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FMA: "Investorenwarnungen" verfassungswidrig

01.04.2009 | 12:43 |   (DiePresse.com)

Der Verfassungs-Gerichtshof kritisiert, dass betroffene Unternehmen keine Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten. Er fordert ein Recht auf Widerruf nach falschen Warnmeldungen.

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Die "Warnmeldungen", mit denen die Finanzmarktaufsicht die Anleger auf unseriöse Firmen hinweist, sind verfassungswidrig. Zwar äußerst der Verfassungsgerichtshof (VfGH) in einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung keine Zweifel am grundsätzlichen Zweck dieser Meldungen, allerdings kritisieren die 14 Verfassungsrichter, dass betroffene Unternehmen keine Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten. Nicht einmal ein Widerruf unrichtiger Warnmeldungen ist möglich - ein Verstoß gegen das rechtsstaatliche Prinzip.

In ihren "Investorenwarnungen" weist die Finanzmarktaufsicht die Anleger auf Unternehmen hin, die ihre Dienstleistungen ohne entsprechende Konzession anbieten. "Gegen die Zielsetzung, mit solchen Informationen potenzielle Anleger zu schützen, bestehen natürlich keine verfassungsrechtlichen Bedenken", heißt es seitens des Gerichtshofes. Verfassungswidrig ist allerdings, dass die betroffenen Unternehmen nichts unternehmen können - auch nicht für den Fall, dass sich eine solche Investorenwarnung als ungerechtfertigt herausstellt.

Der Verfassungsgerichtshof hat Regierung und Parlament daher bis Jahresende Zeit gegeben, die entsprechende Bestimmung (Par. 4, Abs. 7 Bankwesengesetz) zu reparieren. Zwar hält der VfGH fest, dass es in dringenden Fällen auch künftig möglich sein wird, Investorenwarnungen ohne Stellungnahme des betroffenen Unternehmens zu veröffentlichen. Allerdings müsse der Gesetzgeber für diese Fälle ein Verfahren schaffen, in dem sich zumindest im Nachhinein überprüfen lasse, ob die Investorenwarnung tatsächlich gerechtfertigt war. Ein Widerruf müsse möglich sein.

(APA)

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8 Kommentare
Gast: ET
01.04.2009 14:22
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Die FMA ist für die Würscht

obwohl Verantwortlich, konnte diese Organisation uns nicht vor Betrügereien und Milliardenverluste der Banken retten. Im Gegenteil, die FMA hat, mit den Freunden aus der Partei asl Vorstand, die Schwächen immer überdecken können. Damit ist die FMA zum Helfer für die Milliardenverluste geworden. Die Vorgänge rund um die Bawag, Hypo Alpe Adria oder auch einiger Privatbanken sind noch in guter Erinnerung.

Offensichtlich können die Mitarbeiter der FMA nicht einmal eine Bilanz lesen, sonst wären die FMA schon lange bei der RI aktiv geworden.


Antworten Gast: Gast
02.04.2009 11:12
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Re: Die FMA ist für die Würscht

Das sind Verwaltungsjuristen .. und nicht mehr ..
Die können schauen, ob jemand volljährig ist, ob er eine Bestätigung von irgendjemand hat, und dann gibt es halt eine Konzession ..
Ob der Konzessionswerber sein Handwerk tatsächlich versteht, dass können die mangels Fachkenntnisse wirklich nicht berurteilen ..
Und natürlich werden die nie wirkliche Fachleute einstellen, weil dann hätte der jeweilige Bereichsleiter das Problem, dass er Leute anstellen müsste, die um Längen qualifizierter als er selbst ist, und die auch viel mehr verdienen würden als er selbst .. und das passiert ja bekanntlich nie -)-)-)

Antworten Antworten Gast: ET
02.04.2009 15:51
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Re: Re: Die FMA ist für die Würscht

Dann brauchen wir diese Organísation aber wirklich nicht.
Es sollte für Juristen doch möglich sein die Banken so kontrollieren, dass wenigstens die geltenden Rechtvorschriften eingehalten werden. Tatsächlich haben wir aber alleine durch das Bankenhilfspaket für die Ostbanken einen Verfassungsbruch. Diese Ostbanken sind nicht zur Aufrechterhaltung des Österreichischen Staates notwendig, damit ist auch ein Transfer von Steuergeldern nicht zulässig. Die Parteifreunde und Genossen bedienen sich noch immer wie und wo es nur geht. Ich hasse diese Poltik, weil diese so einseitig ist, Menschengrundrechte laufend verletzt werden und das Ganze noch mit einer eher durschnittlichen Leistungsfähigkeit graniert ist.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
02.04.2009 18:36
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Re: Re: Re: Die FMA ist für die Würscht

Ich würde sagen, in dieser Form ist sie für die Würscht .. .. Die hatten mal einen Leiter, den Grünbichler, der war Professor für Finanzmathematik, und dem wäre der Madoff Fonds totsicher aufgefallen, sonst hätte er wirklich nichts gelernt ..

Nur der ist halt gegangen weil sie ihm zu wenig gezahlt haben .. obwohl der selbst wenn sie ihm das 50 fache gezahlt hätten, längst sein Gehalt hereingespielt hätte ..

Nur damit niemand jetzt auf dumme Ideen kommt, der Grünbichler wäre das wert gewesen, nicht die derzeitigen Mitarbeiter und Vorstände -)-)-)

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02.04.2009 21:53
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Re: Re: Re: Re: Die FMA ist für die Würscht

Ich glaube nicht, dass Einzelpersonen Österreich retten können. Im Rahmen des Proporzes kommen immer mehr Mitläufer in wichtige Positionen. Die Musik spielt eigentlich im Parlament. Schauen Sie sich die Lebensläufe an, dann sehen Sie, dass wir wir von Beamten und Funktionären regiert werden. Ein paar bunte Ausnahmen zum garnieren. Kaum einer zu finden, welcher schon einmal wirklich Leistung gebracht hat.
Hoch lebe das Bonzentum.

Wenn Hr. Grünbichler wirklich wegen der mangelnden Entlohnung gegangen wäre, dann hätte er auch eine mangelnde soziale Kompetenz für diesen Job gehabt.

Es geht nicht immer nur ums Geld, ich kenne sehr viele Menschen mit "Lust an der Leistung".

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03.04.2009 14:59
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Re: Re: Re: Re: Re: Die FMA ist für die Würscht

überlegen sie mal .. Wenn sie hochkompetent sind, und in einer Bank das Vierfache verdienen können .. vielleicht gibt es einige weinige solcher Idealisten ..
Nur wenn sie dann mit Bürokraten Sitzungen über die Farbe von Ordnern für die Ablage, oder wer in welcher Reihenfolge am E:Mail Verteiler zu stehen hat, abhalten sollen, und solche Leute weil politisch gestützt oder quasi pragmatisiert nicht rauswerfen können, dann wird es wohl auch dem größten Idealisten irgendwann reichen .....

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03.04.2009 16:21
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die FMA ist für die Würscht

Ich verstehe das so:
Aufgegeben wegen Sinnlosigkeit des Systems von Parteiapparatischiks und pragmatisierten Beamten.

Das passt dan gut zusammen, das Mehrgeld dann als Schmerzengeld sehen.

Das 4- fache dann in einer Bank zu verdienen, da braucht es in Österreich aber auch richtigen Kontakte zu den Apparatschiks, oder?
Es gibt in Österreich kaum Banken, welche nicht in erhöhtem Einfluss der Parteien sind.

So ganz kann ich das mit dem tollen Hrn. Grünbichler nicht glauben.

Gast: gast
01.04.2009 14:04
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Wahnsinn ..

soll noch einer sagen, dass die Behörden und Gerichte nicht mit aller Macht gegen die Finanzkrise kämpfen -)-)