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Österreich blockiert Weitergabe von Bankdaten an USA

12.11.2009 | 15:02 |   (DiePresse.com)

Die EU will den USA "alle relevanten" Kontodaten preisgeben, doch Österreich stellt sich quer: Der Entwurf wird blockiert, bis der Datenschutz garantiert ist. Seine schwedischen Schöpfer wollen ihn dennoch durchbringen.

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Österreich und drei weitere EU-Staaten haben sich in gegen das Abkommen zum Datenaustausch von Bankinformationen (SWIFT) mit den USA ausgesprochen. ÖVP-Innenministerin Maria Fekter teilte mit, dass sie dem derzeitigen Entwurf nicht zustimmen könne, weil der Datenschutz nicht ausreichend gesichert sei. Die EU-Kommission verwies am Donnerstag in Brüssel darauf, dass die Verhandlungen weiter gingen und die Verantwortung bei der schwedischen Ratspräsidentschaft liege.

"...wie wir es uns vorstellen"

Man werde dem Text so lange nicht zustimmen können, solange nicht die "datenschutzrechtlichen Parameter in der Art und Weise erfüllt werden, wie wir uns das vorstellen", sagte Fekters Sprecher Gregor Schütze am Donnerstag auf Anfrage. Auf konkrete Inhalte wollte Schütze nicht eingehen.

SPÖ: EU muss Bürger schützen

Der SPÖ-Europaabgeordnete Hannes Swoboda meinte, es könne nicht akzeptiert werden, dass der US-Kongress immer wieder Entscheidungen zu Lasten europäischer Bürger treffe, aber andererseits das EU-Parlament vom Rat nicht die Möglichkeit bekomme, die Rechte der EU-Bürger zu schützen. Deswegen sei es nicht akzeptabel, dass der Rat der EU-Justiz- und Innenminister das SWIFT-Abkommen bei seiner Sitzung am 30. November annehme, also einen Tag vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags.

Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Ernst Strasser, lehnte einen "nahezu unbegrenzten Zugriff der USA auf Daten europäischer Bankkunden absolut ab". Zuerst müssten die Grundvoraussetzungen wie "glasklarer Datenschutz und vollständige Reziprozität erfüllt werden", betonte der frühere Innenminister.

Schweden will Entwurf durchbringen

Was den vorgesehenen Zeitpunkt Ende November betrifft, zeigte sich die schwedische Ratspräsidentschaft trotz der Bedenken von Österreich, Deutschland, Frankreich und Finnland ablehnend zur Verschiebung auf ein späteres Datum. Man sei optimistisch, in praktisch täglichen Verhandlungen doch noch zu einer Einigung zu kommen, hieß es am Donnerstag.

Die EU-Kommission zeigte sich am Donnerstag eher zurückhaltend. Der Sprecher von Justizkommissar Michel Barnier, Michele Cercone, erklärte, es gehe zunächst um ein Übergangsabkommen von maximal zwölf Monaten. Ein definitives Abkommen werde auf jeden Fall unter dem Lissabon-Vertrag diskutiert. Es sollte aber dazwischen keine "Sicherheitslücke" entstehen. Jedenfalls seien die Daten strikt auf Anti-Terror-Aktivitäten zu begrenzen und dürften das Privatleben der Bürger nicht beeinträchtigen.

USA lasen Daten jahrelang illegal

Nachdem die USA jahrelang Überweisungsdaten des in Belgien beheimateten Finanzdienstleisters Swift (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) abgeschöpft hatten, soll der mit Terrorismus und Organisierter Kriminalität begründete Datenaustausch nun in zwei Abkommen auf legale Beine gestellt werden. Datenschützer befürchten einen weitgehenden und unkontrollierten Zugriff auch auf binnenstaatliche Überweisungen. Die geplanten Vorschriften über die Weiternutzung der Daten in den USA seien noch unscharf. Die rechtlichen Einspruchmöglichkeiten für europäische Bürger in Amerika seien ebenfalls ungenügend.

 

(ag)

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285 Kommentare
 
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Gast: machmuss verschiebnix
08.12.2009 16:16
0 0

Höchste Zeit, daß die Chinesen über alles drüber fahren !

Diese anglo-amerikanische Chuzpe ist nicht mehr zu ertragen !

Gast: gast:bushistan
02.12.2009 09:39
0 0

Demokratieverständnis

„Ich wäre auf allen Titelseiten in allen europäischen Medien gewesen. Das Europaparlament hätte mir die Füße geküsst. Aber ich habe hier auch eine staatspolitische Aufgabe zu erfüllen.“

LACH, auf wessen Lohnliste steht die Frau
nochmal?

Gast: STFU
02.12.2009 07:19
0 0

Found mmnews

Zitat:
Die Stellungnahme der Bundesanwaltschaft widerspricht dieser Darstellung diametral. Die Stellungnahme der Bundesanwaltschaft ist als glaubwürdiger einzuschätzen als die Angaben der EU. Die Karlsruher Behörde ist die zuständige Ermittlungbehörde im so genannten Sauerland-Komplex.

Vollkommener Quatsch, die lügen alle.
Die Bankdaten der "Sauerlandgruppe" lagen den Behörden alle vor, da sie selber diese über V-Männer gegründet haben.
Und die werden doch wohl wissen, auf welche Konten sie die Gehälter überweisen?
Die Handvoll Deppen, die da zur Schau gestellt werden, wären ohne die Anleitung der V-Leute noch zu blöde gewesen, ein paar Chinakracher für 'nen Polterabend zu besorgen!

zitiere Einer der Anderen:
Selbstverständlich geht es nicht um die Weitergabe der Kontoaktivitäten von BinLaden & Co, sondern darum, ob und wie Du Deine MusikDownloads bei ITunes und Co bezahlst oder nicht… :(

Selbstverständlich, und vor allem:
Woher stammt das Geld, kann Amerika noch ein wenig Steuern abgreifen, oder die EU?

Die Wirtschaftsspionage ist natürlich noch einer der Hauptgründe.

Es sollte jedem klar sein, dass Europa für die USA nur ein feindlicher Wirtschaftsblock ist, den es mit Spionage, Erpressung und Islamisierung zu bekämpfen gilt.

Peregrin
01.12.2009 14:35
0 0

"staatspolitische Aufgabe"

Das Umfallen vor den USA? Wer hat ihr denn die gestellt, möchte ich einmal wissen.

Gast: fariborsm
01.12.2009 14:33
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USA erhalten europäische Bankdaten

Selbstverständig erhalten sie. sie erhalten alles und noch mehr. befehlverweigerung war nie unserer Art. In diesem besonderen Fall rettet sogar unsere Unterwerfung uns davor offen militärisch besetzt zu werden. Von wegen einführung der Demokratie alla Irak und Afghanistan. frage nun Niemand warum lässt man die Mullahs hinsichtlich Demokratie zu kurz kommen. Sie zählen eben 70 Millionen Köpfe. Also sind sie zu viele. kann das so sein?

Gast: angst
01.12.2009 12:56
0 0

die

ganze eu besteht aus einem haufen schwitzer

Gast: gast
01.12.2009 12:13
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fakten

ja glaubt denn jemand im ernst, dass jemand der jahrelang illegal abhört, sich an verträge hält :-)

technisch ist es kein problem die server nach brunei, monaco, oder in die schweiz zu stellen
technisch ist es auch kein problem die swift nachrichten so zu verschlüsseln, dass sich jeder geheimdienst die zähne ausbeist ..
Naja und wenn es die swiftler nicht tun, dann wird es eben jemand anderer machen, und den banken eine sichere möglichkeit anbieten :-)

grinch
01.12.2009 10:50
0 0

Schön dass die Schottermitzi wieder alles auf die Kommission abschiebt.

Da sieht man einmal wieder wie wenig sie eigentlich zu sagen hat.
Derart überflüssig die Frau,
sollte sich vielleicht in Schuttmitzi umtaufen lassen.

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Fekter ist feig oder ?

Fekter ist nur hart, wenn es gegen Migranten geht, die können ihr kaum etwas antun. Einmal den Mut zu haben und sich gegen unsinnige Entscheidungen der USA zu stellen, den Mut hat sie nicht. Oder ist das sowieso ganz in ihnrem Sinn, denn nun kann sie via USA alle unsere Bankdaten sehen?

Gast: mike
01.12.2009 10:15
0 0

Daß dies noch schnell, schnell

vor dem Lissabon-Vertrag durchgewinkt wurde, macht die die undemokratische Gesinnung der EU-Politiker deutlich .

Gast: uli
01.12.2009 08:48
0 0

eu

wenn das so ist, könnten wir uns ja national viel geld ersparen, denn ab heute brauchen wir keinen gemeinderat, bundesrat, landtage, weniger abgeornete, weniger minister und keine bundesprä. mehr, etschieden wird ja ab heute alles in brüssel.

Antworten NeroRosso
01.12.2009 10:06
0 0

Re: eu

oder nach Datenrecherche in Wahington DC

Gast: DDR
01.12.2009 08:06
0 0

Wenigstens gehen die frustrierten Studenten auf die Strasse

wir schlucken es ja wieder runter.

fireone
01.12.2009 06:49
0 0

Wie

siehts aus? Bekommt die EU auch die Bankdaten der US-Amerikaner oder ist diese Geschichte eine Einbahn?

Antworten NeroRosso
01.12.2009 10:09
0 0

Re: Wie

Alles Einbahn und die europäischen Politiker sind Geisterfahrer ohne Mandat vom Volk.

Es wird irgendwann eine ähnliche "katastrophe" in den 27 Staaten kommen wie es jetzt in der Schweiz passiert ist. Und dann wird aber keiner jammern können.......

Gast: sirnicha
01.12.2009 05:38
2 0

verräterpartei

wann ist die övp zu einer verräterpartei verkommen?

Antworten romolaner
01.12.2009 08:51
0 0

Re: verräterpartei

sicher seit 1991.

Antworten Antworten grinch
01.12.2009 10:46
0 1

Re: Re: verräterpartei

Ich würde auf 1933 tippen.

2 0

Wer hat Lust die Leute vors Gericht zu bringen?

§ 252 StGB Verrat von Staatsgeheimnissen

Gesetzestext (Berücksichtigter Stand der Gesetzgebung: 01. November 2009)
(1) Wer einer fremden Macht oder einer über- oder zwischenstaatlichen Einrichtung ein Staatsgeheimnis bekannt oder zugänglich macht, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.

(2) Wer der Öffentlichkeit ein Staatsgeheimnis bekannt oder zugänglich macht, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen. Betrifft das Staatsgeheimnis verfassungsgefährdende Tatsachen (Abs. 3), so ist der Täter jedoch nur zu bestrafen, wenn er in der Absicht handelt, der Republik Österreich einen Nachteil zuzufügen. Die irrtümliche Annahme verfassungsgefährdender Tatsachen befreit den Täter nicht von Strafe.

(3) Verfassungsgefährdende Tatsachen sind solche, die Bestrebungen offenbaren, in verfassungswidriger Weise den demokratischen, bundesstaatlichen oder rechtsstaatlichen Aufbau der Republik Österreich zu beseitigen, deren dauernde Neutralität aufzuheben oder !!!! ein verfassungsgesetzlich gewährleistetes Recht abzuschaffen oder einzuschränken oder wiederholt gegen ein solches Recht zu verstoßen.!!!!

0 0

Re: Wer hat Lust die Leute vors Gericht zu bringen?

Die Fekter wird schon wissen, warum sie sich in diesem Fall nicht getraut hat formal zuzustimmen, sondern den Weg der Zustimmung durch Schweigen gewählt hat.

Gast: gms
01.12.2009 01:19
3 0

"Im Text des Abkommens, den der Rat veröffentlichte findet sich diese Einschränkung allerdings nicht."


Als waere es nicht uebel genug, nach Strich und Faden verkauft zu werden, - nein, das Ganze muss noch von dummdreisten Luegen begleitet werden.

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert.
Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ ( Jean-Claude Juncker, SPIEGEL 52/1999 )

Gast: Ein Ätzer
01.12.2009 00:28
2 0

Da fehlt doch was, oder?

Sollten wir Europäer nicht auch die Daten aller Amerikaner bekommen, um der organisierten Kriminalität Herr zu werden?

Ach ja, übrigens: es steigt die Kriegsgefahr...

Gast: Jakob Neuhaus
01.12.2009 00:04
2 0

Keine Sorge

Schön langsam begreifen auch die größten Dummköpfe in den verschiedensten Nationalstaaten, daß die Politik nicht mit dem Volkswillen vereinbar ist. Siehe Islam, Zuwanderung, gläsener Bankkunde, usw. usw.
Demnächst wir der Kessel überkochen und es wird fürchterlich scheppern in Europa. Es ist eigentlich sowieso unvorstellbar, wie lange sich die Staatsbürger (vor allem Deutsche und Österreicher) schon von den Politbonzen und Gutmenschen auf den Kopf sch... lassen.
In der Schweiz wird der Anfang gemacht und jetzt heißt es, sich nur nicht unterdrücken zu lassen.
Wir, die europäischen Völker, natürlich auch einschließlich der voll integrierten Immigranten mussen zusammenhalten, auch gegen die Politikerkasten und Gutmenschen.

hl_1001
30.11.2009 23:08
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Das ist gar nicht gut

Ich habe hier echte Bedenken, der USA ist nicht zu trauen.

Gast: Mary Flecker
30.11.2009 23:00
1 0

Schlechtes politisches Personal

Da sieht man, wohin die repräsentative Demokratie führt, wenn die Repräsentatanten ein ein Rückgrat wie ein Regenwurm haben.

Obligatorische Volksabstimmungen bei Staatsverträgen wären hoch an der Zeit, dann würden solche Fehlentscheidungen nicht mehr passieren.

Gast: Gast
30.11.2009 22:12
1 0

Unfassbar!

Das ist ein Verrat

 
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