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Geldanlage: Noch mehr Geld landet auf Sparbüchern

29.10.2012 | 17:05 |   (Die Presse)

Trotz der mickrigen Zinsen flossen im ersten Halbjahr zwei von drei Euro, die die Österreicher investierten, auf Sparbücher. Aktien blieben dagegen links liegen. Bei der Geldanlage zählt nach wie vor Sicherheit.

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Wien/Weber. Bei der Geldanlage zählt nach wie vor vor allem ein Kriterium: Sicherheit. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Österreicher im ersten Halbjahr 2012 wieder 3,9 Mrd. Euro auf ihre Bankkonten scheffelten. Das waren etwa zwei Drittel jener 6,3 Mrd. Euro, die Österreicher in diesem Zeitraum insgesamt in Finanzprodukte investierten.

3,2 Mrd. Euro entfielen dabei auf täglich fällige Einlagen, wie aus einer Analyse der Nationalbank (OeNB) hervorgeht. Die Zinsen lagen dort zum Stichtag Ende Juni bei durchschnittlich 0,64 Prozent. Selbst vor Abzug der Kapitalertragssteuer (25 Prozent) ist das nicht einmal annähernd genug, um die Inflation auszugleichen. Rund 160 Mio. Euro wurden in Bausparverträge investiert.

Aktien & Co. wurden wertvoller

An Aktien wagten sich die heimischen Anleger nicht heran. In sie wurde kaum Geld investiert, obwohl sich das dort veranlagte Vermögen wegen der steigenden Kurse um rund 200 Mio. Euro vergrößerte. Zur Beimischung greifen die Anleger schon seit einiger Zeit lieber zu Unternehmensanleihen. Seit 2009 wurden ein Sechstel aller im Inland aufgelegten Anleihen (nach Volumen) an private Investoren verkauft. Netto, also nach Abzug aller Verkäufe und Tilgungen, investierten die Österreicher in diesem Zeitraum 2,2 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2012 waren es 240 Mio. Euro.



Unterm Strich schafften es die Österreicher trotz der Eurokrise, ihr Finanzvermögen um zwei Prozent auf 475 Mrd. Euro zu steigern. 45 Prozent davon entfallen mittlerweile auf Spareinlagen, 20 Prozent auf Wertpapiere – also Anleihen, Aktien und Zertifikate. Das Wertpapierportfolio der Österreicher war Ende Juni dank des guten Börsenumfelds 1,3 Mrd. Euro mehr wert als zu Jahresbeginn.  Auf Lebensversicherungen entfielen 15 Prozent des Finanzvermögens.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.10.2012)

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10 Kommentare
Gast: uburoi
29.10.2012 16:42
1 0

dumm, daß trotz bildung dummheit bleibt?

naja, so ist es halt.

Es könnte jeder sein Geld auch Zuhause horten ...

... jedoch würde die Einbruchsrate in Österreich ins unermessliche steigen weil die Polizei lieber auf der Strasse herum steht, von dem her sind die Banken die kleineren Banditen ... gg

Gast: Bello
29.10.2012 15:59
1 0

Das könnt ihr euch wirklich sparen, so eine Aussage!

Ich weiß nicht von wo diese Resultate herstammen, aber die, die ich kenne lassen sicherlich kein Geld mehr auf der Bank. Lieber kaufen die sich etwas oder lassen ihr Geld zuhause.
So eine Propaganda wegen dem Weltspartag könnt ihr euch wirklich sparen. Nur ein dummer Mensch tragt das Geld auf die Bank!

Gast: Halbwissen
29.10.2012 15:49
0 0

Das mit den negativen Realzinsen nennt sich Zinseszins !

Aber die Zinseszinsverschwörungstheoretiker können das Zinseszinssystem ja in Griechenland ausprobieren.

Gast: ogel
29.10.2012 15:39
1 0

Apropos Weltspartag-nix geht mehr

Seit heute Montag sollte das OnelineBanking bei der Bank Austria -nach der Umstellung auf ein neues System- wieder funktioniern.....
Ha, ha,ha, gar nix geht mehr....

Gast: Halbwissen
29.10.2012 15:38
3 0

Kapitalertragsteuer und negativ verzinst gibt es nicht !

Es gibt nur einen Diebstahl unter dem Deckmantel Kapitalertragssteuer !

Wenn es eine Kapitalertragssteuer wäre, so müßten der tatsächliche Kapitalertrag erfasst werden. Also nach Abzug der wirklichen Inflation.

Gast: Hans im Glück
29.10.2012 15:33
0 0

Nur von dem kann man Reich werden was man nicht ausgibt.

Das Sparbuch ist ein totes Pferd.

Da hilft nur eins.

Auf ein anders Pferd steigen.

Sparen ist immer sinnvoll. Man muss nur wissen wie.

Das Sparbuch ist bei den heutigen Zinsen keine Alternative.

Weltspartag: Sparen kannst Du Dir schenken

Wie sagte J. Urschitz in der Presse:

"Rechtzeitig zum bevorstehenden Weltkapitalvernichtungstag (früher: Weltspartag) sind in Österreich jetzt Girokonten mit 0,00 Prozent und Sparbücher mit weniger als 0,1 Prozent Verzinsung aufgetaucht.

Die Message ist wohl eindeutig: Sparen ist etwas für „Loser“. Und: Wer blöd genug ist, sich etwas
zurückzulegen, der hat es redlich verdient, dass ihm sein Geld per saftiger negativer Realverzinsung scheibchenweise vom Konto gezockt wird."

Und wenn gar nix mehr geht?


So, wie bereits seit Tagen das E-banking der Bank Austria?

Langsam bin ich für den Sparstrumpf...

Gast: Kasimir
29.10.2012 13:43
1 0

Immer der gleiche Käse

Alle, die über "bessere Verzinsung" schreiben, genau so wie alle, die über bessere Rendite von Eigentum gegenüber Miete schreiben, sind weltfremd, weil sie die Finanzlebenswelt der Menschen in der Masse nicht mehr kennen: Für "Otto-Normalverbraucher" und viele Angehörige auch der Mittelschicht ist die Liquidität - monatlich - der einzige bestimmende Faktor für Investitions- und Anlageverhalten. So sieht die Realität aus - eine Nachricht an Herr und Frau Wirtschaftsexperten.