Der Apfel im Todeskreuz

Der Chart der Apple-Aktie zeigt immer stärkere Warnsignale. Jetzt geht es wieder sehr steil südwärts. In nächster Zeit werden „Äpfel“ im (Depot-)Korb wohl kein schönes Bild abgeben.

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Apple – (c) AP (Mark Lennihan)

Apple (ISIN US0378331005) war eine der Highflyer-Aktien der vergangenen drei Jahre. Aber derzeit läuft es für die Computerbauer aus Kalifornien nicht übertrieben rund. Zwar ist der Absturz vom Alltime High ganz lehrbuchgemäß an der Unterstützung in der Gegend von 520 Dollar aufgefangen worden, die Gegenbewegung hat aber nur kurz gedauert. Und jetzt geht es wieder sehr steil – am Mittwoch etwa um mehr als sechs Prozent an einem einzigen Tag – südwärts.

Zu allem Überfluss bildet der Langfrist-Chart jetzt auch noch eine Konstellation aus, die nicht nur abergläubische Börsianer nachdenklich stimmt: das sogenannte Todeskreuz (Death Cross). So nennen Börsianer jedenfalls die Konstellation, wenn die 50-Tage Linie (die den Durchschnittskurs der vergangenen 50 Tage wiedergibt) die 200-Tage-Linie von oben nach unten durchkreuzt. Zur Wochenmitte war das Apple-Papier (siehe Grafik) nur mehr einen Wimpernschlag von dieser markanten Konstellation entfernt.

Das Todeskreuz gilt als letzte Bestätigung einer Trenddrehung (der mittelfristige Aufwärtstrend ist charttechnisch ja schon gebrochen). Ein Warnsignal, bei dem man am besten nach der Reißleine des Notfallschirms greift.

Das Todeskreuz für sich ist zwar noch nicht unbedingt ein absolutes Verkaufssignal. Die Aktie nähert sich gleichzeitig aber wieder der starken Unterstützung in der Gegend von 520 Dollar. Wenn sie die auch noch nachhaltig nach unten durchbricht, dann ist Feuer am Dach. Denn darunter ist sehr weit nichts Handfestes zu sehen, das den Sturz aufhalten könnte. In nächster Zeit werden „Äpfel“ im (Depot-)Korb wohl kein schönes Bild abgeben.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.12.2012)

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