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Steuerabkommen: Bisher 210 Selbstanzeigen

12.11.2012 | 18:06 |   (Die Presse)

Das Steuerabkommen Österreichs mit der Schweiz lässt schon vor seinem Inkrafttreten Anfang 2013 die Kassen klingeln. Seit Jahresbeginn hätten Selbstanzeigen dem Finanzministerium knapp 60 Millionen Euro eingebracht.

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Wien/APA. Das Steuerabkommen Österreichs mit der Schweiz lässt schon vor seinem Inkrafttreten Anfang 2013 die Kassen klingeln. Heuer seien bereits 210 Selbstanzeigen von 237 Personen erstattet worden. Das bringt dem Finanzministerium 59,3 Mio. Euro mehr Einnahmen, wie aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung des Finanzministeriums vom Freitag hervorgeht. Finanzministerin Maria Fekter rechnet im Zuge des Steuerabkommens mit den Eidgenossen mit einer Mrd. Euro aus der Besteuerung von dort geparktem Schwarzgeld.

Einer Studie aus dem Jahr 2010 zufolge wird in der Schweiz EU-Schwarzgeld im Volumen von rund 500 Mrd. Franken (414,8 Mrd. Euro) vermutet. Aus Österreich sollen 20,4 Mrd. Franken (16,9 Mrd. Euro) schwarz in der Schweiz liegen. Aus der Beantwortung der parlamentarischen Anfrage geht auch hervor, dass seit 2008 433 Selbstanzeigen von 528 betroffenen Personen wegen Steuerdelikten im Zusammenhang mit Konten in der Schweiz erstattet wurden. Im Zusammenhang mit Konten in Liechtenstein waren es 124 Personen. Die Nachforderungen aus den Selbstanzeigen belaufen sich seit 2008 auf knapp 117 Mio. Euro. Es sei davon auszugehen, „dass der weitaus überwiegende Teil dieses Betrages auch entrichtet worden ist“, heißt es. Das sei nötig, um von einer Strafe befreit zu werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.11.2012)

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