Mietpreise in Wien seit 2007 um 30 Prozent gestiegen

02.01.2013 | 18:40 |   (Die Presse)

Innerhalb des Gürtels kostet ein Quadratmeter monatlich 16,02 Euro. Die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen legten im gleichen Ausmaß zu.

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Wien/Ag/Red. Wohnen in Wien ist in den vergangenen Jahren erheblich teurer geworden: Seit dem Jahr 2007 haben die Mietpreise in der Stadt um 30,3 Prozent angezogen. Allein im vergangenen Jahr betrug die Steigerung 9,8 Prozent. Das hat das Immobilienportal Findmyhome.at auf Basis von über 6000 Objekten erhoben.

Während Mieter vor fünf Jahren noch 11,09 Euro pro Quadratmeter gezahlt haben, müssen sie heute im Schnitt 14,45 Euro auf den Tisch legen. Innerhalb des Gürtels kostet ein Quadratmeter monatlich 16,02 Euro, elf Prozent mehr als im Stadtmittel.

Bei Eigentumswohnungen ist die Tendenz ebenfalls steigend. Ein Quadratmeter hat im Jahr 2012 im Schnitt 3981 Euro gekostet, was einer Steigerung von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Im Dezember kostete ein Quadratmeter Eigentum im ersten Wiener Gemeindebezirk 8724 Euro, in Simmering (elfter Bezirk) waren es 2385 Euro. In den vergangenen fünf Jahren sind die Quadratmeterpreise demnach um 31,1 Prozent gestiegen. 2007 mussten Eigentümer im Schnitt noch 3037 Euro für einen Quadratmeter in Wien bezahlen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.01.2013)

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69 Kommentare
 
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Mieten sind extrem hoch..

Ich bin auf der Wohnungssuche in Wien schon seit Monaten, bin aber mit den wahnsinnigen Maklerprovisionen und hohen Mieten überhaupt nicht zufrieden. Eigentlich habe ich mich schon vielmals Gedanken über Eigentumswohnung gemacht, aber habe ich nicht viele Quellen für provisionsfreie Wohnungen. Freunden haben mir http://www.seg.at/ empfohlen, da gibt es auch Finanzierungsmöglichkeiten, was mich gerne interessiert. Wenn jemand auch andere Vorschläge hat, würde ich mich sehr freuen. Hoffentlich habe ich auch selber geholfen. :)

kein Wunder !

Wenn´s heißt: "Mietpreise in Wien seit 2007 um 30 Prozent gestiegen ...."

Das ist doch eine Folge der begümnstigten "Vorsorgewohnungen"
die Jungen und die Familien zahlen die "Soziale Sicherheit" der Reichen-Alten ....

allen ins Stammbuch geschrieben die über die allgemeine Sozialversicherung schimpfen .....

beim besichtigungstermin für eigentumswohnung, der makler betritt das stiegenhaus:

einer der interessenten: ich nehme die wohnung!

der nächststehende: ohne besichtigung? eigenbedarf oder wollen sie vermieten?

der erste: weiss ich noch nicht. hauptsache mein geld ist angelegt...

wo sich markt und irrsinn treffen, dort schaut es eben aus wie auf dem wiener wohnungsmarkt.

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Alte Forderungen

Der Artikel erinnert mich an einen von der Arbeiterkammer von vor ein paar Monaten.

http://www.arbeiterkammer.at/online/wohnen-muss-billiger-werden-66649.html

Auf die Forderungen dürfte die Frau Vassilakou mit aufgesprungen sein. Mal schauen, was da passieren wird.

wen wundert das?

Herr Häupl fördert weiterhin den Zuzug nach Wien, die Zuziehenden wollen irgendwo wohnen, daher steigt die Nachfrage nach Wohnraum, der ist aber begrenzt.

Re: wen wundert das?

also sind die ausländer schuld?

aber wenn ein ausländer 15 € miete bzw 4000 € pro qm eigentum zahlen kann, dann ist er doch eh ein wohlhabender und daher hochwillkommener zuzügler!

haben sie jetzt sogar schon die grundzüge der eigenen doof-propaganda weggesoffen?

Genosse Häupl

und die verluderte Sozialdemokratie, ein Musterbeispiel der Bonzen-SPÖ ! Freundschaft

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Städtische Abgaben um über 67% gestiegen!

Erhaltungskosten um über 50% gestiegen!
Alleine in Wien fehlen jährlich 30.000 Wohnungen im sozialen Wohnbau! Man verzockt lieber Millionen beim Skylink oder Pratervorbau usw.
Wieso steigen dann die Mieten?

Bedankt Euch bei der politischen Misswirtschaft mit der ewigen Sozialisierung von Dilettantismus und Korruption!

Re: Städtische Abgaben um über 67% gestiegen!

und wir haben angeblich nur eine Inflation von rund 2% in den letzten 10 Jahren! irgendwer kann da nicht rechnen! ich weiß was Lebensmittel, Wohnparken und Energiekosten jetzt mehr kosten. die statistiklügen kann ich nicht mehr länger lesen!

Re: Städtische Abgaben um über 67% gestiegen!

Wo sollen diese fehlenden Wohnungen errichtet werden? im Stadtpark, auf der Baumgartnerhöhe, im Prater, beim Wasserturm, ... ? Wo halt noch Grünflächen sind, diese "häßlichen" Baulücken ?

Wie beim Gold?

Der Wert des Geldes ist verfallen und so erscheinen die Bewertungen von Metallen und Immobilien sehr hoch.

Das Problem ist doch vor allem, dass die Realeinkommen von Menschen, welche die Gesellschaft versorgen, einfach nicht mitgehalten haben (UBS Studie!).

Wenn eine Gesellschaft vor allem Posterl- Amterl und Frühruhegenießer bezahlt, mit gedruckten Geld bezahlt, dann bekommt eine Gesellschaft genau die Wirkungen, welche wir Heute beobachten können.

Es wurde genauso gemacht, von den Gesetzgebern und der EZB so gemacht. In Wien wurde es noch durch die unkontrolliert Zuwanderung (Bedarfssteigerung) unterstützt.

günstiger Wohnraum

eine Alternative zu teuren Wohnraum könnte sein selber welchen zu schaffen. Mit der Hilfe von Wohnbau Gruppen bzw. Genossenschaften wie ...
http://www.facebook.com/MeineGenossenschaft

Re: günstiger Wohnraum

das ist wohl nur ein Wohnraum und realistisch nicht durchzusetzen. ohne Fachkenntnisse führt das in ein finanzielles Debakel! davon ist abzuraten!

Sind wir das nicht schon gewohnt?

In Wien:

Mieten +30%
Eigentumswohnungen +31%
Kanal +37%
Gas +43%
Parken +30%
Wasser +35%
Strom +22%
Hundesteuer +60%
Kurzparken +66%

In Wien zu leben wird immer mehr zu einem Luxus.

Re: Sind wir das nicht schon gewohnt?

und in anderen Städten werden die Gebühren nicht erhöht? Sollten die Kosten aus dem Budget querfinanziert und noch mehr Schulden gemacht werden? Wenn zB die Müllgebühren erhöht werden, könnte man ja entgegenwirken indem man Müll vermeidet und Müllsammelgefässe und somit Kosten einspart. Aber ich verstehe schon: es ist einfacher auf die Politiker zu schimpfen, als etwas (auch bei sich) zu verändern!

Re: Re: Sind wir das nicht schon gewohnt?

ich möchte ihnen raten, es hier eher mit zynismus und sarkasmus zu versuchen.

denn hinweise auf die realität fallen im proleten-forum auf keinen besonders fruchtbaren boden.

Re: Re: Re: Sind wir das nicht schon gewohnt?

Dann rate ich Ihnen, sich schleunigst hier abzumelden... ansonsten sind nämlich auch Sie ein Teil des "Proletenforums" ;-D

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indem man Müll vermeidet

Keine Ahnung was Sie damit sagen wollen!?

Wieso soll die Müllgebühr gesenkt werden, wenn die Müllabfuhr halt nur halbvolle Kübel ausleert als ganze?

Re: indem man Müll vermeidet

weil sich die Müllgebühr unter anderem aus der Anzahl und der Größe der zu entleerenden Müllgefäße errechnet. Eine halbvolle Mülltonne weniger bringt noch nichts.
Wenn Sie eine 4.400l - Tonne weniger entleeren lassen (bei wöchentlicher Entleerung) ersparen Sie sich rd. € 8.000,-- im Jahr - reden Sie einmal mit Ihrer Hausverwaltung

Re: Sind wir das nicht schon gewohnt?

Möglicherweise haben Sie recht. Wenn ich mir aber die ungepflegten Leute auf Wiens Straßen ansehe, dann denke ich nicht, dass diese Staat auch nur irgendetwas mit "Luxus" am Hut hat. Mich erinnert Wien irgendwie an eine heruntergekommene Ex-Sowjetstadt.

Re: Re: Sind wir das nicht schon gewohnt?

... oder auch an ein Slum-Viertel.

Re: Re: Sind wir das nicht schon gewohnt?

Ja, mittlerweile verlottern die Leute selbst in ihren billigen China-Discountklamotten.

Habe mich schon gewundert ob ich der einzige bin dem auffällt wie "owigsandelt" große Teile der Bevölkerung mittlerweile sind.

Und keiner erwartet heute Anzug etc. im Alltag.

Aber was heute so rumläuft braucht den Vergleich (gerade im Sommer) mit den "people of wallmart" nicht scheuen.

Und gerade bei Frauen könnte man obendrein des öfteren Farbenblindheit vermuten.

Sozialistisch heißt nicht sozial!

Das bemerkt man auf allen Ebenen in Wien.

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blödsinn!

Immerhin darf der mietzins nur alle par Jahre angeglichen werden. Nicht wie bei allen anderen Dingen die jährlich angepasst werden. Insgesammt sind die stufen natürlich prozentuell höher. Übrigens ist diese Politik sowieso Schwachsinn. Sorgt nur dafür , daß Privateigentum a la longue in den Besitz von Konzernen, Banken und Versicherungen wandert sowie die "Altbauten" in einen Katastrophalen zustand sind. Besser währe es dafür zu sorgen die Gehälter und Steuern anzupassen. KV und Steuern sind zumeist am stand wie vor 20 Jahren! Ausgenommen rot angehauchten Berufsgruppen und Beamte.

Falschmeldung

"Seit 2007 sind die Mieten um 30,3 Prozent gestiegen."-eine Falschmeldung der Presse auf AK -Niveau?

"Die Mieten" gibt es in Wien nicht. Freie vereinbare Mietzinse sind die Ausnahme und daher für eine Schlagzeile nicht relevant.
Die überwiegenden Mietzinse geförderter Bauten sowie Altbauten unterliegen dem Richtwert und sind seit 2007 lediglich um insgesamt 9,0% (bis 31.3.2014 gleichbleibend!) gestiegen, was viel weniger als der Anstieg der Baukosten lt. Baukostenindex ist.
Richtwertmietzins
1.4.2007 bis 31.3.2008: 4,63 Euro
1.4.2012 bis 31.3.2014: 5,16 Euro


Re: Falschmeldung

Was Sie hier wiedergegeben sind die Richtwerte ohne Zuschläge; diese Miete verlangt bestenfalls noch die Gemeinde Wien für eine Gemeindewohnung. Am Wohnungsmarkt werden Sie eine Wohnung nur schwer finden!

 
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