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Sparkassenverband: Washington Mutual keine Sparkasse

26.09.2008 | 11:32 |   (DiePresse.com)

Sparkassen seien nach wie vor ein Hort der Stabilität, erklärt der deutsche Fachverband. Ihre Struktur sei völlig anders als die der US-Bank Washington Mutual - eine Feststellung, die auch auf die Erste Bank übertragbar ist.

Die zusammengebrochene US-Bank Washington Mutual wird in den Medien derzeit als Sparkasse bezeichnet. Diese Bezeichnung ist im deutschen - und österreichischen - Kontext offenbar irreführend.

Bei dem US-Bankkonzern Washington Mutual handle es sich nicht um eine Sparkasse im deutschen Sinne, stellte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Freitag in Berlin klar.

Weder entspreche das Geschäftsmodell dem der deutschen Sparkassen, noch sei dieses Kreditinstitut mit den deutschen Sparkassen verbunden.

In diesem Zusammenhang betonte DSGV-Präsident Heinrich Haasis: "Die deutschen Sparkassen sind nach wie vor ein Hort der Stabilität - auch in dieser Finanzkrise. Kein Anleger muss sich Sorgen um Einlagen bei seiner Sparkasse machen."

Auch die österreichische Erste Bank steht als führendes Institut des österreichischen Sparkassensektors in der Tradition der Sparkassen - ihre Geschäftsstrukturen sind in Ansätzen mit den deutschen Sparkassen vergleichbar.

Dagegen ist Washington Mutual, seit 1983 eine bösennotierte Aktiengesellschaft, der größte noch unabhängige Hypothekenanbieter und nach Bilanzsumme die sechstgrößte Bank der USA.

Das Haus sei aus einer savings & loans association (S&L) hervorgegangen und habe später mit einer Genossenschaft fusioniert, berichtet der Sparkassenverband. Der größte Einzelaktionär der Aktiengesellschaft sei die Beteiligungskapitalgesellschaft Texas Pacific Group, TPG. Dieser Private Equity Fonds habe erst im April dieses Jahres sieben Milliarden Dollar in das Finanzhaus investiert und stelle damit rund 50 Prozent des Eigenkapitals von Washington Mutual.

(mar)


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2 Kommentare
 
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Von Gast: DerUnterschied am 26.09.2008 um 13:38

Schade, ...

... dass in dem Artikel die tatsächlichen Unterschiede zwischen dem amerikanischen und dem deutschen/österreichischen Geschäftsmodell der Sparkassen nicht ausgearbeitet sind. Oder gibt es in Wirklichkeit gar keine?

Von Filz Laus am 26.09.2008 um 12:20

Die Erklärung warum das Geld der Sparer und Anleger futsch ist, bleibt den Verlierern egal!

Sicher wie in Abrahams Schoß ist jede Bank - vorher!

Bankgeschäfte sind essenziel, Banken nicht - so Bill Gates und da hat er recht.

Wenn die Leute ihr Geld auf ein Zahlkonto einlegen von dem sie Gebührenfrei jegliche Zahlung leisten können, wäre der Bankdienst genug mit der Einlage versorgt.

Dass die Leute auf Konten gelockt wurden und jetzt mehr an Spesen verrechnet bekommen als wäre es durch reitende Boten überbracht, ist das Zockermodell.

 
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