Novomatic: London oder Frankfurt

Nach London zieht der Glücksspielkonzern auch Frankfurt für das IPO in Betracht.

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NOVOMATIC: ARCHIVBILD FIRMENSITZ – APA/HELMUT FOHRINGER

Wien. Die Wiener Börse dürfte ihre Hoffnung, dass sie bei den Börseplänen der Novomatic doch noch zum Zug kommt, aufgeben müssen. Denn nach London steht nun Frankfurt für das Megalisting zur Diskussion, wie Bloomberg berichtet.

Der Glücksspielkonzern, der die Spekulationen nicht kommentiert und betont, keine endgültige Entscheidung getroffen zu haben, soll die Bank of America und die Credit Suisse als begleitende Bankinstitute für das Initial Public Offering (IPO) gewählt haben. Auch die australische Macquarie Group ist beratend dabei, wie es bereits im März hieß.

Bei dem Börsegang, der in der zweiten Jahreshälfte erfolgen könnte, ist von einem Volumen von 1,5 Mrd. Euro die Rede. Damit würde die Novomatic mit rund sechs Mrd. Euro bewertet. Es wäre das größte IPO eines österreichischen Unternehmens seit 2007.

Seit 2014 gab es in Österreich keinen Börsegang mehr. In Deutschland holten sich indes Unternehmen im Vorjahr rund sechs Mrd. Euro bei Listings, in Großbritannien 9,6 Mrd. Dollar.

Die Novomatic wurde 1980 vom Österreicher Johann Graf gegründet. Heute ist Novomatic ein internationaler Konzern mit 24.000 Mitarbeitern in etwa 50 Ländern. Die Gruppe macht vier Mrd. Euro Umsatz, davon werden lediglich vier Prozent in Österreich erzielt. (eid)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.04.2017)

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