Geldwäsche: US-Bank JPMorgan droht neuer Ärger

Das Institut dürfte aufgefordert werden, die Kontrollen zu verstärken und frühere Transaktionen genauer zu prüfen. Die Aufsicht wollte sich dazu nicht äußern.

File photo of JP Morgan Chase's international headquarters on Park Avenue in New York
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File photo of JP Morgan Chase's international headquarters on Park Avenue in New York
REUTERS

Der größten US-Bank JPMorgan Chase droht einem Zeitungsbericht zufolge weiteres Ungemach von den US-Behörden. Die Bankenaufsichtsbehörde OCC werde voraussichtlich eine offizielle Rüge wegen Schwächen bei der Bekämpfung von Geldwäsche erteilen, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Das Institut dürfte aufgefordert werden, seine Kontrollen zu verstärken und frühere Transaktionen genauer zu prüfen, hieß es. Der Vorstoß sei Teil umfangreicher Überprüfungen der größten Banken des Landes.

Pflicht für Banken

OCC-Direktor Thomas Curry wollte sich dem Blatt zufolge nicht dazu äußern. JPMorgan steht bereits wegen anderer Vorwürfe im Visier der Behörden. Diese nehmen unter anderem Handelsgeschäfte unter die Lupe, die zu Verlusten über mehrere Milliarden Dollar führten.

Zudem schaut sich die Energieaufsicht Geschäfte von JPMorgan mit dem Betreiber des kalifornischen Stromnetzes genauer an. Ferner hat die Bank ein Verfahren wegen Wertpapierbetrugs am Hals, das ihr die 2008 übernommene Investmentbank Bear Stearns einbrockte.

Grundsätzlich sind US-Banken verpflichtet, den Behörden jede verdächtige Handlung oder Bargeldtransfer über 10.000 US-Dollar zu melden. In den USA müssen Banken  Systeme installieren, um kriminelle Machenschaften in deren Bereich aufzudecken. Wer gegen diese Regel verstößt, muss mit Verfolgung und Strafe rechnen.

 

(APA/Reuters)

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