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Bank Austria: Kundendaten gehen nach Italien

07.04.2009 | 18:23 |   (Die Presse)

Ein Expertenpapier warnt, die Bank Austria beruhigt. Bank-Austria-Sprecher Martin Halama sagte freilich, die angesprochenen möglichen Probleme seien bereits ausgeräumt.

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Wien (red.). Die UniCredit-Gruppe konzentriert ihre Kundendaten – und holt sich zu diesem Zweck die derzeit in Wien-Favoriten gespeicherten Kundendaten der Bank Austria auf ihre Kundenserver in Verona. Ein ganz normaler Vorgang innerhalb eines internationalen Konzerns – wenn es da nicht unterschiedliche Zugänge zum in Österreich sehr strikten Bankgeheimnis gäbe. Ein der Wiener Stadtzeitung „Falter“ zugespieltes internes Bank-Austria-Papier warnt jedenfalls vor schwerwiegenden Mängeln bei der Datensicherheit. Für die Bank-Austria-Kunden könnte die Auslagerung der Daten einer Aufweichung des österreichischen Bankgeheimnisses gleichkommen, weil das italienische Bankenrecht Behördenanfragen wesentlich offener gegenübersteht als das österreichische, heißt es laut „Falter“ in dem Papier.

Italien nimmt, im Gegensatz zu Österreich, am automatischen Informationsaustausch der EU-Länder über die Zinseinkünfte ausländischer Anleger teil. Durch den Standortwechsel der Hardware nach Verona bestehe für Personen, die nicht dem österreichischen Bankwesengesetz unterliegen, die Möglichkeit des physischen Zugriffs auf Hardwareressourcen des Kernbankensystems der Bank Austria, heißt es im Papier. Eine Kontrolle der Bank Austria über die Einhaltung des österreichischen Bankwesengesetzes sei dann nicht mehr möglich.

Bank-Austria-Sprecher Martin Halama sagte freilich, die angesprochenen möglichen Probleme seien bereits ausgeräumt. Die Kundendaten würden verschlüsselt und anonymisiert gespeichert und von Österreich aus gewartet. „Der Safe steht in Verona, die Kombination, der Schlüssel und der Dechiffriercode sind aber in Wien“, sagte Halama.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.04.2009)

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6 Kommentare
Gast: gast
16.04.2009 09:54
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Und wie ist der Stand des Verfahrens ?

Der Sachverhalt ist klar, der Pressesprecher hat es zugegeben, und zwar öffentlich .. also wie ist der Stand der Ermittlungen wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Bankgeheimnis ?
Das ist bekanntlich Strafrecht¿, also sollte ja wohl mittlerweile was passiert sein, sind die Herren vom Vorstand schon geladen worden ?

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Wie geht das?

Üblicherweise speichern Banken Ihre Daten in Grossrechnern (Host), oft auf IBM z/OS.
Da ist die gesamte Rechenleistung zentriert.
Die Datenbank, die Transaktionseinheiten. Wenn nun eine Transaktion auf einem Konto stattfindet, ist die im Prinzip nur eine lokale Operation.
Wie kann nun ein Computer der in Italien steht die Transaktion durchführen, wenn diese verschlüsselt sind, und er selbst aber den Schlüssel nicht hat?
Selbstverständlich muss dem System der Schlüssel zur Verfügung gestellt werden, der dann wiederum in Italien gespeichert werden muss. Und wenn jemand physischen Zugriff auf ein Computersystem hat, kann er alles damit machen, auch den Schlüssel kopieren, und niemand kann das verhindern, ja nicht einmal bemerken.
Für wie blöd hält uns die Bank Austria eigentlich?
Aber diese Frage kann uns nur der Kunde beantworten.
Ich freue mich schon auf die erste Werbung eines Konkurenten. "Kommen Sie zu uns, bei uns bleiben Ihre Daten in Österreich!"

Antworten Gast: Gast
09.04.2009 10:37
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Re: Wie geht das?

Ja mei, ist halt der Pressesprecher .. der darf doch nicht die Wahrheit sagen -)-)

Sollen er sagen, wir sind nur mehr arme Würstel, die das machen, was die Zentrale in Mailand will.
Jede Zentrale will immer alle Daten ihrer Töchter auf dem Server haben .. Und wie jeder Zentrale ist dennen die Gesetzgebung im Land ihrer Töchter aber so was von WURSCHT ..

Gast: hcap
08.04.2009 19:25
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Bankenhilfspaket für Arbeitsplatzvernichtung bei BA

UCI Italien möchte von Österreich 2 Milliarden Staatshilfe für die BankAustria erhalten. Dann verlagern sie das Rechenzentrum von Wien nach Verona und zurückbleiben bei der BA ein paar Arbeitslose im Rechenzentrum. Auch dafür darf dann der Steuerzahler aufkommen.

Gast: gast
07.04.2009 23:19
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Tja, die USB-Sticks -)-)-)-)

Die Kundendaten speichert man ganz locker auf einem USB-Stick den man auch ganz locker nach Hause nehmen kann, oder mit FEDEX nach Mailand schicken könnte -)-)
Natürlich nur könnte, und ganz ganz ganz ganz sicher nicht tut -)-)
Da von Safe und Dechiffrierungscode zu sprechen, ist wohl ein bissi übertrieben -)-)-)

Gast: gast
07.04.2009 21:59
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AHA ..

Das heist, jetzt werden Daten verschlüsselt nach Italien geschickt, die die Italiener nicht lesen können, und auch sonstwie nicht bearbeiten können ..
Wieso wollen die Daten, wenn sie sie eh nicht lesen können .. nur damit die Festplatte voll wird -)-)-)
Mal logisch denken .. diese Erklärung ist alles, nur keine Erklärung -)
Also halt abwarten bis der erste deutsche Staatsbürger Post vom Finanzamt bekommt -)-)