Alcoa in den schwarzen Zahlen

09.01.2013 | 18:14 |   (Die Presse)

Der Alukonzern Alcoa läutete die US-Berichtssaison mit überraschend guten Zahlen ein. Die Nachfrage nach dem Leichtmetall wächst und Preise für steigen derzeit wieder an.

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Frankfurt/Bloomberg/Dpa/Red. Alcoa, die Nummer eins unter den US-Aluminiumherstellern, hat am Dienstagabend die US-Berichtssaison der Unternehmen für das abgelaufene Quartal eröffnet und dabei den Markt positiv überrascht. Der Konzern lag mit seinem Umsatz im vierten Quartal über den Erwartungen – nachdem es ihm gelungen war, seine Produkte teurer zu verkaufen als gedacht.

Auch wenn der Umsatz von 5,99 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 5,9 Mrd. Dollar (4,5 Mrd. Euro) zurückfiel, so lag er doch über den Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn betrug 242Mio. Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres gab es noch einen Verlust von 191 Mio. Dollar. Zur Rückkehr in die Gewinnzone trug neben Einsparungen auch der Verkauf eines Wasserkraftwerks bei. Die Aktie legte daraufhin zu.

 

Wichtiger Frühindikator

Die Quartalszahlen von Alcoa sind ein viel beachteter Frühindikator; nicht nur, weil das Unternehmen die Berichtssaison einläutet, sondern auch, weil die Aluminiumnachfrage ein Gradmesser für die Konjunkturentwicklung ist.

Die Preise für Aluminium steigen derzeit wieder an – nicht zuletzt aufgrund der stärkeren Nachfrage aus China und den USA. Zudem ist das Angebot erst reduziert worden, weil große Mengen im Rahmen von Finanzierungsdeals in Lagerhäusern gelandet sind.

Alcoa selbst sieht die Nachfrage nach dem leichten Metall in diesem Jahr weltweit um sieben Prozent steigen. Damit scheint der Bedarf an Aluminium wieder etwas stärker anzuziehen als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr hat die Schuldenkrise in Europa die Nachfrage gebremst, etwa durch gesunkene Autoverkäufe. Aluminium wird hier vor allem bei Motorblöcken eingesetzt.

In diesem Jahr rechnet Alcoa damit, dass der Alubedarf in der Autobranche zwischen einem und fünf Prozent ansteigt. Das größte Wachstum verspricht sich der Hersteller aber wie in der jüngeren Vergangenheit vom Flugzeugbau. Die Airlines erneuern gerade ihre Flotten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2013)

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