In Wien wird im kommenden Jahr eine Einrichtung eröffnet, die die Wiedereinführung von Gold als internationalem Währungsstandard propagieren wird. Im August 2010 wird ein "Gold Standard Institute" (TGSI) in der österreichischen Hauptstadt seinen Betrieb aufnehmen. Dies kündigte der Betreiber des Projekts, Philip Barton, vergangene Woche an.
Es geht dem Australier nicht darum, "vor schon Bekehrten zu predigen und es wird auch kein 'Gentlemen's Club' für Wohlhabende", sagte Barton der APA. "Es geht uns um den Mann und die Frau von der Straße und eine klare, einfache Sprache, die das Thema entmystifiziert."
Währung durch Golddeckung nicht mehr "aufblähbar"
Erst wenn das internationale Währungssystem so reformiert ist, dass Regierungen/Zentralbanken, keine Möglichkeit mehr haben, die Geld- und Kreditbasis nach Belieben aufzublähen, kann es überhaupt zu einem wirtschaftlichen Aufschwung kommen, glaubt man im TGSI. Basis dafür könnten nur "ehrliches Geld" und ein "unverfälschter Goldstandard" sein. Die im finanzwissenschaftlichem Mainstream vertretene Lehrmeinung, wonach der Goldstandard die Große Depression der 1930er ausgelöst hat, weisen die Proponenten glatt zurück - es sei das Abgehen von einem "echten Goldstandard", das "Boom und Bust" des vergangenen Jahrhunderts überhaupt erst ermöglicht hätten.
Wissenschaftlicher Kopf der Gruppe von Privatleuten um das TGSI ist der hungaro-kanadische Mathematiker und Ökonom Antal Fekete, der heute in Budapest lebt. Dies und die Tatsache, dass Wien Entstehungsort der "Österreichischen Schule der Nationalökonomie" ist, seien für die Wahl des Standorts Wien wesentlich gewesen, sagt Barton.
(APA)

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