Wien/Reuters/red. Der von der geplatzten Immobilienblase in Mitleidenschaft gezogene US-Häusermarkt scheint sich zu beleben. Im September legte die Zahl der Baubeginne von Wohnungen um 15 Prozent zu. Wie das Handelsministerium in Washington mitteilte, handelte es sich dabei um den höchsten Anstieg seit dem Sommer 2008.
„Der US-Wohnungsbau hat mit dieser Entwicklung nicht nur die Talsohle durchschritten, sondern befindet sich in einem klaren und kräftigen Aufwärtstrend“, sagt Postbank-Volkswirt Heinrich Bayer. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg um 11,6 Prozent ebenfalls auf den höchsten Wert seit vier Jahren.
Trotz des Aufwinds befindet sich der US-Wohnungsbau im längerfristigen Vergleich noch immer auf einem sehr niedrigen Niveau, wie Bayer sagt. „Die Baubeginne liegen gerade einmal bei 63 Prozent ihres Durchschnittswerts der vergangenen 20 Jahre. „Von Boom also keine Spur“, sagt Bayer.
Der amerikanische Häusermarkt leidet seit Langem unter den Folgen der geplatzten Blase auf dem Immobilienmarkt. Viele US-Bürger konnten ihre Hypotheken nicht mehr bedienen, Häuser wurden allerorts zwangsversteigert.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.10.2012)

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