26.05.2012 14:26 | Meine Presse Merkliste 0

Dubai: Schulden von Nakheel steigen auf 20 Mrd. Dollar

09.12.2009 | 09:04 |   (DiePresse.com)

Nakheel, eine Immobilien-Tochter des Staatskonzerns Dubai-World, schreibt im ersten Halbjahr einen Verlust von 3,65 Milliarden Dollar, der Umsatz sank um 78 Prozent.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Verbindlichkeiten der Immobilienfirma und Dubai-World-Tochter Nakheel sind im ersten Halbjahr um 7,2 Prozent auf rund 20 Milliarden Dollar (13,5 Milliarden Euro) gestiegen. In den ersten sechs Monaten betrug der Verlust umgerechnet 3,65 Milliarden Dollar (13,4 Milliarden Dirham), teilte der Konzern am Mittwoch mit. Grund seien unter anderem Abschreibungen auf Grundstücke und Immobilien. Der Umsatz sank um 78 Prozent auf 1,97 Milliarden Dirham.

Eine Herabstufung der Ratingagentur Moody's von Emaar Properties, DP World und vier anderen regierungsnahen Unternehmen drückte die Dubaier Börse am Mittwoch um 3,5 Prozent. Die Aktien von Emaar fielen um 7,4 Prozent, die Papiere von DP World gaben um 5,8 Prozent nach. Die Sorgen um das einstige Boom-Land Dubai hatten am Dienstag auch die Börsen in den USA und Europa erneut belastet.

Sechsmonatiger Zahlungsaufschub beantragt

Die Mutter von Nakheel, der Staatskonzern Dubai World, hatte die Gläubiger für eine in der kommenden Woche fällige Sukuk-Anleihe von Nakheel im Volumen von 3,52 Milliarden Dollar um einen sechsmonatigen Zahlungsaufschub gebeten.

Der saudiarabische Ölminister Ali al-Naimi versuchte unterdessen, die Sorgen um den Zustand der Konjunktur in der Golfregion zu zerstreuen. Die Wirtschaft in der Region als ganzes sei weiterhin stark, sagte der Minister am Mittwoch in Dubai. Die Kreditwürdigkeit und breitere Aufstellung der Wirtschaft in der Region werde die Gemüter nach den aktuellen Turbulenzen wieder beruhigen.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

10 Kommentare
Faktum Est
10.12.2009 16:14
0 0

Hallo Zensor: Achtung hier wieder neu eingestellt! Schulden Hieß es nicht immer, daß sich unter einem shariakonformen Banking keine Finanzblasen bilden könnten,...

... da im islamic banking Krediten immer reelle Werte gegenüber stünden.
Wo sind nun die (bezahlten?) Lobliedschreiber, die uns immer erklären wollten, daß nur kapitalistische Systeme krisenanfällig wären?
Vielleicht gibt es sogar einen ganz einfachen Grund, warum der "Westen" von der Krise zuerst erfaßt wurde: man konnte sich das teure Öl nicht mehr leisten. Und nachdem den Arabern (und Chavez) die Öleinnahmen weggebrochen sind, sind sie nun um so mehr pleite (wenn es denn eine Steigerung von "pleite" gäbe).

p.s.: Zumindest im Falle Dubais darf man getrost von "Krediten" sprechen, da für diese dort auch ganz offen Zinsen verlangt werden; man erspart sich auf diese Weise - mit A's Segen - die komplizierten Umgehungsgeschäfte...

Gast: orange
09.12.2009 14:14
1 0

sand..

..man kann ja im sand spielen.. da ist ja genug davon da.. alles gekommen wie erwartet...und der wind blast durch die leere stadt..

Antworten hw
09.12.2009 15:29
0 0

Re: sand..

nur. in dubai sieht man einen gegenwert zu den mrd. in ösi-land sehe ich ausser lärmschutzwände net viel neues.

da geht nichts unter, sondern die machen gewinnmaximierung durch verkürzung der schulden.

Antworten Antworten Faktum Est
10.12.2009 16:06
0 0

ur. in dubai sieht man einen gegenwert zu den mrd.

Wo sehen Sie den Gegenwert? Ich sehe keinen.
Die Erdölvorkommen haben den Boom Dubais begründet und die gewaltigen Infrastruktur-Investitionen der letzten Jahrzehnte trotz niedriger Steuern ermöglicht. Doch die Ölvorkommen des Emirats sind begrenzt; man schätzt, dass sie zwischen 2015 und 2030 erschöpft sein werden. Daher versucht Dubai bereits seit längerem, vom Erdöl unabhängig zu werden und stattdessen in den Bereichen Handel, Finanzen und Tourismus zu wachsen. Nur noch etwa 7 % des Bruttoinlandsproduktes stammen aus der Erdölindustrie.
Wikipedia

Antworten Antworten Antworten hw
11.12.2009 00:03
0 0

Re: ur. in dubai sieht man einen gegenwert zu den mrd.

eben. sie haben um die öleinnahmen etwas geschaffen. immobilien, auch die werden einnahmen bringen.

Re: Re: ur. in dubai sieht man einen gegenwert zu den mrd.


Niemals !

Das sind Geisterstädte !

Eine reine Spielwiese für Spekulanten.

Es war auch nie geplant, daß dort je jemand wohnen soll.

In Spanien läuft es genauso.


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten hw
11.12.2009 12:31
0 0

Re: Re: Re: ur. in dubai sieht man einen gegenwert zu den mrd.

das posting geändert? wie haben sie das gemacht?

es gibt soviele leute ohne dach übern kopf.

Gast: Ösi
09.12.2009 09:42
0 0

Panikmache

Wer soll sich wirklich Sorgen machen um ein Land, dass derartig reich an natürlichen Ressurcen ist und über derartig eine nachhaltig geplante Industrie- und Fremdenverkehrslandschaft verfügt?
Ja, wäre das Ganze auf Sand gebaut und es ginge in den nächsten Jahren das ÖL aus!


Antworten hw
09.12.2009 13:55
0 0

Re: Panikmache

wenn das öl ausgeht, sollte man sich hier mehr sorgen machen als in den VAE.

und es ist in der tat auch panikmache, nein, besser: man sucht in österreich immer nach länder wos schlechter geht als hier.

die wirtschaftsberichte über china, indien, .... werden immer weniger.

Re: Panikmache


Sand ist genug da !

Andere Sachen gibt es dort aber kaum noch.

Deshalb ist es sicher keine "Panikmache" !

Der Absturz dieses Landes ist vorprogrammiert und auch schon seit Jahren bekannt.

Eine reine Spielwiese für Spekulanten, jedes Pyramidenspiel geht eines Tages zugrunde !

Da werden auch noch einige folgen...