Die Pläne für die Zukunft des traditionsreichen Hotel Panhans auf dem Semmering konkretisieren sich. Nach der Annahme des Sanierungsplans bei der Prüftagsatzung am Donnerstag sind Details zum potenziellen Käufer bekannt geworden. Anwalt Bernhard Wagner bestätigte, dass es sich um das niederösterreichische Unternehmen IBS handelt. Dessen Chef Thomas Schellenbacher wolle als Mehrheitseigentümer mit einer kompetenten Mannschaft den Hotelbetrieb weiterführen.
Bei der IBS handle sich um ein niederösterreichisches Unternehmen hinter dem - zur Absicherung - ein internationales Konsortium steht, so Wagner. Daran hält der Ukrainer Igor Palytsia 25 Prozent. Der 39-Jährige war vier Jahre lang bis November 2007 Vorstandsvorsitzender der ukrainischen Öl- und Gasgesellschaft "Ukrnafta" und besitzt laut Forbes 2011 fünf Prozent an dem Unternehmen. Heute ist er Abgeordneter im Parlament für das Wahlbündnis "Nascha Ukraina" (Unsere Ukraine). Er gehört politisch dem "orangefarbenen" Lager an. Die Beteiligten in Österreich wollten keine Details zum Bieter nennen, außer dass es sich um die IBS Umwelt- und Verkehrstechnik GmbH handle.
Sanierungsplan einstimmig angenommen
Nach der Eröffnung des Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung über das Vermögen des traditionsreichen Hotels am 7. August am Landesgericht Wiener Neustadt ist am Donnerstag bei der Prüftagsatzung der Sanierungsplan einstimmig angenommen worden. Die Erlagsfrist ist bis 15. Jänner 2013 angesetzt, sagte Masseverwalter Gernot Hain.
Eine österreichische GmbH, "hinter der Geldgeber stehen", wird laut Hain voraussichtlich die Geschäftsanteile übernehmen. Fest stünde dies aber erst, wenn das Geld auf dem Tisch liege. Man habe daher auch eine längere Erlagsfrist eingeräumt. Medienberichte, dass das Traditionshaus an "Geldgeber aus dem Osten" gehe, konnte Hain nicht bestätigen. Wer dahinter stehe, wisse er nicht, das Geschäft sei aber "absolut seriös".
Anwalt Wagner bestätigte, die Grundvoraussetzung für Schellenbacher sei gewesen, alle Gläubiger zu befriedigen. Dieser Plan wurde auch angenommen, die Formalitäten müssen noch geklärt werden. Man werde für die Region Semmering arbeiten, hieß es vonseiten des Investors weiter.
(APA)

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