Nestlé wächst langsam

Der Start ins neue Jahr verlief für Nestlé schleppend, Unilever erging es besser.

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Die Zentrale der Firma Nestle.
Die Zentrale der Firma Nestle. – imago/imagebroker

Zürich. Der nachlassende Appetit auf Fertigprodukte, das späte Osterfest und die Wirtschaftsflaute in Teilen der Welt haben Nestlé zu Jahresbeginn gebremst. Im ersten Quartal lag das organische Wachstum des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns bei 2,3 Prozent nach 3,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Es ist der langsamste Jahresstart für den Konsumgüterriesen mit Marken wie Nescafé, Maggi oder Smarties seit über einer Dekade. In absoluten Zahlen blieb der Umsatz in den ersten drei Monaten mit 21 Mrd. Franken in etwa auf dem Vorjahresniveau, wie der Schweizer Konzern am Donnerstag mitteilte.

An der Börse kamen die Zahlen zunächst dennoch gut an, weil viele Investoren mit einem noch schlechteren Jahresstart gerechnet hatten: Die Nestlé-Aktie legte knapp ein Prozent zu.

Der Konzern mit Sitz am Genfersee schnitt damit auch schlechter ab als der Konkurrent Unilever: Der britisch-niederländische Rivale mit Marken wie Knorr, Rexona oder Magnum steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal bereinigt um Währungseffekte um 2,9 Prozent und erwartet für das Gesamtjahr ein Plus zwischen drei und fünf Prozent.

Zuletzt war Unilever wegen einer 143 Mrd. Dollar schweren Übernahmeofferte des US-Konzerns Kraft Heinz in den Schlagzeilen; als sich Widerstand gegen das Angebot abzeichnete, zogen die Amerikaner dieses jedoch wieder zurück. (Reuters)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.04.2017)

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