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Sparzinsrally gestartet - Banken stellen sich Kaupthing Edge

03.09.2008 | 16:35 |  (DiePresse.com)

Der Markteintritt der isländischen Direktbank Kaupthing Edge in Österreich sorgt für Unruhe in der Branche. Viele Institute reagieren auf das mögliche Kampfangebot von 5,65 Prozent Sparzinsen mit Sonderangeboten.

Mit Spannung erwarten heimische Banken und Sparkassen den bevorstehenden Einstieg der isländischen Direktbank Kaupthing Edge am heimischen Markt für Sparprodukte. "Die Presse" berichtete bereits am 29. 8. über den Eintritt.

Einige Kreditinstitute haben - wohl in Kenntnis der von den Isländern in Deutschland gebotenen Kampfzinsen von bis zu 5,65 Prozent auf täglich fälliges Geld - bereits ihrerseits die Zinsen für einige Sparprodukte erhöht. Die isländische Bank wird ihrerseits morgen, Donnerstag, den Markt in Österreich betreten. Für täglich fälliges Geld bietet die Bank vorerst 4,85 Prozent Habenzinsen.

 

"Zinsen nicht nachvollziehbar"

"Wir bereiten uns darauf vor", sagte ein für die Produktentwicklung in einer heimischen Bank zuständiger Experte zur APA. Er bezeichnete die Konditionen der isländischen Direktbank als "betriebswirtschaftlich nicht nachvollziehbar". Die von den Isländern angebotenene Zinsen würden sogar über dem Zinssatz liegen, zudem sich die Banken untereinander Geld ausborgen. Der höchste Euribor-Zinssatz liege für 12 Monate bei 5,3 Prozent, kürzere und längere Laufzeiten würden sogar darunter liegen, betonte der Finanzexperte.

 

Allgemeine Zinstreiberei setzt ein

Mit einer Erhöhung ihrer Sparzinsen vorangeprescht ist etwa Raiffeisen in Wien und erhöht per 5. September die Zinsen für das 9-Monats-Vermögens-Sparbuch um 0,25 Prozentpunkte auf 4,625 Prozent. 4,5 Prozent werden für die ersten sechs Monate geboten, 4,75 Prozent für zwölf Monate.

Bereits am 1. September hat die BAWAG P.S.K. die Zinsen für Kapitalsparbücher erhöht:

Bei ihrer Direktbanktochter easybank gibt es derzeit ab 3 Monate und ohne Mindesteinlage 4,6 Prozent, je nach Betrag und Laufzeit gestaffelt beträgt die höchste Verzinsung 5,0 Prozent für 24 Monate und ab 35.000 Euro.

Bereits am 1. September hat die BAWAG P.S.K. die Zinsen für Kapitalsparbücher erhöht. Für ein Jahr und ab 20.000 Euro bietet sie 4,8 Prozent, für 1,5 Jahre - aber ohne Mindesteinlage - 4,3 Prozent, bzw. mit einer Mindesteinlage von 12.000 Euro 4,6 Prozent. Bei ihrer Direktbanktochter easybank gibt es derzeit ab 3 Monate und ohne Mindesteinlage 4,6 Prozent, je nach Betrag und Laufzeit gestaffelt beträgt die höchste Verzinsung 5,0 Prozent für 24 Monate und ab 35.000 Euro.

Branchenprimus ING-Diba zieht nicht mit

Die Direktbank ING-DiBa bietet derzeit bis Jahresende 4,5 Prozent Jubiläumszinsen für täglich verfügbares Geld, dann sind es 3,5 Prozent. Für Festgeld gibt es seit 1. September für 6 Monate Laufzeit ab 10.000 Euro 4,5 Prozent. Ab 50.000 Euro und 12 Monaten werden 5 Prozent bezahlt.

Bank Austria und Sparkasse warten ab

Die Bank Austria hat zuletzt am 15. August die Zinsen für das Kapitalsparbuch mit 15 Monaten auf 4,3 Prozent und für 36 Monate auf 4,5 Prozent erhöht. "Im Moment sind wird stabil, wir schauen, was der Markt macht", hieß es aus der Bank.

Die Erste Bank bietet momentan ihr Kapitalsparbuch s Plus mit Zinssätzen zwischen 2,5 bis 5,0 Prozent an, je nach dem, wieviele Produkte der Erste Bank man sonst noch hat. Täglich fälliges Geld wird betragsabhängig von 2,625 Prozent bis 3,375 Prozent (ab 50.000 Euro) verzinst. Höhere Zinssätze sind verhandelbar, heißt es. Die Zinsen für Kapitalsparen mit Einmalerlägen betrage für 12 Monate 4,25 Prozent und für 30 Monate 4,5 Prozent.

 


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