19.06.2013 09:53 Merkliste 0

Bausparprämie bleibt gering

30.10.2012 | 16:47 |   (Die Presse)

Nun ist es fix: Auch im nächsten Jahr werden Bausparer maximal 18 Euro (1,5 Prozent) vom Staat zu den einbezahlten Beträgen erhalten. Seit der Kürzung der staatlichen Prämie für Bausparen stockt das Neugeschäft.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/red./apa. Die bereits im April für heuer beschlossene Halbierung der staatlichen Prämie für Bausparen und Zukunftsvorsorge ist nun auch für 2013 fix. Das hat das Finanzministerium am Dienstag im Amtsblatt kundgetan. Wer einen Bausparvertrag abgeschlossen hat, darf auch im nächsten Jahr mit maximal 1,5 Prozent Prämie vom Staat zu den einbezahlten Beträgen rechnen.

Wer also 1200 Euro im Jahr in seinen „Bausparer“ einzahlt, bekommt vom Staat 18 Euro dazu. Mehr einzuzahlen ist zwar grundsätzlich möglich, wird aber nicht mehr gefördert; die maximale Prämie pro Person beträgt 18 Euro. Vor der Halbierung lag die Höhe der Prämie je nach Zinshöhe zwischen drei und acht Prozent. Jetzt sind es zwischen 1,5 und vier Prozent. Aufgrund der Niedrigzinsen liegt die Förderung am unteren Ende der Bandbreite. Für die Zukunftsvorsorge gibt es um 2,75 Prozentpunkte mehr an Förderung, also 4,25 Prozent.

Seit der Prämienkürzung stockt das Neugeschäft. Es dürfte heuer mit rund 900.000 Verträgen auf das Niveau des Jahres 2006 zurückfallen, erwartete zuletzt S-Bauspar-Chef Josef Schmidinger. 2011 wurden 980.000 neue Verträge abgeschlossen, 2010 und 2009 waren es über eine Million.
tcm

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.10.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

2 Kommentare

Bausparprämienreduzierung

Da haben wohl einige nicht mitgedacht, das Geld aus den Bausparverträgen kommt über Darlehen wieder der Wirtschaft zugute, durch die Kürzung der Prämie wird am falschen Platz gespart. Die angeblich gesparten 70 Mio stehen in keinem Verhältnis. Ich hätte eine bessere Idee, nämlich die derzeitige Versicherungssteuer auf die Prämien der privaten Krankenversicherung von 1% (sind dzt. bei 16,5 Mrd ca. 165 Mio) auf 2% zu erhöhen, das ergäbe ein Plus von 165 Mio fürs Budget und tut den Betroffenen nicht weh.

wüstenrot und co...

ersaufen im geld. die werden die ausfallende staatliche prämie früher oder später selber bezahlen, spätestens, wenn keine 500.000 neuverträge mehr gemacht werden.