EZB-Chef: "Der Euro ist eine zuverlässige Währung"

31.05.2010 | 16:02 |   (DiePresse.com)

Der Euro sei für europäische und nicht-europäische Investoren sehr wichtig, betont EZB-Chef Jean-Claude Trichet. Den europäischen Stabilitätspakt will Trichet "entschieden verteidigen".

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Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hat heute das Bekenntnis der EZB zum Euro betont. "Der Euro ist eine zuverlässige Währung, die ihren Wert in beachtlicher Art und Weise hält", sagte Trichet bei einer Pressekonferenz am Montag im Rahmen der volkswirtschaftlichen Tagung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Wien. Der Euro sei für europäische und nicht-europäische Investoren sehr wichtig.

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Auf die Frage, warum die Märkte trotz der jüngsten Hilfs- und Stabilisierungsmaßnahmen für Griechenland und den Euro noch immer so nervös seien, meinte Trichet, seiner Meinung nach hätten die Märkte diese Entscheidungen vielleicht noch nicht voll aufgenommen. Es brauche Zeit, bis sich diese Entscheidung der europäischen Regierungen an den Märkten niederschlage.

"Wir werden Stabilitätspakt entschieden verteidigen"

Das jüngst erfolgte Downgrading von Spanien durch die Rating-Agentur Fitch wollte Trichet nicht konkret kommentieren. Generell gelte für alle Länder mit Budgetproblemen, wie wichtig es sei zu einer mittelfristigen Nachhaltigkeit zurückzukehren. Dies entspreche der Konsolidierung in der Wirtschaftserholung, weil es das Vertrauen aller Marktteilnehmer verbessere. Die EZB stehe voll und ganz hinter dem Wachstums- und Stabilitätspakt, betonte Trichet, obwohl dieser sogar von den großen Euro-Staaten angegriffen worden sei. "Wir werden ihn entschieden verteidigen", unterstrich der EZB-Chef.

In einem Interview mit der französichen Tageszeitung "Le Monde" sprach sich Trichet heute für eine zentrale Überwachung der Haushaltspolitik in den einzelnen Euro-Staaten aus. "Wir sind eine Währungsunion. Jetzt brauchen wir das Äquivalent einer Fiskalunion", sagte Trichet.

(APA)

 
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11 Kommentare
schlitzohrlinski
31.05.2010 19:36
1

Sprachlos ob der Übernahme der EZB durch die Weichwährungsländer: F und I und anderen

Kein Wunder, dass das EZB Ratmitglied Mario Draghi die Aktionen von Trichet befürwortet: Beide kommen aus Ländern, die im Notfall eine weichere Währung bzw. eine Geldpolitik im Dienst der Politiker bevorzugten.

Die Bundesbank stand dagegen immer für das Modell einer weitestgehend von der nationalen Politik unabhängigen Geldpolitik, mit dem Ziel einer geringen Inflation und eines stabilen Außenwertes.

Defacto hat der Rettungsschirm einerseits und vor allem der Ankauf der griechischen "Ramsch"anleihen durch die EZB bereits zu einer Umwandlung des EURO in eine Weichwährung bewirkt.

Länder wie D, NL, Aut standen für einen Hartwährungskurs der EZB in Tradition ihrer an die D-Mark gekoppelten Währungen: Dieser Kurs wurde explizit von der EZB aufgegeben.

Die Erklärungen von Trichet sind Schall und Rauch: Im Endeffekt ging es um die Rettung von Banken - hier wieder vor allem von französischen und auch deutschen Banken.

Dieses zweite Bankenrettungspaket geht auf Kosten der Währungsstabilität und wird vor allem von Frankreich genutzt, um die Propaganda für eine "europäische Wirtschaftsregierung" zu propagieren.

Diese Wirtschaftsregierung à la francaise ist nichts anderes als der Versuch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft und auch der anderen Club Med EU Mitglieder zu reduzieren: Nicht umsonst kommen vor allem von linken Ökonomen der Vorwurf, dass die deutschen Unternehmen zu "leistungsfähig" seien.

Und unser FM Pröll kapiert das alles nicht!


schlitzohrlinski
31.05.2010 19:27
1

Sprachlos ob der Übernahme der EZB durch die Weichwährungsländer: F und I und anderen

Kein Wunder, dass das EZB Ratmitglied Mario Draghi die Aktionen von Trichet befürwortet: Beide kommen aus Ländern, die im Notfall eine weichere Währung bzw. eine Geldpolitik im Dienst der Politiker bevorzugten.

Die Bundesbank stand dagegen immer für das Modell einer weitestgehend von der nationalen Politik unabhängigen Geldpolitik, mit dem Ziel einer geringen Inflation und eines stabilen Außenwertes.

Defacto hat der Rettungsschirm einerseits und vor allem der Ankauf der griechischen "Ramsch"anleihen durch die EZB bereits zu einer Umwandlung des EURO in eine Weichwährung bewirkt.

Länder wie D, NL, Aut standen für einen Hartwährungskurs der EZB in Tradition ihrer an die D-Mark gekoppelten Währungen: Dieser Kurs wurde explizit von der EZB aufgegeben.

Die Erklärungen von Trichet sind Schall und Rauch: Im Endeffekt ging es um die Rettung von Banken - hier wieder vor allem von französischen und auch deutschen Banken.

Dieses zweite Bankenrettungspaket geht auf Kosten der Währungsstabilität und wird vor allem von Frankreich genutzt, um die Propaganda für eine "europäische Wirtschaftsregierung" zu propagieren.

Diese Wirtschaftsregierung à la francaise ist nichts anderes als der Versuch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft und auch der anderen Club Med EU Mitglieder zu reduzieren: Nicht umsonst kommen vor allem von linken Ökonomen der Vorwurf, dass die deutschen Unternehmen zu "leistungsfähig" seien.

Und unser FM Pröll kapiert das alles nicht!


Gast: Peter MAURER
31.05.2010 18:36
2

Ha, ha, ha...

Trichet ist genauso unter dieser Schattenregierung wie alle and. siehe Geheimliste Buchstabe A bis Buchstabe Z. Nun, die EU wird total zerfallen. auch die USA und alle anderen. Ihr müsst mir nicht glauben, doch ihr werdet es selbst begreifen, wenn es für jedermann ersichtlich ist, auch für die Systemgläubigen. Eine sog. Weltdiktatur werden wir mit allen MITTELN bekämpfen. Es lebe die Freiheit / libertas!
www.survival-scouts.blogspot.com

Gast: Karl
31.05.2010 18:19
0

Stabilitätspakt ?????

Das sieht man was der Gebracht hat da lassen die Länder dazu die bei den Neuverschuldungen sich nicht daran halten dan gibt es Staaten die das sogar vertuscht haben und was haben die gemacht und das mit der Stabilität ist eigentlich eine Frage ob das auch nicht mal für kurze Zeit fallen wierd. Aber das wierd die Zukunft zeigen eins ist positiv das der Euro wieder gegenüber den Dollar weniger wert ist das freut den Export und fördert indirekt das Wachstum. Und den Staaten frauts auch denn dann wachsen die Schulden heuer nicht so Extrem da kann man wenigstens die Schulden abbauen wen die das überhaupt tun.Das Bezweifle ich sehr den dazu sind die Politiker nicht in der lage oder wollen die nicht.

Luzius
31.05.2010 18:18
2

Blödsinn von Trichet

was ab er soll denn der sonst darüber sagen ?
Das dieser Versuch eines Superstaates zugungsten Banken und Industrie als gescheitert gilt, würde ihn seinen Job kosten weil dahinter eine Maschinerie namens EU steckt, welche ihre Günstlinge nicht arbeitslos machen darf und kann.

Jede Firma in der privaten Wirtschaft, welche auf eine derartige weise agieren versucht, wird naturggemäss nicht lange am Leben bleiben sondern zerbrechen; warum lässt man dies nicht in der unsäglichen Union zu ?

Die Antwort dazu steht bereits im ersten Absatz !

Gast: ET
31.05.2010 14:49
2

Die EZB verteidigt den Stabilitätspakt?

Ich würde meinen, dass die EZB diese Verteidigung gar nicht kann. Die EZB kann nicht für die Einhaltung der Regeln, max.3% Defizit, max. 60% des BIP als Verschuldung, sorgen. Das kann auch die EU nicht, das müssen die einzelnen Ländern machen, und zwar alle!

Die EZB kann auch nichts gegen den Bankrott einzelner Euroländer machen, ausgenommen deren Staatsanleihen kaufen und die Liquidität zu sichern. Die EZB hat diese Schwäche auch zugegeben und bestätigt, als diese die Staatsanleihen aufgekauft hat. Genauso hat die EZB die eigene Machtlosigkeit bewiesen, als den Banken 100erte Milliarden fast kostenlos zur Verfügung stellte.

Auch die EU kann nicht wirklich was unternehmen, weil eben das Durchgriffsrecht fehlt. Auch ein Ausschluss der Länder, welche den Vertrag brechen ist nicht möglich.

Die EZB ist machtlos und damit genauso unnötig wie der Euro auch. Wichtiger für die Bonzen der EZB ist ohnehin die Symbolik, dafür wird auch ein entsprechendes EZB Monsterhaus gebaut.

Wenn ein Kunde nicht bezahlen will und lieber Insolvenz anmeldet, weil er zu viele Privatentnahmen tätigte, dann schaut der Lieferant auch durch die Finger. Im Falle von Staaten gibt es nicht mal eine Konkursmasse.

Der EZB bleibt daher am Ende gar nichts anderes übrig, als die Aufgabe des Euro zu verwalten.

Die Bonzen suchten eine Lösung mit dem Euro, haben aber dadruch den Schaden noch größer gemacht.

Gast: Kopp Verlag
31.05.2010 14:38
4

Experten raten Griechenland zur Aufgabe des Euros .


Britische Wirtschaftswissenschaftler haben der Griechischen Regierung geraten, den Euro aufzugeben und einen Zahlungsausfall (Default) der Schulden von 300 Mrd. Euro zu erklären, um so die Wirtschaft des Landes zu retten.

Nur für deutsche und französische Banken hätte Griechenlands Austritt aus der Währungsunion schwerwiegende Folgen, denn das Land hat dort Milliarden von Schulden.

Das soll uns aber nicht weiter kümmern.

Gast: ökonomie
31.05.2010 14:14
3

EZB übernimmt Griechenland Bonds von französischen Banken

Offensichtlich hat Herr Trichet sich mit seinen französischen Förderern eine besondere Art der Sanierung französischer Bankbilanzen überlegt. Während sich die deutschen Institute verpflichten mussten bis 2013 keine Griechenlandanleihen zu dumpen gilt das offensichtlich für Frankreich nicht. Herr Trichet hat, nach Presseinformationen, in enormem Umfang griechische Anleihen von französischen Banken aufgekauft und diese so ihre Bilanz ins reine bringen lassen. Dann lässt er solchen Aktionen seine Standartfloskeln folgen, sein Rücktritt ist wohl fällig.

Antworten Gast: Europäer
31.05.2010 14:54
3

Re: EZB übernimmt Griechenland Bonds von französischen Banken


Absolut ein Skandal!!!
So jemand ist eine Schande für die EZB!
Was tun unsere Schleimer?

Wann wird das Verfahren gegen ihn eröffnet?

Antworten Gast: Goßmann
31.05.2010 14:44
1

Re: EZB übernimmt Griechenland Bonds von französischen Banken

Wenn Herr Trichet das gemacht hat, sollte er sofort zurücktreten. Diese Entscheidung ist völlig invernünftig. Auch Banken aus Frankreich haben das Risiko zu tragen.

ThomasFuhringer
31.05.2010 14:08
2

Deswegen druckt er so viele davon,

weil der Euro sei für europäische und nicht-europäische Investoren sehr wichtig ist.

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