Fremdwährungskredite: FMA verschärft die Regeln

Kredite in Franken oder Yen sind kaum noch zu bekommen. Die Aufsicht wird noch strenger. Verbraucher können nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen einen Fremdwährungskredit abschließen.

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Fremdwaehrungskredite – (c) (Erwin Wodicka)

Wien/Red. Obwohl die Finanzmarktaufsicht (FMA) im Jahr 2008 die Neuvergabe von Fremdwährungskrediten mehr oder weniger verboten hat, stellen sie immer noch ein Risiko für Banken dar. Denn in den Bilanzen der Banken schlummern noch immer viele der Darlehen, die mit der Aufwertung des Schweizer Franken für zahlreiche Österreicher zur Last wurden.

Um die Risken für österreichische Banken zu reduzieren, hat die FMA jetzt ihre Regeln zum Umgang mit Fremdwährungskrediten verschärft. Einmal im Jahr müssen die heimischen Banken nun mit einem Stresstest prüfen, wie sich Wechselkursschwankungen auf ihr Kreditportfolio auswirken. Außerdem müssen sie ein Frühwarnsystem einführen, das Alarm schlägt, sobald es bei einzelnen Kreditnehmern eng wird.

Verbraucher können nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen einen Fremdwährungskredit abschließen. In Franken oder Yen kann sich nur verschulden, wer auch sein Gehalt oder andere Einnahmen in dieser Währung erhält. Auch vermögende Privatkunden bester Bonität erhalten Fremdwährungskredite. Eine Kombination mit einem Tilgungsträger ist aber auch für sie nicht mehr möglich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.01.2013)

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