Die Verbindlichkeiten der Immobilienfirma und Dubai-World-Tochter Nakheel sind im ersten Halbjahr um 7,2 Prozent auf rund 20 Milliarden Dollar (13,5 Milliarden Euro) gestiegen. In den ersten sechs Monaten betrug der Verlust umgerechnet 3,65 Milliarden Dollar (13,4 Milliarden Dirham), teilte der Konzern am Mittwoch mit. Grund seien unter anderem Abschreibungen auf Grundstücke und Immobilien. Der Umsatz sank um 78 Prozent auf 1,97 Milliarden Dirham.
Eine Herabstufung der Ratingagentur Moody's von Emaar Properties, DP World und vier anderen regierungsnahen Unternehmen drückte die Dubaier Börse am Mittwoch um 3,5 Prozent. Die Aktien von Emaar fielen um 7,4 Prozent, die Papiere von DP World gaben um 5,8 Prozent nach. Die Sorgen um das einstige Boom-Land Dubai hatten am Dienstag auch die Börsen in den USA und Europa erneut belastet.
Sechsmonatiger Zahlungsaufschub beantragt
Die Mutter von Nakheel, der Staatskonzern Dubai World, hatte die Gläubiger für eine in der kommenden Woche fällige Sukuk-Anleihe von Nakheel im Volumen von 3,52 Milliarden Dollar um einen sechsmonatigen Zahlungsaufschub gebeten.
Der saudiarabische Ölminister Ali al-Naimi versuchte unterdessen, die Sorgen um den Zustand der Konjunktur in der Golfregion zu zerstreuen. Die Wirtschaft in der Region als ganzes sei weiterhin stark, sagte der Minister am Mittwoch in Dubai. Die Kreditwürdigkeit und breitere Aufstellung der Wirtschaft in der Region werde die Gemüter nach den aktuellen Turbulenzen wieder beruhigen.
(APA)
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