04.07.2009 06:20 | Meine Presse Merkliste0

Sparkassenverband: Washington Mutual keine Sparkasse

26.09.2008 | 11:32 |   (DiePresse.com)

Sparkassen seien nach wie vor ein Hort der Stabilität, erklärt der deutsche Fachverband. Ihre Struktur sei völlig anders als die der US-Bank Washington Mutual - eine Feststellung, die auch auf die Erste Bank übertragbar ist.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die zusammengebrochene US-Bank Washington Mutual wird in den Medien derzeit als Sparkasse bezeichnet. Diese Bezeichnung ist im deutschen - und österreichischen - Kontext offenbar irreführend.

Bei dem US-Bankkonzern Washington Mutual handle es sich nicht um eine Sparkasse im deutschen Sinne, stellte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Freitag in Berlin klar.

Weder entspreche das Geschäftsmodell dem der deutschen Sparkassen, noch sei dieses Kreditinstitut mit den deutschen Sparkassen verbunden.

In diesem Zusammenhang betonte DSGV-Präsident Heinrich Haasis: "Die deutschen Sparkassen sind nach wie vor ein Hort der Stabilität - auch in dieser Finanzkrise. Kein Anleger muss sich Sorgen um Einlagen bei seiner Sparkasse machen."

Auch die österreichische Erste Bank steht als führendes Institut des österreichischen Sparkassensektors in der Tradition der Sparkassen - ihre Geschäftsstrukturen sind in Ansätzen mit den deutschen Sparkassen vergleichbar.

Dagegen ist Washington Mutual, seit 1983 eine bösennotierte Aktiengesellschaft, der größte noch unabhängige Hypothekenanbieter und nach Bilanzsumme die sechstgrößte Bank der USA.

Das Haus sei aus einer savings & loans association (S&L) hervorgegangen und habe später mit einer Genossenschaft fusioniert, berichtet der Sparkassenverband. Der größte Einzelaktionär der Aktiengesellschaft sei die Beteiligungskapitalgesellschaft Texas Pacific Group, TPG. Dieser Private Equity Fonds habe erst im April dieses Jahres sieben Milliarden Dollar in das Finanzhaus investiert und stelle damit rund 50 Prozent des Eigenkapitals von Washington Mutual.

(mar)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

2 Kommentare
Gast: DerUnterschied
26.09.2008 13:38

Schade, ...

... dass in dem Artikel die tatsächlichen Unterschiede zwischen dem amerikanischen und dem deutschen/österreichischen Geschäftsmodell der Sparkassen nicht ausgearbeitet sind. Oder gibt es in Wirklichkeit gar keine?

Filz Laus
26.09.2008 12:20

Die Erklärung warum das Geld der Sparer und Anleger futsch ist, bleibt den Verlierern egal!

Sicher wie in Abrahams Schoß ist jede Bank - vorher!

Bankgeschäfte sind essenziel, Banken nicht - so Bill Gates und da hat er recht.

Wenn die Leute ihr Geld auf ein Zahlkonto einlegen von dem sie Gebührenfrei jegliche Zahlung leisten können, wäre der Bankdienst genug mit der Einlage versorgt.

Dass die Leute auf Konten gelockt wurden und jetzt mehr an Spesen verrechnet bekommen als wäre es durch reitende Boten überbracht, ist das Zockermodell.

Schlagzeilen Wirtschaft

  • Fall Madoff: Neue Spuren führen nach Wien
    Im „Fall Madoff“ gibt es schwere Vorwürfe gegen Sonja Kohn, Gründerin der Wiener Bank Medici. Dabei geht es um umstrittene Geldflüsse von rund 40 Mio. Dollar (28,4 Mio. Euro).
    Ohne Job: Generation Krise
    Der Einstieg ins Berufleben wird schwieriger. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt daher deutlich stärker als die allgemeine Arbeitslosenquote. Firmen nehmen lieber freigesetzte Mitarbeiter als Neueinsteiger.
    Verteilungskonflikt: "Wir brauchen Aufstand der Jungen"
    Keine Pension, kein Job und keine Kinder. Droht ein Kampf der Generationen? „Die Verteilungskonflikte zwischen Alt und Jung werden zunehmen“, meint Experte Wolfgang Gründinger.
  • AUA: Streik liegt in der Luft
    Wegen des geplanten Stellenabbaus bei der AUA-Tochter könnte es zu Streiks kommen. Betriebsrat Junghans meint aber, dass man gegen die Kündigungen nicht viel tun könne. Sie sollen nur "sozial verträglich" sein.
    SPÖ: An der Peripherie der Macht
    Jetzt hat es die SPÖ quasi amtlich: Die Partei hat massiv an Macht und Einfluss in der Wirtschaft eingebüßt. In einem Ranking der hundert einflussreichsten Österreicher findet sich nur eine Handvoll SPÖler.
    Skylink: Rechnungshof macht Druck
    Die Oppositionsparteien fordern eine Untersuchung des Finanzdebakels. Derzeit kann der RH ein Unternehmen nur prüfen, wenn die öffentliche Hand mindestens 50 Prozent der Anteile hält.
  • Kroatien/Slowenien: Polemisch um Gäste buhlen
    Slowenien macht Kroatien die Urlauber aus Serbien abspenstig – mit einer Kampagne voller Spott und Ressentiments.
    Bau: Strabag: Zukunft ohne Cemex
    Kein Okay der Kartellhüter, Konzern zieht sich zurück. Cemex Austria und Cemex Hungaria betreiben zusammen 85 Betonmischanlagen und 38 Stein- und Kiesgruben.
    Bahn: Steuernachzahlung für ÖBB
    Die Mitarbeitertickets wurden nicht versteuert. Der heimische Fiskus verlangt nun eine Steuernachzahlung von rund 80 Mio. Euro für die letzten fünf Jahre.
  • Russland: Lenins Leuchte wird ausgedreht
    Auch Moskau verkündet ein Glühbirnenverbot. Medwedjew hat entschieden, dass ab 2011 herkömmliche Glühbirnen in Russland verboten werden.
    Telekom: Eine Milliarde fürs Glasfasernetz
    Konzern startet Pilotprojekte in Wien und Kärnten. Aktie reagiert mit Kursanstieg. Durch neue multimediale Anwendungen verdopple sich das Datenvolumen alle ein bis eineinhalb Jahre.
    Immofinanz: Staat muss Anleger entschädigen
    Eine sichere Anlage? Viele Pflegschaftsgerichte haben zugelassen, dass die Ersparnisse von Minderjährigen in Immofinanz-Aktien angelegt wurden.