Frankreich: Parlament für Abschaffung der 500-Euro-Noten

10.09.2009 | 12:47 |   (DiePresse.com)

Nach der Abschaffung der 1000-Dollar-Note ist der 500-Euro-Schein der wertvollste Geldschein. Durch die Abschaffung soll Geldwäsche erschwert werden.

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Zur Bekämpfung der Geldwäsche hat die französische Nationalversammlung die Abschaffung der Geldscheine im Wert von 500 Euro gefordert. "Nach der Abschaffung der Banknote zu 1000 US-Dollar ist der Schein für 500 Euro die höchste existierende Bargeldsumme, und wir wissen alle, dass die Geldwäsche vor allem durch Bargeld erfolgt", heißt es in einem Maßnahmenpaket der Pariser Abgeordnetenkammer zur Bekämpfung der Finanzkriminalität.

Insgesamt umfasst das Paket, das gegenwärtig in der Nationalversammlung debattiert wird, dreißig Maßnahmen zur Bekämpfung der Fiskalparadiese. Vorgesehen ist unter anderem ein Verbot der Bargeldbezahlung für Geldsummen über 3000 Euro im Detailhandel und das Einfahrtsverbot in französische Gewässer für Schiffe mit Flaggen von Steuerparadiesen. Überdies soll eine Liste der Länder aufgestellt werden, die sich nicht am Kampf gegen die Geldwäsche beteiligen, so der Gesetzentwurf.

(APA)

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12 Kommentare
Gast: Rob-Roy65
07.06.2010 23:39
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Frankreich: Parlament für Abschaffung der 500-Euro-Noten

Und was ist mit der 1000 Franken-Note der Schweiz; nach heutigem Kurs ist sie ca. EUR 700,00 wert also 40% mehr wert als die EUR 500,00 Note!!!

Gast: Gastleser
06.04.2010 17:32
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500EUR ist nicht der wertvollste Geldschein!

Der 500-Latu-Schein aus Lettland ist ca. 705,30 EUR wert.
Siehe https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Lats

Das war auch schon so, als dieser Artikel geschrieben wurde.

Gast: Donata
24.02.2010 10:10
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Was erzählen Sie denn da?

Dass man in FR ein Verbot "plane"?? wonach Bargeldzahlung über 3000 EUR nicht mehr geleistet werden dürfen? Das ist seit Jahren bereits der Fall - empfehle Ihnen mal gründlichere Recherche. Meine persönliche Erfahrung damit: ich bezahlte eine Schwimmbadpumpe vor Ort im Ferienhaus - in 2006 - .... Oh la la -- Also vorher prüfen, wäre für Ihren Artikel besser gewesen. In meinem speziellen Fall war der Handwerker noch clever. Er behielt das Geld und sandte eine Rechnung - trotz Quittung - und behauptete, er habe kein Geld erhalten. Keine Frage: ich durfte nochmal bezahlen.....

Gast: donald
10.09.2009 17:47
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da brauche ich dann eine neue brieftasche für all die kleinen scheinchen

aber im ernst: die spinnen! insbesondere der vorschlag "...ein Verbot der Bargeldbezahlung für Geldsummen über 3000 Euro im Detailhandel" ist eine zumutung.

wie wäre es damit, wenn das einkommen der bürger vom staat verwaltet wird und auf antrag bei der zuständigen behörde ein wöchentliches taschengeld ausbezahlt wird (in 50 cent münzen und nicht mehr als 100 euro, weil alle größeren anschaffungen ohnehin mit kreditkarte bezahlt werden müssen)?!

Gast: Astrowolf
10.09.2009 17:38
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Genies, so weit das Auge reicht.......

Die Abschaffung der 500-Euronoten ist in etwa ebenso "effektiv" im Kampf gegen die Geldwäsche, wie das "Betreten-verboten-Schild" einer offen stehenden, unbewachten Lagerhalle Diebe abschreckt!

Der Artikel vergisst, darauf hinzuweisen, dass es jeweils um jene zehntausenden abgezweigter Euros mittelständischer Kleinunternehmer geht, welche schwarz investiert werden wollen.

Die wirklich GROSSEN Investoren, welche sich von Bankdirektoren persönlich beraten lassen, um möglichst steuerschonend RIESIGE Vermögenswerte zu deponieren, ÜBERWEISEN die jeweiligen Beträge - Papiergeld ist da keines im Spiel.

Doch angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage, erwarte ich eher Banknoten à la Zimbabwe - also z.B. 500 Mio.Euro-Banknoten. Vielleicht sehen wir ja sogar bald den 1 Mrd. Euro-Schein?

Gast: Michael
10.09.2009 17:10
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Nicht den Franken 1000er vergessen

Den wertvollsten Geldschein der Welt haben immer noch die Schweizer!

Dachte immer, nur die Römer spinnen!

jetztn hat's die Gallier voll erwischt :-((

Gast: Schweizer
10.09.2009 16:30
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Noch sind wir nicht von der Landkarte gestrichen!

@Mannimmond: Die Geldwäsche soll nicht für die Grossen verunmöglicht werden, sondern für das Kleinvieh, die Schafe. Wo kämen sonst die Politiker und ihre Freunde aus der Wirtschaft hin? --- Interessant, womit sich Politiker so beschäftigen. Die Schweiz haben sie allem Anschein nach Gadaffi in vorauseilendem Gehorsam folgend schon von der Landkarte gestrichen, die Lumpen? Wir haben die Tausendernote, und die mag um die 660 Euro wert sein. --- Ich habe mir schon Gedanken darüber gemacht, dass die Tausendernote vor 50 Jahren ewa 10mal mehr Kaufkraft hatte als heute und es verräterisch gefunden, dass man nicht längst die 10'000er Note eingeführt hat. Klar: Man will den Leuten das Bargeld nehmen, denn Bargeld ist anonym, kann nicht kontrolliert werden. Alles per Kontokarte abrechnen, damit die Obrigkeit alle Individuen kontrollieren kann. Des Menschen Zukunft könnte der im Rückenmark eingebaute Chip sein. Die absolute Kontrolle! --- Übrigens: Wer über die Nase hinaus denkt, traut den staatlichen Währungen schon lange nicht mehr und hat die papierernen Scheinchen längst in Realgüter getauscht. Got gold? Got silver?

Gast: habnixzuverbergen
10.09.2009 15:32
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Endlich Schluss mit der Anonymität!

Ist schon lange fällig! Gold verbieten!

Gast: Atze
10.09.2009 15:10
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Braucht man nicht abzuschaffen, ist bald eh nur noch für eine Semmel gut

Oder soll die Oma mit einem Sack Hartgeld zum Bäcker laufen?

Und wer glaubt, dass damit die Geldwäsche

schwieriger wird, muss schon sehr naiv sein.

Mit einem Verbot von Bargeschäften unter 3.000 Euro wird man - nur so als Beispiel- all die dubiosen Mineraliengeschäfte und Teppichhandlungen, die - natürlich geschäftsbedingt - Kontakte nach Afghanistan oder Kolumbien unterhalten, sicher nicht treffen.


Sollte natürlich heißen: "über" 3.000 EUR


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