11.02.2012 20:23 | Meine Presse Merkliste0

Dubai: Ölscheichs vor der Pleite

26.11.2009 | 18:24 |   (Die Presse)

Sinkende Immobilienpreise und milliardenschwere Prestigeobjekte treiben das Emirat an den Rand des Staatsbankrotts: Die Regierung ersuchte ihre Gläubiger um Zahlungsaufschub und erschüttert damit die Börsen.

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DUBAI(ag.).Wenn man bisher Reichtum illustrieren wollte, dann endete man meist mit einem Bild von einem Scheich, umrahmt von einem Rolls-Royce und einem Gulfstream-Privatflugzeug. Zumindest in Dubai wird der Rolls-Royce wohl bald einem Skoda und die Gulfstream einer gewöhnlichen Linienmaschine weichen. Denn das kleine Emirat steht vor der Pleite. In der Nacht auf Freitag ersuchte die Regierung ihre Gläubiger um Zahlungsaufschub – und erschütterte damit die Börsen.

„Es ist ja nicht vollständig unerwartet“, erklärte ein Händler für Kreditversicherungen der Nachrichtenagentur Reuters. „Aber bislang lag das Schweinwerferlicht eher auf der Ukraine.“ Doch das osteuropäische Land strauchelt nur – allerdings seit Monaten –, es fällt aber nicht. Unter anderem dank Milliardenkrediten des Internationalen Währungsfonds.

 

Baustellen stehen still

In Dubai aber scheint die Party, die man seit den Ölfunden der 1960er-Jahre feiert, vorbei zu sein. Das Emirat hat sich mit Prestigeobjekten völlig übernommen. Das weltgrößte und teuerste Hotel, das Burj al Arab, konnte man sich noch leisten (angeblich kostete es 1,5Mrd. Dollar). Gescheitert ist man an den 250 Milliarden Dollar, die das Emirat für die nachfolgenden Bauvorhaben veranschlagt hat – unter anderem für eine künstliche Insel für 1,3 Millionen Menschen.

„Alle Baustellen wurden vorübergehend eingestellt. Viele Projekte werden nicht mehr weiter verfolgt“, hieß es schon vor einigen Wochen in einem Bericht des Außenhandelsdelegierten der Wirtschaftskammer. Doch jetzt scheint man die Kredite nicht mehr bedienen zu können: Die Regierung ersuchte für ihre Holdingfirma Dubai World um einen Zahlungsaufschub bis Mai 2010.

Die Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Dubais sorgten für massive Einbrüche an den deutschen Börsen (die Wall Street war gestern wegen des Thanksgiving-Feiertags geschlossen). Der DAX sank zeitweise um mehr als zwei Prozent. Besonders Aktien von Unternehmen, an denen Dubai oder andere arabische Staaten beteiligt sind, gerieten unter Druck: Daimler gab kurzfristig um 3,4Prozent nach, VW um zwei Prozent, Porsche büßte (wohl auch wegen des schlechten Geschäftsjahres) kurzzeitig zehn Prozent ein. Bankaktien gingen im Mittagshandel um mehr als drei Prozent nach unten.

 

Minus auch für OMV

„Alles, was in arabischer Hand ist, wird im Moment verkauft“, erklärte ein Händler. Die Aktien der OMV, an der Abu Dhabi beteiligt ist, haben an der Wiener Börse teils bis 2,2 Prozent nachgegeben.

Der Hintergrund des drohenden Staatsbankrotts ist ein einfacher: In Dubai hat sich im Kleinen – das Emirat ist kleiner als das Burgenland – wiederholt, was Auslöser der Weltwirtschaftskrise war. Man baute und nahm Milliardenkredite auf. Doch das zunehmende Überangebot an Wohnungen und Büros und das Ausbleiben von Investoren ließen die Immobilienpreise fallen. Im Vergleich zum Frühjahr 2008 in manchen Gegenden um mehr als 50 Prozent.

Das Ergebnis: Dubai World, eine der drei großen Holdingfirmen des Staates, hat Schulden in Höhe von 59Milliarden Dollar angehäuft. Das sind drei Viertel der gesamten Staatsschulden. Dubai World errichtet mit ihrer Baufirma Nakheel die gigantomanische Palmeninsel im Meer, das das Vorzeigeobjekt für den enormen Reichtum des Emirats sein soll.

Seit 2001 arbeitet man an drei Inselgruppen, die in Palmenform im Meer aufgeschüttet und bescheiden als „achtes Weltwunder“ bezeichnet werden. Mit faszinierenden 100 Millionen Kubikmeter Fels will man 50 Quadratkilometer Land schaffen, auf denen irgendwann 1,3 Millionen Menschen leben sollen. Das ist nicht viel weniger, als Dubai Einwohner hat (1,7Mio.), und fast ein Drittel der Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate.

 

Neue Staatsanleihe

Um wieder an Geld zu kommen, gibt Dubai Staatsanleihen aus – wie schon im Februar dieses Jahres. Damals sprang das Emirat Abu Dhabi in die Bresche. Auch diesmal griff der reichere Nachbar (Nationalbank plus die Al-Hilal-Bank) wieder bei der Fünf-Milliarden-Dollar-Staatsanleihe zu, die Dubai auflegte.

Einen Staatsbankrott des Emirats halten Experten daher für unwahrscheinlich. „Dieses Risiko sehe ich zurzeit nicht“, sagte Commerzbank-Experte Luis Costa. „Partnerstaaten Dubais in den Vereinigten Arabischen Emiraten werden dem Emirat finanziell zur Seite stehen.“

Eines hat der tiefe Fall des früheren Boom-Emirats aber klargemacht: „Es ist noch nicht alles vorbei“, meinte Matthias Jasper, Chefhändler der WGZ-Bank.

AUF EINEN BLICK

Dubai ist ein Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate. Ölfunde bescherten dem Land einen Wirtschaftsboom, zuletzt profitierte es von einer liberalen Wirtschaftsordnung und einer hervorragenden Infrastruktur.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.11.2009)

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63 Kommentare
 
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Gast: emsiger Schwabe
26.12.2009 18:55
0 0

Dabai

So Isses:

Das Reichtum vom Schaichtum,
in Dubai vorbei.

KarlMarx
30.11.2009 11:27
0 0

Wem kommt es zu gute?

Danke fuer die Antworten.

Gast: Gastname
28.11.2009 16:32
0 0

Überschrift

Schnell schnell ein bischen Kriegstreiberei von der Presse Wirtschaftsredaktion, die verschleiert, dass volkswirtschaftliche und Handelszyklen zum Kursverlust geführt haben, die jeder kennt, ausser korrupte Journalisten, die US Werte pushen wollen. Finde ich schlecht und Betrug an den Anlegern.

Gast: kat
28.11.2009 12:12
0 0

Da haben schon wieder alle alles gewußt

Aber kein einziger!! hat uns vorher gesagt, dass Dubai zahlungsunfähig wird.

Auch ich dachte, ich hör wohl nicht richtig. Wie damals als die Berliner Mauer fiel.
Meine Vorstellung zu Dubai und dem Golf war:
Solange das Öl fließt, passiert dort nichts und danach dauert es 100 Jahre, bis all die orientalische Pracht vom Wüstensand zugedeckt ist und Kamele wieder drüberreiten.

Jetzt warte ich immer noch was alles sagen. Amerika geht unter und der Dollar sowieso. Ja und in China fällt nicht nur ein Sack Reis um, sondern gleich das ganze Land. Und Japan, und und....


Gast: Ing. Humer
28.11.2009 11:38
0 0

Dubai ist eine Luftnummer aller ersten Ranges.

Jetzt ist die Blase eben geplatzt. Das war doch jeden klar, dass das so kommen musste.

Welche in der Birne halbwegs dichte kauft sich auf künstlichen Sandinseln ein Reihenhaus. Bei Lufttemperaturen von 55 Grad ist dieser heiße Sand sicher besonders angenehm.

Tip an die Investoren kauft euch Aktien von Abrissunternehmen da könnt ihr wieder einen Reibach machen ihr vertrottelten Schwachköpfe.

1 0

Eisberg im Persischen Golf


Seit wann offenbaren Pleitiers schon zu Beginn das ganze Ausmass der Misere - vielmehr wird in Salami-Taktik nur zugegeben, was nicht zu verstecken ist.

Die Hunt-Brüder versuchten in den 70igern den Silbermarkt zu "cornern" - sie kauften über Jahre bis zu 15% der Welt-Silbervorräte auf und verzehnfachten so den Preis.

Ihre Finanzierung kollabierte, als durch die hohen Preise Unmengen an Silber auf den Markt kamen.

Heute versuchen Spekulanten den Kassa-Ölmarkt durch ein Aufkaufen der Transport-Kapazitäten (Öltanker) zu cornern.

Daily Mail, 20. Nov. 2009: "50 Öltanker warten vor der Britischen Küste auf höhere Preise"

Der dringende Liquiditätsbedarf wird die Wüstensöhne veranlassen, Öl auf den Markt zu dumpen.

Antworten Gast: Die Sterne des Orions
27.11.2009 19:20
0 0

Ball bitte flach halten

mit 50 Öltankern werden sie den Ölmarkt wohl nicht cornern.

0 0

Re: Ball bitte flach halten


…2008 waren rund 500 Supertanker unterwegs. (Spiegel.de)

50 Tanker parkten NUR vor GB und das sind immerhin 10% - die Hunts hatte 15% der Silberbestände.

Sharks off the British coast: Oil tankers refuse to unload until prices rise... keeping YOUR fuel costs soaring

These tankers have been parked off our shores for months, refusing to unload their oil until prices have risen even higher. The delay makes millions for speculators... and keeps your petrol costs soaring.

Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1229070/Sharks-British-coast-Oil-tankers-refuse-unload-prices-rise--keeping-fuel-costs-soaring.html#ixzz0Y5fCcbU2

Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1229070/Sharks-British-coast-Oil-tankers-refuse-unload-prices-rise--keeping-fuel-costs-soaring.html#ixzz0Y5f58sPY

Gast: ASVG-Sklave
27.11.2009 14:00
2 0

Ausgerechnet "Banges Warten auf die US-Börsen"????

Ich bin mir sicher, dass kein halbwegs vernünftiger Mensch noch irgendein Vertrauen den Börsen entgegenbringt. Die Aktienkurse beruhen nur noch auf Manipulation einerseits und Zwangsinvestitionen der diversen Pensionsfonds andererseits, die das ihnen überlassene Geld der (unfreiwilligen) Pensionsansparer (in Billionenhöhe) ja irgendwo unterbringen/anlegen müssen. Wie mit fremden Geld bzw. mit fremden Investitionen umgegangen wird, hat man ja in er Krise gesehen. Daher: Schluss mit den Zwangseinlagen in Börsepapiere (für die Altersvorsorge). Eine staatlich garantierte Pensionshöhe für alle ASVGler und nicht nur für die Beamtenmafia.

Gast: orange
27.11.2009 13:10
3 0

Anfang..

.. ja das ist erst der Anfang, Dubai wird wie ein Karten Haus zusammen fallen.. Hotels und Appartments werden leer sein..

Gast: G Ast
27.11.2009 12:22
7 0

Es gibt da ein treffendes Sprichwort:


Kommt ein Bettler aufs Roß (Öl), so reitet er bis es hin ist.


4 0

Next Stop - Depression - No Fix - just SlooooooowMotion


Die US-Hauskäufer verschuldeten sich und kauften ein Haus, dadurch verdiente die Bauwirtschaft, die Makler, die Einrichtunghäuser u.u.u..

Das Geld dafür erhielten sie von den Banken - die holten es sich von den Sparern oder über den Interbankenmarkt, über ABS, CDOs von den Pensionsfonds und den Notenbanken.

Die Rückzahlungen der Hauskäufer fielen zunehmend aus - die Häuser wurden unter dem Kaufpreis verkauft - es bleibt ein Verlust.

Wenn die Kredite nicht zurückgezahlt werden, kann die Bank keine neuen Kredite vergeben - darum leiht ihnen die Notenbank diesen Fehlbetrag.

Die Banken haben sich gerade die Finger verbrannt, daher legen sie dieses Geld lieber sicher beim Staat an - über Jahre können sie sich so sanieren.

Weniger Kredite - weniger Wachstum - weniger Einkommen - weniger Konsum - weniger Produktion - weniger Arbeitsplätze.

Durch die Wirtschaftskrise verfallen die AssetPreise, wodurch die faulen Kredite noch weniger wert sind.

Verschuldet sich der Staat, um all diese Verluste auszugleichen, muss er die Zinsen gegen NULL fahren, denn hohe Zinsen treiben ihn in den Bankrott.

Immer weniger wollen aber seine unrentablen Anleihen kaufen - dies gleicht die Notenpresse aus. (Japan's Schulden - 200% des BIPs)

Amerika und ein Grossteil der restliche Welt geht nun denselben Weg wie Japan.

Shoestring
27.11.2009 10:18
5 0

Wer wird Erster ?

Mit Spannung warten wir auf den offiziellen Ersten ?

Inoffiziell gibts ja schon eine Menge, aber man kann sie als gedopt bezeichnen. (In Europa z.B. Ukraine, Rumänien, etc...)

Der Favoritenkreis wird tagtäglich größer und selbst in der EU darf man z.B Griechenland, Portugal anführen.

Wer zeigt zuerst auf und sagt voller Demut, ich bin pleite und kann nicht mal meine Zinsenszisen begleichen, außer laßt uns alle doch mehr Geld drucken und uns einfach unsere Schuld weg inflationieren.

Und wir vergeben unseren Schuld......


Antworten Gast: Ing. Humer
28.11.2009 11:42
0 0

Re: Wer wird Erster ?

Österreich denn hierzulande leistet man sich eine Beamtenschaft die um 100% zuviel und um 40% zu teuer ist.

In den nächsten Jahren wird das nicht mehr zu finanzieren sein. Niedriglöhner und Kebabudler werden das nicht stemmen können.

Antworten Antworten Shoestring
28.11.2009 13:04
0 0

Re: Re: Wer wird Erster ?

Was ich mich auch noch frage ist, wie soll es eine große Änderung geben, in einen demokratischen System, was wird den angeboten bei einer Wahl, wen der "göttlichen" Politiker traut man den zu etwas grundlegend zu verändern.

Nicht nur hier bei uns.

Wann kommt der nächste Despot, oder ist er in Form der EU schon im entstehen,
Lissabon Vertrag, etc...

Hmmm, ich hoffe und bete zu Gott das es gimpflich ablaufen wird.

Aber den Fall des derzeitigen weltweiten Systems werden wir innerhalb der nächsten Zeit, spätestens bis 15 Jahren mit erleben.

Wer hätte vor 1985 gedacht, daß die Mauer fällt, und dadurch alles was dann kam.

Oder das ein Russe den FC Chelsea kauft, hahaaa.

Peace.

0 0

Re: Wer wird Erster ?

Vollkommen Richtig der Kommentar bis auf eine Ausnahme:

Auch wenn Manche es nicht wahr haben wollen, Rumänien ist Mitglied der EU!

Antworten Antworten Shoestring
27.11.2009 14:31
0 0

Re: Re: Wer wird Erster ?

Oder wird doch der Veranstalter selbst als Erster ankommen, unsere USA.


Antworten Antworten Gast: Peter Schober
27.11.2009 12:41
0 0

Re: Re: Wer wird Erster ?

Im Land Sigmund Freuds wird man Unangenehmes doch verdrängen dürfen....

Gast: jta
27.11.2009 10:04
4 0

Vor allem islamische Finanzprodukte in Asien fielen am Donnerstag im Schnitt um 15 Prozent.

Habe schon vor Jahren vor dieser Blase gewarnt die nun geplatzt ist. Ein Finanzprodukt welches aufgrund irgendwelcher abstruser Vorgaben einer totalitären Ideologie gegründet wird, kann auf Dauer nix sein.

Die besten Werte sind immer noch traditionsreiche europäische und amerikanische sowie japaniasche Firmen.

Antworten Gast: 123
27.11.2009 11:05
1 0

Re: Vor allem islamische Finanzprodukte in Asien fielen am Donnerstag im Schnitt um 15 Prozent.

Nicht ganz. Ich wüde die europäischen Werte aus ihrem Portfolio streichen.
Europa war gestern erfolgreich,aber heute fehlen in Europa die Innovationen. Und mit Besiztstand wahren kann man die Zukunft nicht gestalten. Heute ist Indien und China krisenfester, weil innovativer und natürlich günstiger.

Der Ölpreis wird


jedenfalls wieder kräftig sinken !

Voll gegönnt !

Kann nur gut für uns sein !


1 0

Die Bllionenbombe

war der Titel des "Spiegel" vom 23..11.2009,
mit dem Zusatz " Warum nach der Jahrhundertkrise schon die nächste droht".
Die Lunte an dieser Bombe glost bereits, wie der Fall Dubai zeigt, es wird wieder eine Streubombe.

Antworten Gast: xyz
27.11.2009 10:36
0 0

Re: Die Bllionenbombe

Zum thema Spiegel: Ein BlogKommentar den ich so leider unterschreiben muss:

Die wahren Hintergründe werden verschwiegen.
Z.B dass die Maßnahmen um das x-fache größer sind als zugegeben. Außerdem, genau das was der Spiegel kritisiert, die Verschuldung ist es, die das System noch am leben hält.
Der Spiegel schreibt von Gier u Wahn der Banker, woraus die Finanzkrise entstand.
Es ist aber eine Systemkrise des Geldes und das haben die Redakteure noch nicht verstanden.
Der Leser wird verdummt durch Aussagen wie diese: "Die Wirtschaft läuft wieder, zwar nicht rund aber sie wird ja gestützt durch die Zins und Haushaltspolitik der Staaten.
Dem Leser wird eingeredet, dass zwar wieder eine Blase entstehen könnte bzw. platzen könnte ABER die Staaten und die Notenbanken das schon wieder unter kontrolle bekommen werden.
Fazit: Ein nichtssagender Artikel der trotz viel Schreiberei nicht auf die wirklichen Ursachen eingeht.

Faktum Est
26.11.2009 21:58
10 1

Die Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Dubais sorgten für massive Einbrüche an den deutschen Börsen...

Eigentlich eine gute Nachricht für Europa!
Wenn sich die Scheichs jetzt von Papieren trennen müssen, die sie sich, als der Ölpreis bei bis zu USD 150 lag, mit den Petrodollars zusammengekauft haben, dann heißt das ja nur, daß der ausländische Einfluß auf die europäische Wirtschaft zurückgeht.

mannimmond
26.11.2009 20:26
2 0

Pro-Kopf-Verschuldung fast ZWÖLFmal so hoch wie in Österrecih

Dubai hat 53 Mrd Eur Schulden. Von den 1,8 Mio Einwohnern sind aber nur kanpp 200.000 im Besitz der Staatsbürgerschaft, die übrigen sind Arbeitsmigranten (sog. Expatriates), die, sobald sie ihre Arbeit verlieren, gerade noch 30 Tage im Lande bleiben dürfen.

D.h. die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt daher in Dubai ca. 265.000 EUR (53 Mrd geteilt durch 200 Tsd), zum Vergleich dazu: in Österreich liegt sie bei 22.500 EUR (180 Mrd geteilt durch 8 Mio).

Mit anderen Worten: die Pro-Kopf-Verschuldung des Staates ist in Dubai fast ZWÖLFmal so groß wie in Österreich.

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Re: Pro-Kopf-Verschuldung fast ZWÖLFmal so hoch wie in Österrecih


Wobei zur Wirtschaftsleistung und zur Abtragung von Schulden 1,8 Millionen arbeitsfähiger und -williger Personen mehr beitragen als 8 Millionen mindestgesicherter Langzeitstudenten und Frühpensionisten.

 
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