Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Banken des Euroraums zum dritten und vorerst letzten Mal liquide Mittel für ein Jahr zur Verfügung gestellt. Insgesamt seien 96,937 Milliarden Euro zugeteilt worden, teilte die EZB am Mittwoch in Frankfurt mit. Damit liegt das Volumen etwas über dem zweiten aber deutlich unter dem ersten Jahrestender vom Juni als noch rund 442 Milliarden Euro zugeteilt wurden. Im September war das Volumen auf gut 75 Milliarden Euro gesunken.
Beim ersten Ein-Jahres-Geschäft der EZB im Juni war noch die Rekordsumme von 442 Milliarden Euro an mehr als 1100 Banken vergeben worden. Die EZB will die in der Finanzkrise ergriffenen massiven Sondermaßnahmen langsam auslaufen lassen.
Normalerweise kürzere Laufzeit
Die Refinanzierungsgeschäfte der EZB haben normalerweise eine deutlich kürzere Laufzeit. Mit der Ausweitung will die Notenbank den Banken ausreichend Kapital bereitstellen, um die Kreditversorgung in den 16 Euro-Ländern zu sichern.
Anders als bei den ersten Ein-Jahres-Geschäften wird das Geld nicht fix zum derzeit historisch niedrigen Leitzins von einem Prozent verliehen. Der Zinssatz orientiert sich stattdessen am durchschnittlichen Leitzins der kommenden zwölf Monate. Experten erwarten, dass die EZB den Leitzins in der zweiten Jahreshälfte 2010 anheben wird.