Der Apfel im Todeskreuz

07.12.2012 | 18:25 |  Josef Urschitz (Die Presse)

Der Chart der Apple-Aktie zeigt immer stärkere Warnsignale. Jetzt geht es wieder sehr steil südwärts. In nächster Zeit werden „Äpfel“ im (Depot-)Korb wohl kein schönes Bild abgeben.

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Apple (ISIN US0378331005) war eine der Highflyer-Aktien der vergangenen drei Jahre. Aber derzeit läuft es für die Computerbauer aus Kalifornien nicht übertrieben rund. Zwar ist der Absturz vom Alltime High ganz lehrbuchgemäß an der Unterstützung in der Gegend von 520 Dollar aufgefangen worden, die Gegenbewegung hat aber nur kurz gedauert. Und jetzt geht es wieder sehr steil – am Mittwoch etwa um mehr als sechs Prozent an einem einzigen Tag – südwärts.

Zu allem Überfluss bildet der Langfrist-Chart jetzt auch noch eine Konstellation aus, die nicht nur abergläubische Börsianer nachdenklich stimmt: das sogenannte Todeskreuz (Death Cross). So nennen Börsianer jedenfalls die Konstellation, wenn die 50-Tage Linie (die den Durchschnittskurs der vergangenen 50 Tage wiedergibt) die 200-Tage-Linie von oben nach unten durchkreuzt. Zur Wochenmitte war das Apple-Papier (siehe Grafik) nur mehr einen Wimpernschlag von dieser markanten Konstellation entfernt.

Das Todeskreuz gilt als letzte Bestätigung einer Trenddrehung (der mittelfristige Aufwärtstrend ist charttechnisch ja schon gebrochen). Ein Warnsignal, bei dem man am besten nach der Reißleine des Notfallschirms greift.

Das Todeskreuz für sich ist zwar noch nicht unbedingt ein absolutes Verkaufssignal. Die Aktie nähert sich gleichzeitig aber wieder der starken Unterstützung in der Gegend von 520 Dollar. Wenn sie die auch noch nachhaltig nach unten durchbricht, dann ist Feuer am Dach. Denn darunter ist sehr weit nichts Handfestes zu sehen, das den Sturz aufhalten könnte. In nächster Zeit werden „Äpfel“ im (Depot-)Korb wohl kein schönes Bild abgeben.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.12.2012)

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5 Kommentare

hm ..

... wenn die salzburger nachdem sie 2008 erfahren haben, das was schief läuft die millionen in die apple investiert hätten, dann könnten sie jetzt den getreidemarkt trotz todeskreuz mit goldenen pflastersteinen auslegen.
und well es so watscheneinfach ist, urschitz for finanzreferent :-)

Re: hm ..

pardon .. ich meinte natürlich die getreidegasse ..

irrelveant

...das mag zwar fuer Investoren relevant sein weil viele Menschen und Programme von technischen Kauf und Verkaufsignalen getrieben werden aber dem Unternehmen Apple kann es voellig egal sein ob der Unternehmenswert bei 200, 500 oder 800mrd liegt. Mit dem Erfolg von Apple hat all das NICHTS zu tun. Wenn Apple so weiterwirtschaftet, liegen Ende 2013 mehr als USD 200 Mrd auf dem Konto....in cold hard cash...dafuer kann man sich zb Google oder Microsoft oder IBM kaufen...aus der Portokasse sozusagen....

nebenbei

ist es schlecht sein, wenn eine aktie an einem tag 6% fällt ?:-)
für alle die nicht verstehen was gemeint ist .. bitte ordentlich mit der materie befassen, sonst ist das ganze schöne geld mittelfristig weg :-)

Herr JOSEF URSCHITZ

Sie haben leider keine Ahnung von den Produkten und der Firma Apple, Ihr Artikel ist die reinste Papierverschwendung - bzw. Elektrosmog.

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