(APA/Reuters)

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12 Kommentare
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Ex-Deutscher-Banker Ludwig Poullain (SPD)


Ludwig Poullain

Zeit für einen Schlussstrich bei der Eurorettung

http://www.cicero.de/kapital/zeit-fuer-einen-schlussstrich-bei-der-eurorettung/52063

Gast: FH
14.10.2012 00:21
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auch so sehen

Hatte ca. das selbe vor über 3 Jahren gesagt. Das Problem ist, dass sich diverse Vearantwortliche drüberschwindeln wollen durch bloßes Gelddrucken.
Dabei kommt aber vor allem der Kleine Mannund der Mittelstand zu kurz,

Ja ehhh .... recht hat er, nach der Hypo Alpe Adria könnte man noch mehrere Unternehmen mit einer verschleierten Bilanz verkaufen ..

..

Gast: EFF EFF
13.10.2012 17:30
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0/1 Denkschema

Mit der Verschuldung hat Herr Schmitz Recht genauso wie mit dem möglichen Anziehen der Preise für griechische Schuldscheine bei einem Rückkaufprogramm. Dass er sein Geld nicht wert ist, belegt der simple Fakt, dass bei höheren Preisen für griechische Staatsanleihen die Zinsen für Neuemissionen fallen. Im Ganzen hat der Bankenverband nichts gemeldet und steht Aktivitäten skeptisch und verängstigt gegenüber.

Nochmals und immer wieder: Wir brauchen keine phantasierenden Dumm- und Spielköpfe zur Krisenbewältigung sondern solide Unternehmer, die auch mal zugreifen können.

5 0

Hoffnung

Na endlich kommt vielleicht etwas in Bewegung. Basta. Die Großbanken streifen die Zinsen ein und der Steuerzahler berappt die Verluste !

Gast: zombies
13.10.2012 12:52
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Lehrstunde über Zombie Banken in Japan

Weil sie gerade in Japan sind, bitte lernt von den Japanern. Die haben doch schon 20 Jahre Deflation hinter sich und noch immer ist nicht alle Luft aus der Blase.

japanische Lehrstunde:
Solange nicht alle faulen Kredite und toxischen Papiere aus den Bankbilanzen verschwunden und ausgebucht sind, wird sich die Wirtschaft nie erfangen.

Da hilft kein Geld drucken, keine unzähligen staatlichen Konjunkturprogramme, keine Nullzinspolitik, keine Staatsverschuldung wie in Japan von 40% auf 230% treiben.

Den japanischen Weg kann sich Europa schon gar nicht leisten, denn Japan ging vor 20 Jahren als größte Gläubigernation der Welt in die Krise.
Wir hingegen heute als eine der größten Schuldnernationen.

Man hat 5 Jahre versäumt die Bankenwelt zu bereinigen. Zombiebanken müssen verschwinden, bevor sie die Gesunden anstecken.


ach so? wieso auf einmal?


Antworten Gast: uburoi
13.10.2012 13:38
1 0

Re: ach so? wieso auf einmal?

weil der käse seit etwa 1400 müffelt, und jetzt die pluralität draufkommt, es müffelt.

EZB

Sind doch Goldman und Sachs "Agenten" an Werke--so wie unser Herr Fayman und Co!!

Hr. Schmitz

spricht hier das von den EURO-Politikern geschaffene Problem der Aufhebung marktwirtschaftlicher Regeln an, nämlich zu hohe Schulden führen zu Insovenzen, bei Kreditnehmern und Gebern.

Gleichzeitig jammert diese Politik über nicht (mehr) funktionierende Marktwirtschaft in diesem Bereich. Wobei sie ihr Brechen dieser Regeln wieder mit anderen, neuen Regeln kompensieren möchte. Ein Weg, welcher um viel verlorenes Geld nur etwas Zeit kauft, welche bis dato jedoch nicht genutzt wurde.

So gibt es z.B. noch immer keine Regeln für Staatsinsolvenzen innerhalb des Währungsverbundes, und die Vorstände der "Zombie-Banken" (LOL für diese Wortwahl) können, entgegen Insolvenz in einer normalen Welt, Geschäftserfolge und Prämien verbuchen, welche über die diversen Rettungsschirme finanziert werden.

Gast: r-tiroch@t-online.de
13.10.2012 09:21
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Vertrauensverlust

Wettbewerb unter den Instituten wo keiner dem anderen Traut? aber der Bürger soll es?

Antworten Gast: Halbwissen
13.10.2012 11:26
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Re: Vertrauensverlust

Der Bürger tut es !