Facebook-Aktionäre sind erleichtert

15.11.2012 | 20:25 |   (Die Presse)

Als der Ablauf einer weiteren Haltefrist für zahlreiche Facebook-Papiere keine Verkaufswelle auslöste, stieg die Aktie in New York um fast 13 Prozent.

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[San Francisco/Reuters] Die Erleichterung der Investoren ist an den Zahlen deutlich abzulesen: Um fast 13 Prozent stieg die Aktie von Facebook am Mittwoch, als der Ablauf einer Haltefrist für 800 Mio. Anteilsscheine des sozialen Netzwerks zum ersten Mal keine Verkaufswelle auslöste. Das war der größte Gewinn innerhalb eines Tages seit Oktober, als die Aktie nach unerwartet positiven Quartalszahlen 20 Prozent zulegte.
„So etwas sehen wir auch bei anderen Papieren“, sagte Ryan Jacobs, Chef des Vermögensverwalters Jacobs Funds. „Vor dem Ablaufen einer Haltefrist werden die Aktien abgestoßen, und wenn es dann nicht zu einem Ausverkauf kommt, gibt es eine kleine Erleichterungsrallye.“ Im August waren etwa die Aktien der Webseite Yelp um 20 Prozent gestiegen, als es beim Ablauf einer Haltefrist für Mitarbeiteraktien entgegen der Erwartungen keinen Ausverkauf gab.

Weniger Leerverkäufe


Facebook, das mit über einer Milliarde Nutzern weltgrößte Onlinenetzwerk, kam im August zu einem Preis von 38 Dollar je Aktie (29,80 Euro) an die Börse. Seither hat sich der Kurs auf rund 22 Dollar (17,24 Euro) reduziert. Am Donnerstag startete das Papier bei 21,84 Dollar in den Handel. Haltefristen für Mitarbeiteraktien, die in den vergangenen Wochen in Wellen ausliefen, setzten das Papier zusätzlich unter Druck.
Sheryl Sandberg, Chief Operating Officer von Facebook, verkaufte diesen Monat rund 530.000 ihrer Aktien, womit sie elf Mio. Dollar (8,6 Mio. Euro) erlöste. Der Investor Peter Thiel hatte zuvor einen Großteil seiner Anteile verkauft, womit er 400 Mio. Dollar erlöste.
Neben den nun ausbleibenden Verkäufen gibt es noch weitere Anzeichen dafür, dass die Talfahrt der Aktie bald ein Ende haben könnte. Laut dem Finanzdatenanbieter Markit gibt es weniger Investoren, die das Papier „leer“ verkaufen und damit auf einen Kursverlust setzen. Aktuell würden rund 28 Prozent der Aktien, die dafür verwendet werden können, für Leerverkäufe ausgeliehen – ein Rückgang von 80 Prozent seit August.

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