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Intel und IBM schwächeln

17.10.2012 | 17:08 |   (Die Presse)

Die beiden US-amerikanischen IT-Riesen Intel und IBM leiden unter dem schwachen PC-Markt und müssen Einbußen beim Umsatz einstecken. Smartphones und Tablets machen ihnen zu schaffen.

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Wien/ag./Red. Die beiden US-amerikanischen Computerriesen Intel und IBM haben mit einem schwachen PC-Markt zu kämpfen. Intel muss deutliche Einbußen bei Umsatz und Gewinn einstecken. Die Erlöse sind im dritten Quartal im Jahresvergleich um 5,4 Prozent auf 13,46 Mrd. Dollar (rund 10,3 Mrd. Euro) gefallen. Der Gewinn ist im dritten Quartal um 14,3 Prozent auf knapp drei Mrd. Dollar geschrumpft.

Dem Chiphersteller macht, wie dem deutlich kleineren Konkurrenten AMD, eine Flaute auf dem PC-Markt zu schaffen. Der Absatz von Notebooks und Desktop-Computern ist im vergangenen Quartal um mehr als acht Prozent zurückgegangen. Das boomende Geschäft mit Smartphones und Tablets gräbt den klassischen PC-Herstellern das Wasser ab. In den bisher auf dem Markt befindlichen Tablets befinden sich selten Intel-Chips. Diesem Trend versucht der US-Riese mit extraleichten „Ultrabooks“ entgegenzusteuern – bisher allerdings mit mäßigem Erfolg.

Ende Oktober startet aber das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8, das der Branche wieder Auftrieb geben könnte. Dann sollen auch mehr Tablets mit Intel-Chips auf den Markt kommen. Außerdem plant Intel, seine Prozessoren auch für Smartphone-Hersteller attraktiver zu machen. Die Prognose für das laufende vierte Quartal fällt trotzdem verhalten aus. Intel rechnet mit 13,6 Mrd. Dollar Umsatz. Die Intel-Aktie gab Dienstagnacht im außerbörslichen Handel mehr als drei Prozent nach und erholte sich am Mittwoch nur schleppend.

IBM hilft sich mit Einsparungen

Der IBM-Aktie erging es ganz ähnlich. Der PC-Riese musste im dritten Quartal in der Hardware-Sparte einen Umsatzrückgang von 13 Prozent verkraften. Der Gesamtumsatz fiel „nur“ um fünf Prozent auf 24,7 Mrd. Dollar (fast 19 Mrd. Euro). IBM bekommt die sinkende Nachfrage nach leistungsstarken Firmenrechnern zu spüren. Auch andere Hersteller haben mit einer schwachen Nachfrage nach Computern zu kämpfen – darunter der direkte IBM-Konkurrent Oracle mit seinen Servern.

IBM konnte aber dank laufender Kosteneinsparungen seinen Nettogewinn nahezu stabil halten: bei rund 3,8 Mrd. Dollar – trotz zusätzlicher Probleme wegen des starken Dollars. Die negativen Währungseffekte summieren sich auf fast eine Mrd. Dollar, teilte der Konzern mit. Und weiteres Ungemach für das klassische PC-Geschäft scheint bereits im Anmarsch: Gerüchten zufolge könnte Apple bald ein kleineres iPad vorstellen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.10.2012)

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