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Merrill Lynch: "USA sind schon mitten in der Rezession"

08.01.2008 | 15:33 |   (DiePresse.com)

Nach Einschätzung des Merrill-Lynch-Chefökonomen Rosenberg ist bereits eingetreten, was viele fürchten. Als Beweis führt er die gestiegene Arbeitslosigkeit an.

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Immer wieder haben Ökonomen gewarnt, die USA könnten in eine Rezession schlittern. Die Alarmsignale dafür häuften sich in Folge der US-Hypothekenkrise in den letzten Monaten zunehmend. Nach Einschätzung des Merrill-Lynch-Chefökonomen David Rosenberg ist nun aber bereits eingetreten, was viele fürchten: "Die USA stecken bereits mitten in der Rezession".

Zuletzt befanden sich die USA vor 16 Jahren in einer ausgewachsenen Rezession. Als Beweis für seine Prognose führt Rosenberg die gestiegene Arbeitslosigkeit an. Dem US-Arbeitsministerium zufolge ist die Arbeitslosenrate in den USA im Dezember auf fünf Prozent gestiegen – und damit so hoch, wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Niemals in den vergangenen 60 Jahren sei die Arbeitslosenrate innerhalb so kurzer Zeit derart deutlich angestiegen, schreibt Rosenberg in einer Notiz an Kunden. Im März 2007 lag die Arbeitslosigkeit noch bei 4,4 Prozent.

Neben der Arbeitslosigkeit führt Rosenberg weitere Negativfaktoren an: das Realeinkommen, die Industrieproduktion und Verkaufsaktivitäten im Einzelhandel. Alle vier Faktoren hätten in der Periode November/Dezember einen Höhepunkt erreicht: "Sie deuten deutlich darauf hin, dass wir uns im ersten Monat einer Rezession befinden", sagt Rosenberg.

Auch die Ökonomen Richard Berner und David Greenlaw von der Investmentbank Morgan Stanley teilen laut "Spiegel Online" die Auffassung Rosenbergs. "Die Schlüsselfrage ist nun, wie tief die Rezession sein und wie lange sie andauern wird", zitiert die Finanzzeitschrift "Investment News" aus einem Report der beiden Finanzexperten.

US-Präsident George W. Bush hatte gestern Abend Probleme der US-Wirtschaft eingeräumt. Er sprach von "zunehmend gemischten" Konjunkturaussichten. "Wir können das Wachstum nicht als gegeben ansehen", sagte er in einer Rede vor Unternehmern. (phu)

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8 Kommentare
Gast: Philip Morris
09.01.2008 08:30
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Einschätzung des Merrill-Lynch-Chefökonomen Rosenberg

Auch das ist USA-Wahlkampf! Hier werden alle Register gezogen ohne Rücksicht auf Verluste. Nur traurig, wenn die ganze Welt hier mitspielt wie die Leitbörsen zeigen. Wenn man statt mit 180 km/h nur mehr mit 100 km/h unterwegs ist, fährt man deswegen noch lange nicht im Rückwärtsgang.

phuter
08.01.2008 16:09
0 0

Oh Wunder....

Welch eine Überraschung das alles. Krieg ist eben der Vater aller DInge- diesmal ist er der Vater der Armut weiter Teile der Bevölkerung. Aber hauptsache die Aktienkurse sind seit 2003 explodiert wie die Roadsidebombs im Irak. Wenn man zuviel dran denkt bekommt man eine solche Wut, dass man die Rosenbergs, Greenspans und wie sie alle heissen die Zocker und Analysten, die Banker und Lobbyisten am liebsten mit einem Stein am Bein 3 Meter unter Wasser sähe.

Antworten Iason
11.01.2008 20:07
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Re: Oh Wunder....

Sie dürften von Wirtschaft und vor allem von den Börsen nicht viel Ahnung haben.

Die meisten wichtigen Leitbörsen sind seit 2000 GEFALLEN !!! Und zwar NOMINAL.
Rechnet man die wahre Inflation hinein, werden sie rasch sehen, dass das alles reinste Polemik ist...


Antworten Gast: Herr Rosenblatt
08.01.2008 18:56
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Uebersetzung......

fuer alle Nicht-Antisemiten: "Die Juden sind Schuld am Krieg - und an der Immobilienkrise".
Sie haetten es auch den Tuerken in die Schuhe schieben koennen. G-tt sei Dank hat das der Kommentar weiter unten ("getuerkte Zahlen") erledigt.

Das Traurige ist, dass "Die Presse" mit schlechtem Journalismus das oesterreichische Neidertum nur foerdert: siehe "Profiteure/Opfer der Immo-/Hypotheken-Krise ".
Bringen sie die Fakten und wohl durchdachte Kommentare, aber keine Bildergallerien mit Geiern beim Fressen.

Wenn irgendjeman direkte Schuld an der Krise in den USA hat, dann ist es die derzeitige Regierung rund um Praesident Bush, die auf eine lange Liste total verfehlter Entscheidungen verweisen kann.
Das war nur moeglich mit der Unterstuetzung der christlich-konservativen Kreise - dieselben Dummkoepfe, die das blau/orange-schwarze Fiasko in Oesterreich angerichtet haben.

Antworten Antworten Gast: Montagmorgen
09.01.2008 07:29
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Re: Uebersetzung......

Erstaunlich ist ja, daß Bush trotzdem nochmal Präsident geworden ist! Man hat vor der Wiederwahl ja schon gewußt, was für einen Verbrecher man an die Spitze des Staates stellen würde!!!!


Antworten Antworten Gast: Down Under
08.01.2008 23:13
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Re: Uebersetzung......

Ja ja, auch hier in Australien liest man die Presse.
Ob Juden od. Araber, Bush od. seine Hintermanner sind
doch alles nur eine Ausrede.

Der 2 Schritte Plan:
Kopft die Versicherungsgesellschaften, die nur Angst
und Schrecken verbreiten.

Kopft die Banken, die verlogene und verborgene Interest-Rates verlangen.

Ganz wichtig: Bescheidenheit, man muss nicht alles haben. Dadurch wurde der 2 Schritte Plan funktionieren,
da hatten namlich die oben genannten Gesellschaften nicht mehr viel zu lachen und mussten nachgeben.


Antworten Antworten Antworten Iason
11.01.2008 20:12
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Re: Re: Uebersetzung......


Sie haben recht. Der Bush kann gar nichts dafür, dass es auch schlechtere Zeiten gibt. Die Menschheit hat vergessen, dass es auch Bescheidenheit gibt. Die Gier kreist um die Welt und bringt uns auch Leid...

Best Regards to Australia ;-)


Gast: AEIOU
08.01.2008 15:11
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Was? Nichteinmal mehr die getürkten Zahlen

können das "Bild" vom stets erfolgreichen Amerika vermitteln. Dann ist äußerste Vorsicht angebracht. Für Europa.