Tokio/AG. Die Hiobsbotschaften für Japans Elektronikindustrie reißen nicht ab. Sharp erwartet den zweiten Rekordverlust in Folge und muss ums Überleben kämpfen. In einer Börsenmitteilung stellte das Unternehmen fest, dass die Lage Zweifel am Fortbestand des Unternehmens aufwerfe. „Wir werden unser Geschäft weiter umbauen, um diese Umstände zu überwinden“, zitierte die Finanznachrichtenagentur Bloomberg aus dem Papier. Im heurigen Geschäftsjahr dürfte Sharp 450 Mrd. Yen (4,34 Mrd. Euro) Verlust schreiben. Grund dafür ist vor allem die sinkende Nachfrage nach Fernsehgeräten, aber auch am Tablet-Trend kann der Konzern nicht so gut mitnaschen wie die Konkurrenz.
Auch die anderen Elektronikfirmen aus Japan bringen der sinkende TV-Absatz und der starke Yen zunehmend in Bedrängnis. Sony kommt trotz aller Sanierungsbemühungen bisher nicht vom Fleck. Der neue Konzernchef Kazuo Hirai will mit einem rigiden Sparkurs wieder in die Gewinnzone kommen. Im Ende September abgeschlossenen zweiten Quartal setzte es allerdings wieder einen Verlust in Höhe von 15,5 Mrd. Yen (149,35 Mio. Euro).
Und auch der Mitbewerber Panasonic rechnet mit einem enormen Verlust im heurigen Jahr. Das Minus dürfte mit 765 Mrd. Yen (7,37 Mrd. Euro) fast genauso hoch ausfallen wie beim Negativrekord im Vorjahr.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2012)

Städte-RankingWo die meisten Superreichen leben
KreativDie Welt der Werbung
Cash-KaiserDiese Firmen horten am meisten Bargeld
''Plagiarius''Dreisteste Fälschungen ausgezeichnet