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Erste macht über eine halbe Milliarde Euro Gewinn

30.10.2012 | 10:52 |   (DiePresse.com)

Das vorjährige Milliardenverlustquartal ist verdaut. Das Betriebsergebnis 2012 wird "leicht unter Vorjahr" erwartet, Erste-Chef Treichl plant eine Dividende.

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Die börsenotierte Erste Group hat nach den ersten neun Monaten 2012 netto 597,3 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen. Im Jahr davor hatte die Bank zu dieser Zeit mit einer fast einer Milliarde Verlust geschockt, weil teure Abschreibungen und Abwertungen auf Osttöchter und Wertpapiere angefallen waren. Diese negativen Einmaleffekte fielen heuer nicht mehr an.

Das Betriebsergebnis der Gruppe war bis September 2012 mit 2,618 Milliarden Euro "nahezu stabil" (Vorjahr: 2,632 Milliarden Euro). Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die Bank nun ein Betriebsergebnis, das "voraussichtlich nur leicht unter jenem des Vorjahres bleiben wird", wie es in einer Mitteilung Dienstagfrüh hieß.

Staatsgeld bleibt vorerst im Haus

In der Erste stecken 1,2 Milliarden Euro an Staatsgeld. Eine vorzeitige Rückzahlung wird es wohl nicht geben, sagte Erste-Chef Andreas Treichl in einer Telefonkonferenz. Außerdem hat er definitiv angekündigt, dass er für 2012 die Ausschüttung einer Dividende beantragen will. Das Vorjahr blieb dividendenlos - laut Treichl eine einmalige Angelegenheit. Ein Argument gegen eine Dividenden-Ausschüttung wären Fragen der Kapitalstärkung beziehungsweise Überlegungen, das Staatskapital früher zu tilgen. Letzteres soll laut Treichl aus heutiger Sicht jedenfalls nicht passieren.

Er sprach davon, das staatliche Partizipationskapital zwei bis drei weiteren Jahre zu behalten. Die Erste zahlt bisher dafür 8 Prozent Zinsen pro Jahr, ansteigend nach 2014. Sollte die Regierung hier ihre Konditionen ändern, wofür er aber keine Anzeichen sieht, würde er hingegen umgehend tilgen.

Rumänien-Tochter ab 2013 im Plus?

Die Kreditrisikokosten werden für 2012 weiterhin bei rund zwei Milliarden Euro erwartet. Die Vorsorgen und Kredit-Wertberichtigungen in der Rumänientochter BCR werden heuer ihren Höchststand erreichen. Trotzdem soll die BCR 2013 in die schwarzen Zahlen zurückkehren, hieß es heute. In den ersten neun Monaten schrieb die Rumänien-Bank heuer 206 Millionen Euro Verlust. In Ungarn gab es 64 Millionen Euro Verlust, in der Ukraine waren es 25,4 Millionen Euro. Sonst gab es überall Gewinne bei den Töchtern.

Im dritten Quartal lag der Nettogewinn der Ersten heuer bei 143,7 Millionen Euro, nach 107,1 Millionen Euro im zweiten Quartal. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2011 hatte es 1,5 Milliarden Euro Verlust gegeben. Heuer halfen beim Ergebnis bis zum Sommer auch Sondergewinne aus Anleiherückkäufen.

(APA)

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42 Kommentare
 
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schon einmal frisiert (cooked books) immer frisiert!


Gast: m1315
31.10.2012 05:19
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Schulden

Schulden beim Staat und Dividende bezahlen. Das gibt's nur in AUT!

Re: Schulden

Es gibt immer 2 Seiten der Medaille. Dazu muss aber auch mal gesagt werdem, dass die meisten Banken und Versicherungen den Staatshaushalt durch den Kauf der Staatsanleihen finanzieren und somit die Republik bei der Ersten oder Raiffeisen (die ja auch staatshilfe hat) sicherlich höhere Schulden als die 1,2 oder 1,5 mrd hat. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren.

Re: Re: Schulden

dafür springt aber der ESM ein, Ländern Anleihen zu refinanzieren, damit die Banken nicht umfallen; die Zeche zahlt letztendlich der Steuerzahler; die Banken haben wegen ihres Monopols einfach vergessen was ihr Auftrag ist und ein paar schwindlige Finanzmathematiker haben ihnen was vorgegaukelt was sehr klug klingt und eh niemand verstehen sollte wie sich im Nachhinein herausstellte; offen gestanden eine selbstherrliche Sippe von der man lieber nicht anhängig sein sollte. Das System hat noch viele Leichen im Keller, obwohl ich tw. Kandidat Treichl honorige Absichten im Sinne der Wirtschaft unterstellen wollte bis er eines Tages den Mittelstand als Problem ausmachte!

Antworten Gast: Gast Omega
31.10.2012 10:27
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Re: Schulden

Also 8% ist ein ganz schöner Zinssatz für Österreich. Ich selbst habe seit 2 Jahren einen Privatkredit bei der Ersten und zahle so ca. 4% p.a.
Also die Erste zahlt demgemäß um 4% p.a. mehr an Zinsen als ich selbst bei ihr zahle.
Meines Wissens hat doch auch die Erste im Vorjahr die 8% Zinsen gezahlt. Also was soll ihre Beschwerde!
Die eigentlichen Problembanken sind doch in Wahrheit die Kommunalkredit-Bank mit ihren Spekulationsgeschäften und die Hypo Alpe Adria mit ihrem unglaublichen Risikokosten von ein paar Milliarden! Der vermeintlich biedere Gemeindefinancier Kommunalkredit hat sich mit aufklärungswürdigen Geschäften im Ausland total überhoben. Die Bank wurde zwangsverstaatlicht, Generaldirektor Reinhard Platzer gefeuert. Dessen frühere Vorstandskollegin, SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied, schwieg dazu. Bleiben`s doch bei der Wahrheit und schimpfen sie nicht auf diejenigen, die ihren Verpflichtungen bisher anstandslos nachgekommen sind.

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Re: Schulden

Naja, die Erste Bank zahlt für diesen Staatskredit immerhin 8% Zinsen. Das ist wirklich ein gutes Geschäft für den Staat.

Die Schweinerei ist ja vielmehr, dass die Banken wenn sie einen Jahresverlust deklarieren gar nichts zahlen müssen, auch nicht nachträglich wenn sie wieder Gewinne einfahren. Für diese Banken ist das Geld wirklich ein zinsloses Darlehen.

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Re: Schulden

Genau meine Meinung. Kommt davon wenn man Banken "rettet" ohne dafür Bedingungen zu stellen!!

Stützung des Staates ist in der Dividende

berücksichtigt?

Oder ist das ein Nullposten, der als "Zuwendung" vebucht ist?

Eigenartig

Bankbilanzen "Als würden sich Kinder Schulnoten geben"

Heimische Bankbilanzen sind ebenso mit viel Vorsicht zu betrachten wie die von der EBA geforderte Eigenkapitalquote von 9%. Schließlich bilanzieren Banken selber und ihr Deckungsstock besteht größtenteils aus hauseigenen befangenen Immobilienbewertungen, wobei die Rangordnung im GB nicht immer berücksichtigt wird und gegenwärtige günstige Kredite einer auch in unserem Land nicht mehr auszuschließenden Immobilienblase entgegenwirken!

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Drecksverein

Habe dort mein Konto aufgelöst weil die Bank ein Wahnsinn ist.

z.B.:
Man muss pro Abhebung am Schalter Gebühren zahlen, auch wenn man eh am Bankomaten abheben will, der aber wieder kaputt ist.
Es gehen Erlagscheine verloren die man in die Box haut.
Beim Online-Banking wurde oft vergessen eine TAC-SMS zustellen.
Bei Überweisungen auf Konten in nicht EU Länder z.B. Schweiz und Kroatien wurde man schief angeschaut und wie ein Steuerflüchtling behandelt.

Aber die größte Frechheit war als ich auf einmal für eine Sparkasse Versicherung jedes Quartal 67€ zahlen sollte obwohl ich nie was in dieser Richtung abgeschlossen hab. Und als ich mich
beschwerte hieß es nur, ist doch toll da haben sie eine Reiseversicherung dabei. Das wäre nach meiner privat Versicherung, Öamtc, Visa und Amex die fünfte gewesen. Und man hat mir verweigert den abgezogenen Betrag wieder auszuzahlen.

Konto gekündigt, Ersparnisse in Gold ins Ausland gelegt und mit meinem Notar ein UBS Konto eröffnet.

Gast: Karl Marks
30.10.2012 20:35
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Feine Gesellschaft

Wie ich vernommen habe, will die ERSTE eine Anleihe begeben !!!
Eine NACHRANGIGE Anleihe !!!!!

Was das heißt weiß wohl Jeder.

So weit ist man schon, aber der Treichl wird wieder seine Millionen kassieren.

..... und mit seiner Frau TANZEN ......... beim Opernball !

Danke

Antworten Gast: Das Ekel Alfred
30.10.2012 21:54
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Re: Feine Gesellschaft


Was ist eigentlich aus den Erhebungen der Staatsanwaltschaft gegen Treichl vor einem Jahr geworden?



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Merkt euch

Die Bank gewinnt immer!

(c) eure Finanzmafia

Gast: I glaub´s net
30.10.2012 13:44
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Banken-"Gewinne" sind mit Vorsicht zu genießen


alles nur eine Frage der Bewertung.

Wo kämen denn in einer Zeit der niederen Zinsen solche Gewinnmargen her?

Es werden kaum Kredite vergeben und die Fixkosten (Personalkosten) sind immens. Vermutlich werden sie sogar aus der erwähnten Bilanz ausgeblendet.

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Re: Banken-"Gewinne" sind mit Vorsicht zu genießen

Wenn eine Bank gerne 8% Zinsen für aufgenommene Gelder zahlt, dann schaut das nicht gut aus, würde ich sagen. Egal wie großartig die Zahlen ausschauen. Das ist ja mehr als die meisten ihrer Kunden für Aushaftungen zahlen.

Gast: spartacus
30.10.2012 12:26
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Die staatlichen Hilfen werden nicht zurückgezahlt

aber Boni für diese Schwachmatiker werden dessen ungeachtet ausbezahlt.
Verstaatlicht die Banken - damit das Zocken auf Steuerzahlerkosten ein Ende hat!

Antworten Gast: aktenzeichen xyz
30.10.2012 13:11
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Re: Die staatlichen Hilfen werden nicht zurückgezahlt

und sie glauben der staat/oeffentliche hand wirtschaftet besser? wer hat den mit den wohnbaugeldern in noe spekuliert, mit derivaten in salzburg? welche banken brauchten am meisten geld? die land/staatsnahen wie hypo alpe adria, komunalkredit....

der finanzmarkt gehoert reguliert, das einzige was hilft und das sollte der staat machen und nicht unternehmer spielen....

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
30.10.2012 14:10
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Re: Re: Die staatlichen Hilfen werden nicht zurückgezahlt

Gar nichts gehört reguliert !
Wer kontrolliert die Kontrolleure ?

Staat und Banken sollen pleite gehen wenn sie nicht wirtschaften können.

Das einzige was gegen wilde Spekulation hilft ist der Verlust ( Kostolany ) !
Und da hat er recht.

Wir bezahlen für die Boni dieser Gangster


Gast: ideafix
30.10.2012 10:38
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Gewinne

Gewinne auf Kosten der Sparer/Kunden machen indem man für die Spareinlagen keine Zinsen mehr bekommt, überzogene Bankgebühren/spesen und den anderen Teil bezahlt der Steuerzahler.

Re: Gewinne

Sie könnten natürlich Ihr Geld nicht als Spareinlage zur Verfügung stellen. Oder zu einer Bank wechseln, bei der Sie keine Spesen bezahlen.

Ich gebe allerdings zu, dass Sie dann möglicherweise über Pkt. 3, als Steuerzahler also, einfach in höherem Maße belangt werden.

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
30.10.2012 12:54
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Re: Re: Gewinne

Da hilft nur die Arbeit niederzulegen !

Und ich rede ausdrücklich nicht von Schwarzarbeit, sondern nur noch das allernotwendigste zu arbeiten oder wenn möglich auszuwandern.
Aber die Österreicher sind nicht hart genug und aus diesem Grund werden sie in Zukunft arbeiten bis zum umfallen.

Re: Re: Re: Gewinne

Glauben sie wirklich, dass irgendein Unternehmer noch irgendeiner Arbeiter braucht.

Wenn sie auswandern, ist es den meisten Wurscht.

Das Problem ist, dass wir noch immer glauben, dass Besitz einfach so wächst. Das war aber nie der Fall.
Früher mußte man Tag und Nacht arbeiten, damit der Grund, den man hat was wert ist.
Diese Einstellung ist aber offensichtlihc verloren gegangen.

Und noch ne Frage;
Wo würden sie mit ihrer Einstellung auf Dauer überleben? Von Leben oder sogar Selbstverwirklichung rede ich noch gar nicht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
30.10.2012 13:43
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Re: Re: Re: Re: Gewinne

Das ist jetzt aber ein Widerspruch !

Sie schreiben das Arbeiter nicht gebraucht werde und gleichzeitig beschweren Sie sich das alle glauben Besitz wächst einfach so.
Natürlich brauchen Unternehmer fähige motivierte Arbeitnehmer damit deren Besitz wächst !
Wir haben noch keine vollautomatisiert Fabriken bzw. totale Robotik.

Wenn ich auswandere ist es natürlich Wurscht !
Wenn aber fähige Leute auswandern wie Steve Jobs, Sergey Brin etc. dann wird dies auf lange Sicht den Leuten auch Wurscht sein, aber nur weil sie gar nicht wissen was überhaupt los ist, sonst wäre es ihnen überhaupt nicht Wurscht.

Zu Ihrer Frage:
Überall wo ich nicht versklavt bin gehe ich voll motiviert meinen Geschäften nach !
Dies heißt nicht das ich gar keine Steuern zahlen will, sondern das ich nicht bereit bin mehr als meine Infrastrukturkosten abzuliefern.



Gast: lb
30.10.2012 10:31
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Ich kann mich dunkel erinnern...

...dass die erste bank die erste bank (*gg*) österreichs war, die hilfszahlugnen der republik österreich angefordert und angenommen hat. Ist aber schon ein zeiterl her. Wurde das schon zurückbezahlt? Wenn nicht hätte ich eine idee was man mit dem gewinn macht...

Re: Ich kann mich dunkel erinnern...

Ist ja im Artikel recht ausführlich erwähnt. Mit anderen Worten: Trotz Gewinn erfüllt die Bank nach wie vor nicht die Vorschrift, jeden 11. verborgten Euro auch selbst zu besitzen. Was für sich schon Bände spricht.

 
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