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Lloyds beschließt größte Kapitalerhöhung aller Zeiten

03.11.2009 | 15:56 |   (DiePresse.com)

Die teilverstaatlichte britische Bank Lloyds holt sich 13,5 Milliarden Pfund, rund 15 Milliarden Euro, vom Kapitalmarkt. Es ist weltweit die größte Kapitalerhöhung aller Zeiten.

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Die teilverstaatlichte britische Bank Lloyds zapft massiv den Kapitalmarkt an und will in Zukunft den Einfluss der Regierung auf seine Geschäfte begrenzen. Lloyds, zu 43 Prozent in staatlicher Hand, kündigte am Dienstag eine Rekord-Kapitalerhöhung im Volumen von 13,5 Milliarden Pfund (15,0 Milliarden Euro) an. Insgesamt will sich die in der Finanzkrise ins Straucheln geratene Bank sogar 21 Milliarden Pfund beschaffen, die restlichen 7,5 Mrd. Pfund über den Tausch bestehender Schulden in Kapital.

Die größten Kapitalerhöhungen aller Zeiten:


Mrd. Euro Datum
Lloyds 14,97 Nov 09
HSBC 14,63 Apr 09
RBS 13,63 Jun 08
Fortis 13,60 Okt 07
UBS 10,56 Mai 08
Rio Tinto 8,31 Jul 09
Enel 8,00 Jun 09
Santander 7,20 Nov 08
Sberbank 6,70 Feb 07
Imp. Tobacco 5,54 Jun 08

 

Lloys umgeht staatlichen Schutz

Mit dem Schritt kann Lloyds das Rettungsprogramm der Regierung umgehen, das für künftige Verluste der Bank staatlichen Schutz bieten würde. Der Staat verlangt für diese Leistung Gebühren, die sich Lloyds damit spart. Zudem sind die Mitspracherechte des Staates bei Lloyds in Zukunft deutlich geringer als etwa beim Rivalen Royal Bank of Scotland (RBS), der an diesem Programm teilnimmt.

Banken werden zerschlagen

Großbritannien hatte in der Früh die Pläne für eine Aufspaltung von Lloyds und der ebenso teilverstaatlichten RBS vorgelegt. Beiden Banken hat der Staat mit milliardenschweren Hilfen unter die Arme gegriffen, um ein Aus im Sog der Finanzkrise zu verhindern. Im Gegenzug hat die Regierung nun - auch unter dem Druck der EU-Kommission - radikale Veränderungen, darunter den Verkauf großer Teile des Privatkundengeschäfts bei beiden Instituten, angeordnet.

(Ag./Red)

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