Hörhan: "Ohne Fehler wäre ich schon Multimilliardär"

28.05.2010 | 14:00 |   (DiePresse.com)

livechat "Investment Punk" Gerald Hörhan sagte im DiePresse.com-Livechat was er mit seinem Geld macht, outete sich als Slipknot-Fan und erklärte, warum J.P. Morgan der größte Spekulant aller Zeiten ist.

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  • 11:02  DiePresse.com.Moderator

    Im DiePresse.com-Chat zur Eurozone in der Krise: Unsere User diskutieren mit "Investment Punk" Gerald Hörhan über Spekulanten und Moral.


  • 11:10  Gerald Hörhan

    Hallo, ich freue mich auf eine spannende und interaktive Diskussion. Let's go!


  • 11:11  Watzenböck

    In welcher Währung würden Sie derzeit ihr Taggeldkonto führen ?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Trotz allem im Euro, da alleine die Transaktionsspesen, falls Sie das Geld täglich benötigen, für ein Fremdwährungskonto sehr hoch sind. Außerdem ist der jetzige Zeitpunkt vielleicht gar nicht so schlecht, um in den Euro zu investieren. Zumindest im Verhältnis zum US-Dollar, da der Euro immerhin 25 Prozent seines Wertes in kurzer Zeit eingebüßt hat (gegenüber dem US-Dollar).


  • 11:14  Brunhilde

    Der Titel ihres Buches "Warum Ihr schuftet und wir reich werden" suggeriert, dass jeder selber schuld ist, wenn er nicht reich ist. Ist es wirklich so einfach?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Es ist zumindestens fast jeder schuld, wenn er in finanzielle Probleme kommt, insbesondere dann, wenn diese durch Konsumschulden verursacht wurden. Davon ausgenommen sind natürlich Härtefälle wie zB schwere Krankheit, alleinerziehende Mütter, schwere Pflegefälle in der Familie oder ähnliche kritische Fälle.


  • 11:16  study

    Für viele junge Akademiker ist der Weg zum Eigenkapital aufgrund hoher Steuern und niedriger Gehälter enorm schwierig. Wieviel Kapital benötigt man, um nicht in ein "Hamsterrad" zu geraten und um eine Basis zur Kapitalerweiterung (zB. durch Investments mit unterstützendem Fremdkapital) zu haben?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Ihre Beobachtung ist durchaus korrekt. Deshalb empfehle ich auch, unternehmerisch tätig zu sein; auch eine Kombination aus angestelltem Job und unternehmerischer Nebentätigkeit ist eine mögliche Alternative. Um zumindest vernünftig investieren zu können, benötigt man zumindestens 20 - 25.000 Euro Grundkapital.


  • 11:20  maqs

    hallo, warum funktionieren unsere Börsen nicht so wie in Amerika, bzw. wo siehst du Aufholbedarf? Fehlt uns Mentalität oder vielleichtt mehr Akzeptanz in diesem Bereich?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    In Europa gibt es viel weniger Unternehmensneugründungen und vor allem viel weniger Unternehmer, die es schaffen, in kurzer Zeit einen großen, börsennotierten Konzern aufzubauen. Im deutschsprachigen Raum gab es in den letzten 30 Jahren nur ganz wenige Firmen, die neu gegründet wurden und mehr als eine Mrd. Euro Börsenkapitalisierung haben. In Amerika gibt es derer viele, sowohl im New Economy Bereich (Google, Amazon, Yahoo), als auch im Old Eonomy Bereich (Starbucks, FedEx).


  • 11:21  Jack Bauer

    Deutsche Bank-Chef Ackermann sagt, das Überbringen von Nachrichten sei die ureigenste Funktion der Märkte. Werden also mit den Spekulanten bloß die Überbringer der schlechten Nachrichten "abgewatscht"?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Das ist vollkommen richtig.


  • 11:23  FULLmetaljackET

    Ich gehe davon aus, dass der Euro keine Überlebens-Chance mehr hat. Sehen Sie beim Euro eher ein langsames Dahinsiechen oder ein jähes Ende mit einem lauten Knall?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Ich stimme mit Ihnen nicht überein, dass der Euro unbedingt tot ist. Es gab schon viele Situationen, wo der Weltuntergang vorausgesagt wurde, und danach die jeweiligen Aktien oder Vermögenswerte enorm gestiegen sind (zB Russlandpleite 1998, danach Internetblase 2000). Allerdings hat Europa sehr große strukturelle Probleme, insbesondere sind die meisten Staaten überschuldet, was gemeinsam mit den schwierigen politischen Entscheidungswegen dafür spricht, dass der Euro eher dahinsiecht. Die Amerikaner sind sicherlich proaktiver in der Lösung ihrer Schuldenprobleme, wenngleich die Lösung dort sicher ganz klar Inflation heißt.


  • 11:24  bluejay

    Gut ich bin ein armer Schlucker, habe keine 25.000 Euro Grundkapital. Das heißt, ich bin dazu verdammt ins "Hamsterrad" zu steigen?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Für einige Jahre vermutlich ja, allerdings glaube ich, dass fast jeder, der ordentlich arbeitet und vernünftig mit Geld umgeht, sich nach einigen Jahren 25.000 Euro ersparen kann. Und bei drei- oder fünftausend Euro Anfangskapital können Sie einfach zu wenig streuen und die Transaktionskosten sind dafür zu hoch.


  • 11:27  fg89

    Herr Hörhan, Sie sind wohl einer der, die bemerkt haben, dass dieses Finanzsystem gegen die Bevölkerung arbeitet und eine Entschuldung der Kreditnehmer gar nicht zulässt und das auch offen zugibt. Glauben Sie, dass unsere Politiker das auch wissen, aber durch die Abhängigkeit der Banken keine Änderung eintritt zum Bsp. in ein Finanzsystem, welches nicht auf Ausbeutung und "Hamsterrädern" besteht? Oder warum kann es denn sein, dass niemand unserer Politiker, etwas gegen dieses System unternimmt? Weiters, glauben Sie, dass jemals eine radikale Änderung unseres Finanzsystems eintreten wird, oder wielange kann dieses künstliche am Leben erhalten unseres jetzigen Systems noch "gut" gehen?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Ich glaube, dass sich das System nicht wirklich ändern wird. Die Wohlstandsschere wird vermutlich auseinanderdrifte, dh es wird wenige geben, die viel haben und viele, die nichts haben. Außerdem gibt es viele Anzeichen dafür, dass Europa im Verlgeich zu anderen Wirtschaftsräumen ins Hintertreffen gerät.


  • 11:29  Koprolalist

    Kann man ewig so weitermachen, oder wird man als Parasit auch mal den Wirten so weit ausgesaugt haben, dass dieser stirbt? Ist dieser Zustand nicht gerade eingetreten? Und was geschieht dann mit dem Parasiten?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Wie ich schon vorher gesagt habe, glaube ich nicht, dass sich das System grundsätzlich ändern wird. In meinem Buch zeige ich auf, dass es neben dem Leben im Hamsterrad der Konsumschulden auch einen anderen Weg gibt, wo man Freiheit, Spaß und wirtschaftlichen Erfolg haben kann. Und dieser Weg ist gar nicht so schwer.


  • 11:30  maqs

    "Nur durch Verluste, lernt man zu gewinnen" Stimmst du dieser Aussage zu bzw. hast sie selber erlebt?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Die Aussage hat tatsächlich etwas wahres an sich. Es ist auch eine Illusion, dass man immer gewinnen kann. Wer mit seinen Investments zu 60 Prozent richtig liegt, ist schon gut. Und wenn man aus seinen Fehlern tatsächlich lernt, dann wird man mit der Zeit immer besser.


  • 11:32  Gabriele Pototschnig

    Was würden Sie inder jetzigen Situation mit einem Schweizer Franken Kredit machen? Wechseln in einen Euro Kredit wäre doch sehr teuer gerade wenn der CH Franken so hoch ist?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Ich bin kein Hellseher, allerdings war es in der Vergangenheit in vielen Situationen die falsche Entscheidung, dann zu verkaufen bzw. eine Position zu schließen, wenn die Kurse sehr schlecht waren. In vielen Fällen lohnt sich etwas Geduld (außer die Bank fordert Nachschussverpflichtungen, die Sie nicht erfüllen können)


  • 11:34  deis_jo

    Jim Rodgers hat neulich gemeint, es wäre am besten, Griechenland sterben zu lassen. Das würde zwar den Euro auf eine schlimme Talfahrt schicken, aber letztendlich würde er erstärkt wieder aus der Asche steigen. Wenn alle "Konkursstaaten" gerettet würden, könnte Europa in das gleiche Schicksal wie Japan schlittern und sich davon nicht mehr erholen. Was halten Sie von dieser Ansicht?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Ich finde, diese Ansicht hat sehr viel Wahres an sich. Wenn Sie Probleme, anstatt sie zu lösen, immer nur schleppen, dann wird die Situation selten besser. Ich glaube, das wird gerade in Europa gemacht.


  • 11:35  DisGruntler

    Macht Geld glücklich oder ist die ständige Jagd nach der nächsten Investition nicht auch eine Abstrampeln, nur einem größeren Hamsterrad?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Geld alleine macht zwar nicht glücklich, allerdings macht Geld sehr viele Dinge im Leben einfacher, und wenn Sie mit Geld richtig umgehen, dann bringt Ihnen Geld auch sehr viel Freiheit. Mir macht investieren Spaß, das ist wie wenn jemand anderer gerne kocht oder Gartenarbeit macht. Daher sehe ich es nicht als Hamsterrad. Wenn es einmal so sein würde, dass mir die Tätigkeit keinen Spaß machen würde, dann müsste ich mir etwas anderes suchen.


  • 11:37  Richard W.

    Wenn ich mich nicht irre, haben Sie eine mathematische und eine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung - was hilft Ihnen in Ihren Tätigkeiten mehr? Brauchen die Märkte mehr Mathematiker?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Eine mathematische Ausbildung hilft Ihnen, Unternehmen, Bilanzen und Probleme logisch und rasch analysieren zu können. Und diese Fähigkeit benötigen Sie sowohl als Investment-Banker als auch als Investor. Allerdings gehören zu einem erfolgreichen Investor auch andere Fähigkeiten, die wenig mit Mathematik zu tun haben.


  • 11:38  Einsicht

    Wann wird es Ihrer Meinung nach zu einer Asset-Deflation kommen, nach einem erneutem Credit Crunch?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Diese Möglichkeit ist denkbar. Falls es noch einen Crash gibt, kann es tatsächlich nocheinmal zu einer Asset-Deflation kommen. In der nächsten wirtschaftlichen Boom-Phase, die bestimmt auch wieder kommt, erwarte ich allerdings eine Asset-Inflation, wie das schon in den Jahren 2003 bis 2008 der Fall war.


  • 11:40  Johnny01

    Herr Hörhan, wie wichtig wäre eine europäische Ratingagentur für Europa Ihrer Meinung nach? Welche Auswirkung würde das mit sich ziehen?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Eine europäische Ratingagentur wäre sicherlich ein gutes Gegengewicht zum derzeit amerikanisch dominierten Rating-Sektor. In der Vergangenheit hat sich öfter gezeigt, dass die Aktivitäten der amerikanischen Ratingagenturen nicht zum Vorteil Europas waren. Amerika setzt seine Instrumente zu seinem wirtschaftlichen Vorteil meist sehr effizient und geschickt ein.


  • 11:42  study

    Haben Sie sich im Alltag gewisse Mechanismen angewöhnt (zB. beim Kaffeetrinken Schätzung des Umsatzes des Cafés mittels Abzählen der Tische, Kunden und Personals sowie Preise), die sich im Berufsleben bewahrheiten? Wenn ja, könnten Sie bitte ein paar Tipps geben, wie man unternehmerisches, investorbezogenes Denken im Alltag "üben" kann!?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Was Sie vorgeschlagen haben, ist sicherlich ein erster Ansatz. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich ein grundsätzliches Verständnis für wirtschaftliche Belange aneignen, sowie die Fähigkeit, Geschäfte abzuschließen. Ein Eisverkäufer mag zwar jetzt keine tolle Schul- und universitäre Ausbildung haben, aber er versteht vielleicht, wenn er gut ist, wie man gutes Geschäft macht. Versuchen Sie, von den Leuten zu lernen, die bereits wirtschaftlich erfolgreich sind und die bewiesen haben, dass sie als Unternehmer bestehen können. Vielleicht haben Sie solche Personen ja in ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis.


  • 11:45  Brunhilde

    Sie haben gesagt. "Fast jeder, der ordentlich arbeitet und vernünftig mit Geld umgeht, kann sich nach einigen Jahren 25.000 Euro ersparen." Supermarktkassiererinnen, Hilfsarbeiter, Kellner, die vielleicht 1600 brutto verdienen und davon eine Familie ernähren - arbeiten die alle nicht "ordentlich"?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Ich habe schon vorhin gesagt, dass ich Härtefälle ausschließe, allerdings gibt es die Möglichkeit, in fast jedem Job aufzusteigen bzw. mehr zu verdienen (insbesondere bei Kellnern, die Sie ansprechen). Natürlich muss man sich auch etwas anstrengen, um zu Geld zu kommen. Wenn man nur da sitzt und sagt, "ich bin so arm, das System ist so böse", wird man auch kein Geld haben.


  • 11:46  Einsicht

    Was denken Sie ueber das 750 Mrd Rettungspaket? Wieso helfen die Politiker mit fremden Staatsgeld ihren Freunden aus den Banken aus? Kann uns das RETTEN oder ist das nur die Verlagerung des Risikos von Banken zu uns allen als Steuerzahler und Staatsbürger?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Das Rettungspaket war vielleicht notwendig, allerdings ist immer die Frage, wer dafür bezahlen soll oder kann. Die wahrscheinlichste Möglichkeit besteht darin, dass die Bürger mittelfristig durch Inflation ihrer Ersparnisse beraubt werden, das würde zumindest die Schuldenprobleme der einzelnen Staaten lösen.


  • 11:48  argentina

    Nehmen wir an, ich hätte 70.000 Euro am Sparbuch. Was soll ich Ihrer Meinung damit tun, damit ich mich aus dem Hamsterrad befreien kann??

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    70.000 Euro ist sicherlich nur ein Anfang, allerdings müssen Sie das Geld in Vermögenswerte investieren, die mehr Ertrag bringen, als die derzeitigen Bankzinsen. Investieren Sie dort, wo Sie sich besser auskennen, als andere, und investieren Sie in direkte Vermögenswerte, egal, ob das Aktien, Immobilien, direkte Firmenbeteiligungen oder ähnliches sind. Anleihen (mit Ausnahme von einigen Junkbonds) und andere fest verzinsliche Wertpapiere würde ich vermeiden.


  • 11:49  zehnfinger

    was halten Sie von Spekulationen auf Commodoties?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Da müssen Sie sich sehr gut auskennen, vor allem, wenn Sie diese mit Leverage durchführen.


  • 11:51  Divers

    Warum geben Spekulanten nie konkrete Antworten auf Fragen zur Geldanlage. Oder anders: Was würden sie jetzt mit einem Vermögen von 40.000 Euro konkret anfangen? Konkrete Antwort?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Wenn Sie erfolgreich investieren wollen, hängt das vor allem von Ihrer Denkweise ab. Und weniger davon, in welche Vermögenswerte Sie investieren. Solange Sie nicht wie ein Investor denken, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass Sie beim Investieren erfolgreich sind, egal, was Sie machen. Ich investiere mein Kapital in Wohnimmobilien in Deutschland, direkte Firmenbeteiligungen, Vergabe von Mezzaninkapital, stabile Aktienmit hoher Dividendenrendite sowie Ankauf von geschlossenen Fondsanteilen im Zweitmarkt.


  • 11:53  Johnny01

    Herr Hörhan, achten Sie bei Ihren Investments auf Dinge Wirtschaftsethik, Umweltbewusstsein des Unternehmens, usw.. oder hat man nur die Rendite im Auge und stumpft gegen oben genannte Dinge ab?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Die oben genannten Dinge korrelieren sogar positiv mit der Rendite. Unternehmen, die progressiv sind und in Fragen wie Ethik oder Umweltbewusstsein Vorreiter als Nachzügler sind, sind in der Regel auch besser geführt. Natürlich achte ich auf solche Dinge.


  • 11:55  Sprachminister

    Sie schreiben einerseits, dass Sie gut von Mieten Ihrer Wohnungen leben und stellen Ihre Mieter ein wenig als die "Dummen" dar. Gleichzeitig schreiben Sie aber auch, dass eine Mietvilla günstiger ist als eine gekaufte. Empfehlen Sie nun Wohneigentum oder Miete?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Ich empfehle, zur Miete zu wohnen und gleichzeitig in Immobilien zu investieren. Tatsache ist, dass Luxusimmobilien wie die beschriebene Villa in der Regel ein geringes Verhältnis der Miete zum Kaufpreis aufweisen und daher als Investment weniger geeignet sind, als andere Immobilien.


  • 11:56  DisGruntler

    Sie gehen gerne auf Metal-Konzerte? Was sind Ihre aktuellen Hör-Empfehlungen? Bzw. welche Richtung bevorzugen Sie? Death, Black, Power, Speed oder Nu Metal?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Ich bin ein großer Fan von Slipknot, Iron Maiden, Ärzten, Korn, Corvus Corax und noch vielen anderen Bands.


  • 11:57  maqs

    Machst du noch Tradingfehler? Oder läuft bei dir auch schon ein automatisiertes Konzept, welches von dir entwickelt wird?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Natürlich mache ich Fehler. Sonst wäre ich ja schon Multimilliardär. Wichtig ist nur, dass man aus seinen Fehlern lernt und die Ursachen seiner Fehler versteht. Allerdings habe ich tatsächlich ein System, nach dem ich investiere, und das laufend angepasst und verbessert wird.


  • 12:00  Jack Bauer

    Haben Sie Vorbilder? Was halten Sie von Warren Buffett und George Soros? Wer war der größte Spekulant aller Zeiten?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Beide sind beeindruckende Persönlichkeiten, wobei mein Investmentstil vermutlich mehr mit Buffett als mit Soros gemeinsam hat. Der größte Spekulant aller Zeiten war vermutlich J.P.Morgan. Immerhin hat J.P. Morgan Amerika vor dem Bankrott gerettet.


  • 12:01  Butch

    Inwieweit waren Banker in ihrer Jugend, ich sage es einmal so, sogenannte "Supernerds"? Und inwieweit nutzen diese ihre neue Position in der Gesellschaft? Und ist es für viele Banker wirklich nur Spielgeld und Zahlen auf einem Bildschirm?

    ANTWORT VON Gerald Hörhan:
    Sie verwechseln Banker mit Tradern. Trader sehen tatsächlich primär die Zahlen auf dem Bildschirm und sitzen meist in Legebatterien in großen Bürotürmen in London und New Xork. Banker haben eine ganz andere Aufgabe, da sie Unternehmen analysieren und beurteilen müssen, Kapital beschaffen oder andere Unternehmen beim Ankauf oder Verkauf beraten. Auch dafür braucht man analytische Fähigkeiten aber diese alleine reichen nicht aus, um erfolgreich zu sein.


  • 12:02  DiePresse.com.Moderator

    Vielen Dank, dass Sie sich für unsere User Zeit genommen haben. Danke an unsere User für die spannenden Fragen.


  • 12:03  Gerald Hörhan

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.


(Red.)

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34 Kommentare
 
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Gast: Blender
05.08.2010 16:30
0

Harvard

Gibt es irgendwo eine Quelle, dass Herr Hörhan einen Abschluss an der Harvard University hat?

Man kann lediglich sehen, dass er 1998 am Harvard College war:
http://www.fas.harvard.edu/~pbk/previous_2.htm

Jedoch findet man keine Publikationen und auch keinen Thesis von ihm in den Archiven der Harvard University.

Gast: Schönthal47
13.06.2010 22:19
2

Der Mittelstand schafft sich selbst ab

Zum Buch von Herrn Hörhan möchte ich anmerken, dem Mittelstand geht es nicht nur von seiten der Wirtschaft & Politik an den Kragen, er schaufelt fleißig mit am eigenen Grab. Wir beobachten in Niederösterreich mit Entsetzen, wie in den Gemeinden sämtliche Gasthöfe zusperren. Nicht, weil sie nicht gut gingen, nein, sie gehen gut und ernähren pro GH mindestens 5 Personen. Aber die Jungen wollen sie nicht führen, und die Eltern finden auch keinen Nachfolger. Trotz hohem Umsatz und Gewinnen! Der Kommentar der Kaufinteressenten, die ablehnen, lautet immer gleich: "Um Gottes willen, des is ja a Arbeit!" - Mein eigenes Lokal hat schließlich ein Iraner gekauft. Er war der einzige unter 70 Käufern, der Buchhaltung & Bilanz überhaupt LAS! Alle anderen wollten "nur ein Café, das keine Arbeit macht". Der Gewinn war ihnen völlig egal! Ich war sprachlos. Herr Hörhan hat recht! Der Mittelstand, der Nachwuchs der heutigen Elterngeneration, fürchtet sich vor der Arbeit, führt gewinnbringende Familien-Unternehmen nicht weiter - und schuftet am Ende doppelt soviel, für einen erbärmlichen Lohn, buckelnd und abhängig von anderen Leuten. Hat Herr Hörhan nicht Lust, in die Politik zu gehen??? Ich würde ihn wählen!

Gast: Maiduguri35
13.06.2010 13:36
0

Buch gelesen

Ich möchte mich bei Herrn Hörhan persönlich bedanken. Sein Buch ist das erste seit Jahren, das ich praktisch in einem Zug durchlesen konnte - so sehr hat es mich gepackt und mir die Augen geöffnet. Dabei liegt alles so offen und für jedermann sichtbar vor der Nase, und trotzdem erkennen wir es meist nicht! Er hat recht mit allem, was er sagt. Das Buch ist wie ein persönliches Geschenk an mich, ich habe leider mit meinem Geld genau die Fehler gemacht, vor denen er warnt, und meine Zeit viele Jahre lang mit sinnloser Schufterei für andere Leute vergeudet. Trotzdem war ich dazwischen auch selbständig, und habe nicht fassen können, wieviel ich plötzlich verdient habe. Leider hat ein Angestellter damals zugelangt, und dann musste ich wieder ins Hamsterrad. FRÜHER HÄTTE ICH DAS BUCH LESEN SOLLEN, MIT 18! PFLICHTLEKTÜRE AN DEN SCHULEN SOLLTE ES SEIN. Liebe Grüße von einer dankbaren Leserin. Zum Glück nicht ganz zu spät für einen Neubeginn ...

Gast: arancia
30.05.2010 13:50
0

Zum Glück lässt sich die Börse nicht berechnen

und sobald die einen ein mathematische System entwickelt haben kommen die anderen mit einem Gegensystem. Sonst wäre unsere Realwirtschaft schon lange tot.

Antworten Gast: trader
31.05.2010 16:18
0

Re: Zum Glück lässt sich die Börse nicht berechnen

wieso ? es weiß ein jeder wie hoch das idealgewicht ist .. und trotzdem hat die Mehrzahl der leute übergewicht ..
... zwischen wissen und tun ist halt ein unterschied :-)

letztens war dieser typ

im fernsehen. der hat ne piepsstimme wie wenn ihm was fehlen würd. der braucht seine millionen zum kompensieren (vermute ich)

Gast: Höri der Hahn
29.05.2010 17:55
0

Die Mittelstandsposter laufen Amok

Was ist das Kennzeichen des MNittelstands? Die mittelmäßige Intelligenz verbunden mit einer überdimensionalen Rechthaberei. Was geht uns Hörhahn an? Nix! Den Reichen ist er wurscht, den Armen detto. Die einzige Gruppe, die sich aufregt ist die Gruppe der Mittelmäßigen!

Antworten Gast: arancia
30.05.2010 13:42
1

Warum wohl?

Weil der Mittelstand am meisten Steuern zahlt? Und zu wenig haben um mit Ihrem Einkommen und Vermögen mobil zu sein, also vor der Steuer flüchten zu können? Weil der Mittelstand die Schicht ist, die die Realwirtschaft am Leben hält, von der ein Hörhan lebt?

Gast: arancia
29.05.2010 13:00
1

Spekulanten sind wie Blattläuse

Das Geld dass Sie verdienen kommt nicht aus dem nichts. Sie spekuliertn mit Griechenlandanleihen als diese vielen, darauf, dass Griechenland von der EU gerettet wird. Im Endeffekt leben Sie von unser aller Zukunft, von den erhöhten Steuern, die wir zahlen müssen. Diese Steuern werden verwendet, damit Ihnen die Griechischen Anleihen nicht ausfallen. Zudem steigt die Verschuldung in Griechenland und die Griechen müssen noch mehr Schulden in den Griff bekommen. Sie leben im Endeffekt von der Realwirtschaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie Kinder haben. Wenn Sie wirklich gebildet wären, dann hätten Sie etwas Sozialverantwortung. Es gibt Familien, die können sich nichts ersparen, denn Ihr Investment heißt Kinder. Ohne weiteres kann man auch nichts riskieren, wenn man Kinder hat. Es ist erschreckend, wie leichtfertig Sie Sozialabbau bewerben als die Lösung. Dabei ist Sozialabbau schädlich für die Wirtschaft, denn die Leute müssen mehr sparen um sich abzusichern, sind weniger risikofreudig (=weniger Investitionsfreude in Produktivität), haben geringere Bildung. Das alles führt zu geringerem Einkommen und niedrigerer Kaufkraft. Mangelndes Einkommen führt zu Unruhen und somit zu fehlenden Wirtschaftsinvestitionen...zu erschwertem Warenaustausch...höhere Sicherungskosten... Leben Sie doch 1x Probeweise 1 Monat vom niedrigstem Kollektivvertrag... + Plastikpuppe, die ein Kind simuliert, das Ihnen entsprechende Rechnungen produziert...

Gast: gast
29.05.2010 11:20
2

es zeigt sich wieder

dass persönlichkeitsstörungen in der wirtschaft sehr hilfreich sind

…Dumme und Kluge machen Fehler, die Klugen aber nur einmal


Gast: phender
29.05.2010 06:38
0

@Zensur: War mein Posting etwa ideologisch nicht genehm?

Ach geh, sowas Blödes aber auch ... :-)

Gast: Gast
28.05.2010 18:19
3

Was leistet Hörhan nochmal für die Menschheit und ihr Vorankommen?


Antworten Gast: Zyni
29.05.2010 17:57
2

Und wenn er den ganzen Tag

in der Nase bohrt, dann geht sie das genau nix an! Oder anders gefragt: was leisten sie für die MENSCHHEIT? Pocken ausrotten? AIDS Mittel finden? Die ewige Energiequelle finden? Oder nur in der Presse posten?!

Antworten Gast: böserSpeklant
29.05.2010 13:36
1

Re: Was leistet Hörhan nochmal für die Menschheit und ihr Vorankommen?

Er sorgt dafür, dass das kapital dorthin fließt, wo es am gewinnbringendsten ist, mit dem effekt, dass die gesellschaft einen höheren wohlstand hat ...
is nat. schwieriger zu verstehn als wenn jemand der gesellschaft nutzt indem er kanal schaufelt

Antworten Gast: arancia
29.05.2010 13:02
1

Nachdem er Spekulant ist

verschiebt er sein Vermögen ins Ausland und zahlt weniger Steuern. Sozialleistungen und Gratis-Studium (auch Sozialleistung, finanziert unter anderem von Arbeitern) hat er wohl in Anspruch genommen. Er hat wahrscheinlich keine Hemmungen sich hier ins Krankenhaus zu legen...

Re: Nachdem er Spekulant ist

Falls er einen dauernden Wohnsitz in Österreich hat, ist er natürlich hier steuerpflichtig, falls er sich mehr als 6 Monate in Österreich aufhält.

Einen Teil seiner Gewinne gibt er vermutlich auch in Österreich aus. D.h. auch die österreichische Volkswirtschaft profitiert davon, dass er Gewinne im Ausland macht.
Wenn sich die österreichischen Politiker nicht zu dumm anstellen, dann investiert er vielleicht sogar in Österreich. Die Unternehmen bekommen günstiges Eigenkapital.

Aber natürlich sieht ein solch spekulativer Investor vor allem seinen eigenen egoistischen Nutzen. Das liegt in der Natur dieser Sache. Sein Risiko ist schließlich auch ziemlich hoch.

Oder wieviele solcher Spekulanten, die davon GUT leben können, können Sie in Österreich aufzählen?

Antworten Antworten Antworten Gast: arancia
30.05.2010 13:47
0

Er transferiert das ausländische Einkommen?

ins Inland? Oder bleibt das im Ausland plus wandern seine Einnahmen vom Inland auch ins Ausland? Jemand der Spekulant ist braucht sich nicht als der "Gute" zu produzieren, denn das ist er nicht. Sicher hat er eine gute Einkommensquelle aber er lebt dann auf dem Rücken anderer (egal in welchem Land) D. h. er kann auch Sozialverantwortung zeigen z.b. das St. Anna Kinderspittal fördern etc. Warren Buffet leistet wenigstens Öffentlichkeitsarbeit. Etwas Dankbarkeit, tät ihm bestimmt nicht schaden. Studiert hat er ja auf Grund von Sozialleistungen... die will er aber abbauen - ganz einfach und unbedacht mit einem einzigen Zweck: Er will nicht soviel Einkommensteuer zahlen müssen, obwohl er eh genug zum Leben hat....

Antworten Antworten Antworten Gast: arancia
30.05.2010 13:43
0

Er braucht im Ausland nur ein Unternehmen gründen

Eine eigene juristische Person. Dann nutzt es unserem Finanzamt auch nichts, dass er sich mehr als 6 Monate hier aufhält.

Re: Was leistet Hörhan nochmal für die Menschheit und ihr Vorankommen?

Was leisten Sie?

Re: Was leistet Hörhan nochmal für die Menschheit und ihr Vorankommen?

Er bringt uns bei, dass Angestellte in der Gastronomie oder im Einzelhandel "Härtefälle" darstellen, die man selbstverständlich ausklammert, wenn man als Millionär von der Allgemeinheit spricht.

Richtig !

Er bringt uns auch bei, dass man in Mietwohnungen wohnen und Wohungen kaufen soll, um sie zu vermieten. Keinesfalls darf man offenbar eine Wohnung, in die man investiert hat, selber mieten. Warum eigentlich, ist dann die Wahrscheinlichkeit eines Mietausfalles zu hoch ?

Antworten Antworten Antworten Gast: arancia
30.05.2010 13:49
0

Man kann auch in einem kleinen Haus wohnen

und CO2 neutral bauen mit geringem Energiebedarf anstatt eine Riesenvilla zu mieten. Soetwas kann man auch recyclingfähig bauen.

Gast: anne
28.05.2010 15:44
0

njo

sonne würde dir net schaden herr höHrhan

Gast: VV
28.05.2010 15:40
2

Ohne Fehler wäre ich schon Multimilliardär

Wären wir glaub ich alle, man müßte nur ohne Fehler die Lottozahlen erraten. Diese Erkenntnis ist trivial und einem Volksschüler zuzutrauen.

sg heilige presse

warum wurde mein folgendes posting schon 4x wegzensiert:

wenn ich keine fehler gemacht hätte, hätte ich schon 2000 frauen im bett gehabt. so sinds halt nur 200. :)

 
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