Post: Internethandel sorgt für Wachstum bei Paketen

16.11.2012 | 08:15 |   (DiePresse.com)

Das Ebit konnte um 14,7 Prozent gesteigert werden. Der Ausblick bleibt stabil. Die Post arbeitet konsequent an einer noch stärkeren Kundenorientierung.

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Die Österreichische Post AG ist weiterhin wirtschaftlich sehr gut unterwegs. In den ersten neuen Monaten wurde das Betriebsergebnis (Ebit) um 14,7 Prozent auf 125,6 Millionen Euro angehoben, der Umsatz legte leicht um 0,8 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro zu. In der Division Brief, Werbepost und Filialen gab es mit 1,09 Milliarden Euro einen stagnierenden Umsatz, die Division Paket und Logistik konnte ein Plus von 2,3 Prozent auf 632,0 Millionen Euro einfahren. Der zunehmende Internethandel sorgt für Wachstum bei den Paketmengen. Der Ausblick für das Jahr 2012 wurde bestätigt, der Umsatz werde leicht anziehen und die Ebitda-Marge weiterhin bei 10 bis 12 Prozent erwartet.

"Die Wachstumskomponente wurde durch Expansionsschritte in Polen, Bulgarien und Rumänien gestärkt, während die Profitabilität durch die Abgabe der Tochtergesellschaften in Benelux verbessert wurde. Das Thema Kundenorientierung wird kontinuierlich durch Selbstbedienungslösungen forciert", kommentierte Post-Chef Georg Pölzl am Freitag die Geschäftszahlen von Jänner bis September 2012.

Mehr als zwei Drittel Postpartner

Insgesamt verfügt die Post mittlerweile über 1900 Geschäftsstellen, 1308 von ihnen werden von Post-Partnern betreut. Der Personalstand reduzierte sich im Jahresvergleich um 226 Personen auf 23.260 Mitarbeiter - davon 19.691 in Österreich. Gleichzeitig legte der Personalaufwand um 1,5 Prozent zu. Zugelegt haben auch die Rückstellungen, was mit dem niedrigen Zinsniveau begründet wurde.

Für das Gesamtjahr 2012 erwartet Pözl eine leicht positive Umsatzentwicklung. Das Marktumfeld im Brief- und Paketgeschäft werde weiterhin sowohl vom gedämpften konjunkturellen Umfeld als auch von den strukturellen Veränderungen der Post-und Logistikbranche geprägt sein. Durch die elektronische Substitution sei bei adressierten Briefen nach wie vor von einem Mengenrückgang auszugehen. Für das Jahr 2012 sind Anlageninvestitionen (CAPEX) in der Größenordnung von etwa 90 Mio Euro vorgesehen.

 

(APA)

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