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Gold nicht mehr weit von 1000 Dollar entfernt

21.02.2008 | 18:29 |   (Die Presse)

Rohstoffe. Auch Ölpreis neuerlich auf Rekordjagd.

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London (cjd/ag). Der Preis für Gold hat einen neuen Höchststand erreicht. Am Donnerstag stieg der Preis für eine Feinunze Gold in London auf 950,6 Dollar. Mitte Jänner hatte das Edelmetall erstmals die 900 Dollar Marke überschritten. Bereits damals hatten Analysten über einen baldigen Angriff auf die 1000-Dollar Schallmauer gemutmaßt. „Es gibt eine reale Chance einer Preis-Spitze jenseits der 1000-Dollar. Allerdings bin ich nicht überzeugt, dass sich der Preis dauerhaft auf diesem Niveau halten kann“, sagt Daniel Hynes, Stratege für Edelmetalle bei Merill Lynch.

Den Grund für die jüngste Rallye beim Goldpreis sieht er in der anhaltend hohen Nachfrage nach dem Edelmetall. Eine Nachfrage die im Wesentlichen durch drei Komponenten beeinflusst sei, so der Stratege: „Dem schwachen Dollar, der Angst der Investoren vor Risiko und den anhaltenden Inflationstendenzen.“


Wende durch wieder erstarkten Dollar?

Die Investkredit, Investmentarm der heimischen Volksbank-Gruppe, rechnet bis zum Ende des Jahres mit einer Erholung des Dollars. In Folge würde der Goldpreis wieder leicht zurückgehen, so die Einschätzung der Bank.

Denn insbesonders der schwache Dollar war es in den letzten Jahren, der die Nachfrage nach Gold zusätzlich angeheizt hatte. Der Grund: Sinkt der Dollar, wird das in US-Dollar notierende Edelmetall für Anleger außerhalb der Vereinigten Staaten entsprechend preiswerter. Das Resultat: Die Goldnachfrage steigt. Legt der Dollar wieder zu, kehrt sich diese Entwicklung um.

Der schwache Dollar hat neben Gold auch den Rohölpreis in lichte Höhen getrieben. Der Ölpreis erreichte am Donnerstag zwischenzeitlich einen Spitzenwert von 101,32 Dollar. Fachleute halten die Ölmärkte weltweit freilich für gut versorgt. Ein Einbruch der Nachfrage etwa wegen der schwächeren Weltwirtschaft könnte den Preis rasch fallen lassen, so die Markt-Meinung. Das Frühjahr ist zudem die schwächste Zeit der Öl-Nachfrage: Die Heizperiode geht zu Ende, der Sommer-Reiseverkehr ist noch fern. Allerdings könnte die Opec bei ihrem Treffen Anfang März die Fördermenge drosseln, um den Ölpreis auf hohem Niveau zu stabilisieren.

AUF EINEN BLICK

Der Goldpreis erreichte am Donnerstag einen neuen Rekordwert. Unsicherheit der Investoren und schwacher Dollar treiben die Nachfrage nach dem Edelmetall.

Experten zweifeln jedoch an der Nachhaltigkeit der Rallye. Stabilisiert sich der Dollar, könnte der Goldpreis wieder fallen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.02.2008)

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7 Kommentare
Gast: Goldbug
26.02.2008 09:19
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Meldung 25.2.08

"Demnach käme die Bush-Regierung dem Vorschlag des Internationalen Währungsfonds nach, einen Teil seiner Goldreserven zu verkaufen, um die Finanzierung des Internationalen Währungsfonds langfristig sicherzustellen."

Haha, der Währungsfond ist Pleite?

eurowave
22.02.2008 08:57
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Jaja,....

Wenn der Goldpreis steigt, wenn der Dollar sinkt, dann dürfte doch der Goldpreis im EUR Raum nicht nach oben gehen? oder? Tatsächlich ist der Goldpreis in EUR auch ziemlich Rasant gestiegen. In den letzten Monaten wird uns immer mehr weiss gemacht, dass Gold quasi keine Zukunft hat. Tatsächlich wurde (zumindest lange Zeit) der Goldpreis/Silberpreis/Platinpreis usw. usf. lange Zeit künstlich niedrig gehalten (und wird noch immer). Dies damit sich die, die wirklich reich sind, wieder billig absichern können gegen (Hyper)inflation (z.B. die Inhaber von Medien/Zeitungen die ja doch auch 'Meinungsmacher' sind).

Antworten Gast: Goldbug
22.02.2008 15:45
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Re: Jaja,....

Diese Leute (Reiche?) haben schon lange Gold und Edelmetalle eingebunkert.
Nur so kann man sich in solchen Zeiten absichern. Wer glaubt er kann dann wenn es so weit ist, noch rechtzeitig aufspringen, der irrt gewaltig.

Iason
21.02.2008 19:59
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Gold als Indikator!

Ein steigender Goldpreis ist ein sehr zuverlässiger Indikator für ein Inflationsproblem!
Deshalb steigt der Goldpreis seit Jahren. Nur die Politiker wollten uns lange Zeit weismachen, dass die Inflation vernachlässigbar niedrig sei. Doch Gold hat wie immer Recht behalten und die hohe Inflation hat sich durch das System gearbeitet und sorgt jetzt für eine rasant steigende Teuerung!
Das ist vermutlich erst der Anfang einer ansteigenden Teuerung ähnlich wie in den 1970er Jahren. Hoffentlich kommt es zu keiner Hyperinflation, ähnlich wie 1923 in D…

** Haben SIE Gold? **

Antworten lurch
22.02.2008 15:34
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Re: Gold als Indikator!

Ich muß Ihnen leider Recht geben!

Es schaut fast so aus, als wenn wir uns langsam aber sicher wieder Zuständen nähern wie in der ersten Republik. Da waren ja auch die Christlichsozialen (heutige ÖVP) und die Sozialdemokraten am Werk. Die können offensichtlich nicht anders!

Antworten Antworten hw
23.02.2008 00:28
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Re: Re: Gold als Indikator!

glaubens wirklich, dass die ÖVP und SPÖ den goldpreis beeinflussen können?

Antworten Antworten Gast: Berger
22.02.2008 15:52
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Irre ich mich

oder waren in 7 der letzten 8 Jahre v.a. freiheitliche Superspezialisten unter Führung des Wirtschaftsgenies KHG involviert??? Da sind mal wieder, was kommt, wenn WU-Bubis in für sie zu hohe Positionen rutschen.

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