Wien/b. l. Zu welchen Investments sollen Anleger greifen? Das hängt davon ab, von welchem ökonomischen Szenario sie ausgehen. Die Analysten der HSBC haben einige Kernthesen aufgestellt. Diese lauten, dass der Euro hält und sich gegenüber dem Dollar erholt, Inflation und Zinsen niedrig bleiben, der Immobilienmarkt profitiert, aber keine Blase droht, und dass der Goldpreis weiter steigt.
Die Experten raten zu Investmentgrade-Anleihen, also Schuldverschreibungen von Firmen mit guter Bonität. „Im aktuellen und noch länger andauernden Niedrigzinsumfeld muss mit Renditen von durchschnittlich unter drei Prozent pro Jahr für die nächsten zwei bis drei Jahre gerechnet werden. Dies erscheint sehr attraktiv im Vergleich zu gut gerateten Staatsanleihen, deren erwartete Renditen unter den Inflationserwartungen liegen“, heißt es in einer Aussendung. Auch Aktien hätten Aufwärtspotenzial, weil sie die einzige Anlageklasse seien, die unter ihrem langjährigen Bewertungsdurchschnitt notiert.
Keinesfalls sollten Anleger auf Langfriststrategien verzichten. Die kurzfristige Entwicklung bei risikobehafteten Investments – und nur solche werfen noch passable Renditen ab – sei nur mit erheblicher Unsicherheit prognostizierbar.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.10.2012)

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