Obama: Reiche sollen "ein wenig mehr Steuern zahlen"

09.11.2012 | 20:14 |   (DiePresse.com)

Der neue alte US-Präsident will ein umfassendes Sparpaket mit Republikanern und Demokraten vereinbaren. Und warnt vor den Folgen der "fiskalischen Klippe".

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"Es ist Zeit, zurück an die Arbeit zu gehen": US-Präsident Barack Obama hat am Freitagabend seine erste Rede nach seiner Wiederwahl gehalten. Dabei forderte er einmal mehr stärkere Belastungen für die Oberschicht des Landes. "Wir müssen die reichsten Amerikaner auffordern, ein wenig mehr an Steuern zu zahlen", sagte Obama im Weißen Haus in Washington.

In der kommenden Woche will er mit den Republikanern und den Demokraten verhandeln. Sollten sich diese nämlich nicht bis zum Jahreswechsel auf ein umfassendes Sparprogramm zum Schuldenabbau einigen, drohen automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen ("fiscal cliff").

Offen für "neue Ideen"

Er sei im Haushaltsstreit mit den Republikanern grundsätzlich kompromissbereit und offen für "neue Ideen", sagte Obama. Der Präsident warnte aber vor den Folgen der "drakonischen Haushaltskürzungen", die den USA drohen. Die "fiskalische Klippe" sei jedenfalls schlecht für die Wirtschaft und würde Familien treffen, die ohnehin schon kaum über die Runden kämen, warnte Obama in seiner achtminütigen Rede, die der Fernsehsender "CNN" live übertrug.

Der Weg zum wirtschaftlichen Wohlstand könne nicht nur über niedrigere Staatsausgaben führen, erklärte Obama. "Wenn wir es ernst meinen mit dem Abbau des Defizits, müssen wir Ausgabenkürzungen mit neuen Einnahmen verbinden."

Die Mehrheit der Menschen in den USA würden höhere Steuern für Reiche befürworten, sagte der Präsident: "Die Mehrheit der Amerikaner stimmt mir zu." Über höhere Steuersätzen verlor der Präsident allerdings kein Wort. Damit ließ er die Möglichkeit offen, Steuerschlupflöcher zu stopfen. Das fordern die Republikaner, die die Mehrheit im Repräsentantenhaus innehaben - Steuererhöhungen lehnten sie dagegen bisher strikt ab.

Die Ratingagentur Standard & Poor's gab eine optimistische Einschätzung ab. Sie rechnet mit einer Einigung, das Risiko eines Fehlschlags bezifferte sie mit 15 Prozent. Vor 15 Monaten hatte die Agentur aufgrund der langwierigen Verhandlungen über die Anhebung des Schuldenlimits im Sommer 2011 dem Land das Vertrauen und die Top-Kreditwürdigkeit entzogen.

Finanzminister bleibt länger im Amt

Nach Obamas Ansprache verlautbarte einer seiner Sprecher, dass Finanzminister Timothy Geithner noch bis 2013 im Amt bleiben werde, um die Fiskalklippe zu verhindern. Weiters machte er deutlich, dass Obama gegen jedes Gesetz, das die Steuererleichterungen für die Reichsten aus der Amtszeit von George W. Bush verlängern würde, ein Veto einlegen würde. Zuvor hatten die Republikaner Obama aufgefordert, die Verhandlungen im Haushaltsstreit zur Chefsache zu machen.

(Red./APA/dpa/AFP)

 
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31 Kommentare
 
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ehrenamtlicher
12.11.2012 14:23
1

Jeder würde gerne mehr Steuer zahlen ,wenn

Der GD der Bank Austria Willibald Czernko hat in einem Interview einmal folgenden Auspruch getan: " Jeder Reiche würde gerne mehr Steuer zahlen,wenn die Politiker mit dem Geld vernünftiger umgehen würden.Genau so ist es.Es hilft nichts wenn die Reichen mehr Steuer zahlen wenn die Schuldenpolitik (sprich Stimmenkauf mit Steuergeldern) nicht aufhört.Reiche können mit Geld eben viel besser umgehen als unsere Politiker welche zum Teil nie einen Betrieb von innen gesehen haben.125 von 183 Abgeordneten sind Beamte.Was kann man da schon Vernünftiges erwarten.

Holmes
10.11.2012 13:32
2

Der "Obama Österreichs" (Copyright Wolfgang Fellner)

- unser Inseratenkanzler - hört die Kunde vom Original mit wohligem Schaudern. Jetzt hält ihn nichts mehr zurück, in die Fußstapfen eines Nobelpreisträgers zu steigen. Graune, heute und Österreich spielen die Begleitmusik dazu.

cs745f
10.11.2012 11:22
1

das wird der schellhorn zu verhindern wissen


ServusMiteinend
10.11.2012 09:46
4

Golden-Sachs, Microsoft, Apple, Facebook und General Motors ...

... Tja den einen oder andere Laden könnte man schon schröpfen.

Antworten walktheline
10.11.2012 12:47
1

Re: Golden-Sachs, Microsoft, Apple, Facebook und General Motors ...

Erstens heißt es "Goldman Sachs". Und zweitens geht es um höhere Steuern für reiche amerikanische Privatpersonen, d.h. um das private Vermögen. Unternehmen sind davon meines Erachtens nicht betroffen.

Antworten Antworten ServusMiteinend
10.11.2012 13:13
0

Re: Re: Golden-Sachs, Microsoft, Apple, Facebook und General Motors ...

Alles klar, ich verstehe!!

Albert Keinstein
10.11.2012 09:22
2

die reichen sollen ein wenig mehr zahlen?

das werden sie aber zu verhindern wissen.

zu ihrem eigenen glück und vorteil haben sie investiert: es gibt genügend abgeordnete im kongress, die ihr mandat ausschließlich dem geld dieser reichen verdanken, zb die tee-partei...

ein bisserl dankbarkeit wird da wohl erwartet werden dürfen!

Antworten Global-Observer
11.11.2012 18:44
0

Re: die reichen sollen ein wenig mehr zahlen?

auch wenn die Reichen ein bissl mehr zahlen ist das ein Tropfen auf den heissen Stein!

right_way
10.11.2012 08:20
3

Ein richtig linker eben


Antworten romapersempre
10.11.2012 12:42
3

Re: Ein richtig linker eben

ja und sie sind wahrscheinlich ein richtig rechter wie der Name schon drauf schließen lässt!?

Antworten Antworten right_way
10.11.2012 20:42
0

Re: Re: Ein richtig linker eben

So ist es. Als BZÖler rechter als die FPÖ.

Antworten Albert Keinstein
10.11.2012 09:19
13

Re: Ein richtig linker eben

...der vermutlich sein herz auf der 'rechten' seite hat.

im gegensatz zu den gierhälsen, deren herz in der nähe ihres mastdarmes angesiedelt ist.

makaberich
10.11.2012 07:51
3

Steuern und Schulden erhöhen .

.... die "hinter mir die Sintflut"-Strategie.
Zur Hölle mit der one man one vote Demokratie.

Antworten nightlife30
10.11.2012 12:26
2

Re: Steuern und Schulden erhöhen .

One man One Demokratie?
sie haben sich anscheinend intensiv mit der Amerikanischen Demokratie auseinandergesetzt...

granny
10.11.2012 07:40
4

die reichen

da fallen mir die Rothhschilds ein!!
Nach der forbes liste besitzen die 600 reichsten menschen
auf der welt ca. Zwei tausend dreihundert milliarden dollar!!
Das vermoegen der Rothschilds wird allein auf ca.
Einhundert Tausend Milliarden geschaetzt.
Aber die scheinen gar nirgends auf die guten leute
denen haben wir unser schuldgeldsystem zu verdanken.


Antworten elanor
10.11.2012 10:10
5

100.000 MRD? Ihnen ist schon bewusst, dass das die 33-fache Wirtschaftsleistung (BIP) Deutschlands ist?

Ich würde diese Quelle noch einmal überprüfen ;)

Antworten Antworten granny
10.11.2012 13:25
1

Re: 100.000 MRD? Ihnen ist schon bewusst, dass das die 33-fache Wirtschaftsleistung (BIP) Deutschlands ist?

internet machts moeglich,mich hats selber ueberschlagen wie das gehoert hab!!

Antworten Antworten nightlife30
10.11.2012 12:33
3

Re: 100.000 MRD? Ihnen ist schon bewusst, dass das die 33-fache Wirtschaftsleistung (BIP) Deutschlands ist?

es gibt nicht nur eine Quelle die zu einem ähnlichen Ergebnis kommt.
Wieviel denken sie verdient der größte Anteilseigner der Fed Bank?
Um welche Beträge handelt es sich, wenn in Amerika 1% der Bevölkerung 90% des Geldes besitzt.
Um welche Beträge handelt es sich, wenn die Finanzindustrie mit dem 6 fachen des Weltbruttosozialprodukts handelt?
Hier geht es um Summen, die wir uns nicht vorstellen können.


Antworten Antworten Antworten romapersempre
10.11.2012 14:45
1

Re: Re: 100.000 MRD? Ihnen ist schon bewusst, dass das die 33-fache Wirtschaftsleistung (BIP) Deutschlands ist?

bis auf Foren u Vermutungen von einem 'unsichtbaren' Vermögen habe ich im Internet nichts finden können, dass auf solch eine Summe deuten könnte..natürlich werden sie viele Milliarden besitzen aber 100.000milliarden??

Antworten Kallenfels
10.11.2012 08:08
1

Re: die reichen

Seit es die Wirtschafts-und Finanz Krise gibt, gab es, so schien es mir, keine Anmerkung über die Existenz der Rothschilds. Obama ist doch ein Träumer. Die sogenannten "unverschämten Reichen" werden stets bemüht sein so wenig wie möglich Steuern zu bezahlen! Die anderen ebenso! Die können sich die Rechtsanwälte und Notare leisten, die diese Strategie fuer sie besorgen. Mit einer "Bitte" wird es also nicht getan sein. Und ein ordentliches Gesetz? Das werden die Leute von der Tea Party nicht zulassen. Und wenn es so käme, - kann er mit diesen gesetzlichen Mitteln seine Probleme (siehe soziale Strukturen) lösen? Wer das glaubt,ist ebenso ein Träumer. Und was die Geschichte über Rothschild betrifft: ich glaube, Sie haben nicht unrecht.......

civil liberties
10.11.2012 03:50
4

a besten jeder zahlt 100% steuern

privateigentum wird zum volkseigentum erklaert

wer dagegen? fema camp wartet bereits ...

Antworten nudel75
10.11.2012 10:43
5

Re: a besten jeder zahlt 100% steuern

das kann nur von einem kommen, der offensichtlich selber nichts besitzt....

Freie-Meinung
10.11.2012 01:55
9

Es ist Obamas zweite und damit letzte Amtszeit.

Für Obama also die Gelegenheit, die wirklich unangenehmen Themen anzupacken. Man wird sehen, was er daraus macht.

Antworten MDag
10.11.2012 03:15
5

Re: Es ist Obamas zweite und damit letzte Amtszeit.

Du glaubst doch selber auch nicht an das was du hier schreibst oder ?

Die Vitrine ändert sich aber das System bleibt immer gleich !

Delaware Miss
09.11.2012 23:26
9

Steuern

Was heisst hier ein wenig mehr Steuern?

Die Buffets und Soros von Amerika sollen endlich ihr ganzes Geld rausrücken!!!

DIe Moores und Gores bitte nicht vergessen..

Antworten walktheline
10.11.2012 13:01
4

Re: Steuern

Warum um alles in der Welt sollte jemandem sein gesamtes Privatvermögen weggenommen werden? Würde es Ihnen gefallen, wenn der Staat Österreich Sie auffordert, Ihr gesamtes Geld herauszurücken?

 
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