26.05.2012 14:32 | Meine Presse Merkliste 0

"Noch längere Niedrigzinsphase wäre Selbstmord"

23.07.2010 | 12:44 |   (DiePresse.com)

Die Notenbanken in den USA und Großbritannien wollen die Politik des billigen Geldes fortsetzen. Ein Experte warnt vor den Folgen und sieht die Integrität von Papierwährungen in Frage gestellt. Er setzt auf Gold.

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"Eine noch länger ausgedehnte Phase rekord-tiefer Zinsen wäre ökonomischer Selbstmord und würde letztlich in einer Hyperinflation enden", sagt Matthew J. Zeman von der LaSalle Futures Group auf der Rohstoffkonferenz in Chicago, wie das "Handelsblatt" berichtet. Er warnt daher vor einer Fortsetzung einer Politik des billigen Geldes, die in den USA und Großbritannien geplant ist, wie "Welt" berichtet.

Notenbank-Dilemma: Politik des billigen Geldes

Laut "Welt" wollen die Notenbanken der beiden angelsächsischen Länder die Wirtschaft erneut mit frisch geschaffenen Geld dopen, um einen neuen Konjunktureinbruch zu verhindern. Entsprechende Signale hatten die Fed und die Bank of England zur Wochenmitte ausgesendet.

Sollte es den Zentralbanken weltweit nicht gelingen, eine überzeugende Exit-Strategie aus der Politik des billigen Geldes zu finden, werde es einen starken Ausschlag des Goldpreises nach oben geben, ist Zeman dem "Handelsblatt" zufolge überzeugt. Er rechnet daher mit einem durchschnittlichen Goldpreis von 1350 Dollar je Feinunze für das kommende Jahr.

Zweifel an Glaubwürdigkeit der Papierwährungen

Generell sieht er die Integrität der Papierwährungen in Frage gestellt. "Die Anleger haben Zweifel an der Stabilität von Papiergeld und von Wertpapieren", sagt Zeman. Vielmehr würden immer mehr Anleger Ausschau nach "wahren Vermögenswerten" halten. Er meint damit Gold, Silber, Platin und Palladium.

Erst vor zwei Monaten hatte der renommierte Finanzhistoriker Niall Ferguson an der Glaubwürdigkeit von Papierwährungen gezweifelt. "Ich befürchte, dass wir uns mit einer Welt abfinden müssen, in der Papierwährungen allgemein ihre Glaubwürdigkeit verlieren und wir wieder mehr auf Rohstoffe als Währungsstandards zurückgreifen müssen", sagte er damals.

(Red.)

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31 Kommentare
 
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Iason
26.07.2010 13:13
1 0

Keynesianer gegen Austerianer?

Diese zwei Denkschulen führen derzeit international einen erbitterten Kampf. Ich denke, dass das Zeitalter der Keynesianer sich dem Ende zuneigt. Es wurde wohl wieder bewiesen, dass diese in der Praxis längerfristig nicht funktioniert.

Aber das bittere Ende steht uns leider noch bevor. Dabei werden wohl die Papierwährungen geopfert werden, wie das in der Geschichte bereits so oft der Fall gewesen war.

Derzeit laufen wir wieder in eine Deflationsangst. Dieser wird vermutlich mit neuem billigen Geld begegnet werden. Zumindest wird das im angelsächsischen Raum so sein. EU wird wohl zwangsweise nachziehen müssen.

mises.org

Antworten heduda
26.07.2010 20:23
0 1

Re: Keynesianer gegen Austerianer?

ich kenne keine angst.schon gar nicht vor leuten wie sie,die ständig irgendwas unken und miauen,und natürlich was die zukunft betrifft,genau so wenig ahnung haben wie hinz und kunz.ich mach mein ding ,tag für tag,und kriech nicht in der deflationsangst herum,wie ein käfer,wie sie.
ausserdem finde ich zwei!denkschulen ziemlich mickrig.

Antworten Antworten Gast: gast
03.08.2010 11:51
0 0

Re: Re: Keynesianer gegen Austerianer?

die einen haben inflationsängste, die anderen deflationsängst, der weg wird in der mitte liegen und damit kann man ja ganz gut leben.

Antworten Antworten widder
03.08.2010 09:13
0 0

Re: Re: Keynesianer gegen Austerianer?

Die Geschichte wird auch dich "Positiv-Denker" einmal lehren. Besser wäre aber gewesen, wenn du vorher daraus gelernt hättest.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
03.08.2010 11:52
0 0

Re: Re: Re: Keynesianer gegen Austerianer?

als einzelperson kann man die entwicklung sowieso nicht stoppen oder lenken.

wenns gold haben, vielleicht hilft es, kann aber genauso gut schaden, wer weiß das schon.

Antworten Gast: gast
26.07.2010 19:52
0 0

Re: Keynesianer gegen Austerianer?

da die weltbevolkerung steigt und sich die wirtschaftsräume massiv ausbreiten, wird man wohl mehr geld für den erhalt des systems in umlauf bringen müssen.

Gast: wahren Vermögenswerten
24.07.2010 08:58
2 2

wahren Vermögenswerten

Edelmetalle sind keine "wahren Vermögenswerten".

Wahre Vermögenswerte sind Produktionsmittel wie landwirtschaftliche Flächen und sonstige Immobilien, Rohstoffe für die (industrielle) Produktion (Eisen, Öl, ..), Werkzeuge und Maschinen, Waffen.

Edelmetalle sind letztlich nutzlos und somit wertlos.

Ich werde mein Getreide jedenfalls gegen Dieselöl tauschen und nicht gegen wertloses Gold oder Silber.

Wer in Edelmetalle investiert könnte vor einer bösen Überraschung stehen falls das Geldsystem wirklich crasht. Wer Edelmetalle kauft, glaubt in Wirklichkeit immer noch an das Papiergeldsystem, weil nur in diesem System haben Edelmetalle einen Preis.

Antworten Iason
26.07.2010 13:27
1 0

Re: wahren Vermögenswerten

Sie denken wohl, dass wir zu einem Tauschsystem zurückkehren werden, oder?
Ein solches ist kaum organisierbar.

Aber sinnvoll wäre es die Menschen ihr Geld selbst wählen zu lassen und dieses nicht druch Autorität aufzuzwingen.

Die Menschen würden ein Medium wählen, das stabil ist, weil es nicht beliebig vermehrt (gedruckt oder elektronisch erzeugt) weren kann.

In den letzten Jahrtausenden wählten die Bürger Gold oder Silber. Wird es diese Mal anders sein? Ich persönlich denke nicht.

Beispiel:
Mit einem Gramm Gold (ca. 29 eur) kann man heute zu zweit ganz gut essen gehen.
Wie lange noch können sie mit 29 eur etwas Ähnliches bezahlen? Vor ca. 10 Jahren brauchten sie dafür nur 15 eur, aber 1,8 Gramm Gold.

Stellen Sie bitte diese Rechnung vielleicht in 5 Jahren nochmals an, okay?
Dann zu diesem Thema wieder posten ;-)

Antworten Antworten heduda
26.07.2010 20:32
0 0

Re: Re: wahren Vermögenswerten

wer pro kopf 15 euro ausgiebt um gut essen zu können,ist entweder ein angeber,oder einer der nicht weis was gutes essen ist.prosten sie bitte erst wieder in zehn jahren.ihr prosten verursacht mir hirnbeschwerden.vor allem ihr eingebildeter duktus.

Antworten Antworten Gast: gast
26.07.2010 20:01
0 0

Re: Re: wahren Vermögenswerten

bitte was ist an gold stabil?
mit den schwankungen die gold derzeit aufweist ist es doch als zahlungsmittel völlig ungeeignet!
sie würden sich schön bedanken, wenn sie ihre strom und wasserrechnung in gold bezahlen müssten.

da gold nicht beliebig vermehrt werden kann, die menschenzahl aber wächst die wirtschaftsräume massiv expandieren brauchen sie auch "vermehrbare" währungen.
VGL: wenn sie beim monopoly die teilnehmerzahl erhöhen, nicht aber die geldmenge und die güter, werden sie probleme beim spielen haben.

Antworten Gast: netter gast
24.07.2010 17:56
1 0

Re: wahren Vermögenswerten

Sie haben , so wünsche ich ihnen ,
eine ordentliche Menge Getreide zu verkaufen .
Entsprechend erwarten sie eine große Menge Dieselöl .
Wieviel müssen sie für die Lagerung des Dieselöls aufwenden .
Transport und Lagerung , ewige Fragen des Handels ...
Eine Lösung : Gold oder Geld als Zwischenträger .
Gold hat auf Grund seiner chem. Eigenschaften und geringem Vorkommen seit Jahrtausenden einen guten Handelswert .
Bei Geld (Papier) ists eine Vertrauensfrage (fiat money)

Antworten Gast: Jose
24.07.2010 14:05
3 0

Re: wahren Vermögenswerten

Denkfehler?
Silber ist zb. ein unverzichtbares Industriemetall und wird in Tausenden Produkten verwendet.
Silber hat die höchste Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme, das höchste Reflektionsvermögen für Licht etc.
Keine Zivilisation ohne Silber.
Industrielle Verwendung gilt eingeschränkt auch für die anderen Edelmetalle!
Also sind Edelmetalle ganz sicher "wahre Werte"

Gold ist ausserdem der einzige international anerkannte "Papiergeldersatz"
Wird von jeder Bank der Welt in national gültiges Zahlungsmittel umgetauscht.nur mal so zum nachdenken.

Gast: Kibietz
23.07.2010 19:00
0 0

An der Zinsschraube sollte man vorsichtig drehen.

Was glauben sie denn was GB und USA dann an Zinsen zahlen müssten wenn es kein "billiges" Geld mehr gibt?

Draufzahlen werden dann auch viele,viele kleine Privatunternehmer die von den hohen Kreditzinsen getötet werden, Die Konjunktur stirbt ab, viele Konkurse (vielleicht sogar ein Staatsbankrott) mit tausenden neuen Arbeitslosen wäre die Folge!

Antworten hw
25.07.2010 16:32
0 0

Re: An der Zinsschraube sollte man vorsichtig drehen.

genau so ist es.
gewinner von hohen zinsen sind jene die nur vom geld leben wollen und andere arbeiten lassen.
nur das würde die wirtschaft und die versorgungssicherheit massiv gefährden.

Antworten Antworten Iason
26.07.2010 13:32
0 0

Re: Re: An der Zinsschraube sollte man vorsichtig drehen.

Aber zu niedrige Zinsen ruinieren das Geldsystem und somit alle Ersparnisse.
Die privaten Schulden bleiben aber meist bestehen. Diese könnten nur in einer Währungsreform abgebaut werden. Aber da wird es wieder hauptsächich die Staatsschulden betreffen.


Gast: QuakQuak
23.07.2010 18:56
0 0

Wieviel Tonnen

hat den dieser Dagobert Duck gebunkert? Außerdem muß man unterscheiden zwischen Niedrigzinsen und inflationär hineingepumpten Geld der Druckbanken. Wird dieses verantwortungslos betrieben hat er recht. Aber dafür sollte Recherchiertes an den Leser gebracht werden. Steigen die Preise von Edelmetallen noch weiter hat man ohnedies wieder die goldgedeckten Währungen. Insofern kann man diesen Prozeß als marktgerechte Feinjustierung bezeichnen. Das Geld würde sich mittelfristig stabilisieren.

Gast: Halbwissen
23.07.2010 17:36
1 0

Die Sparguthaben wurden verspielt und MÜSSEN entwertet werden


Gast: dulcinea
23.07.2010 17:17
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auf was warten wir noch?

Die Zinsen von derzeit 1% auf 4 % hinauf und die Seele ist gesund. Nebenbei würde dies auf eine Säuberung der Wirtschaft einwirken. Dies gebe dann Kraft für einen Wirtschaftsaufschwung durch junge, ehrgeizige Unternehmer. Alles andere ist nur Geld verpulvern.

Antworten hw
25.07.2010 16:29
0 0

Re: auf was warten wir noch?

eine erhöhung der zinsen würde die leistungsträger weiter abstrafen.

natürlich ist es schön wenn man von den zinsen leben kann und nix tun muss.

nur wenn immer weniger leistungsträger mehr steuern (dadurch erschwerte eigenlkapitalbindung), höhere zinsen für fremdkapital, bezahlen müssen, wird das system brechen. und ohne arbeiter ist auch ihr gold ruckzuck einer hyperinflation unterworfen.

Antworten Antworten Iason
26.07.2010 13:34
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Re: Re: auf was warten wir noch?

Wie war das doch gleich zum Ende der 70er Jahre? Gab es da nicht auf dem Sparbuch mehr als 10% Zinsen?

Natürlich wäre das im heutigen Schuldensystem unvorstellbar.

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Re: auf was warten wir noch?

Leider sind die Banken, Unternehmen und private Haushalte so schwach auf der Brust, das mir folgender Witz dazu einfällt.

In einer landwirtschaftlichen Kooperative, in den guten alten sozialistischen Zeiten, stehen die Kühe ganz eng, eine neben der anderen.
Ein Besucher fragt: warum lasst ihr den Kühen nicht etwas Freiraum? Würden wir eine Rausnehmen, würden alle umfallen.

Gast: gast
23.07.2010 14:46
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propaganda

"..Er setzt auf Gold.."

ist das nicht reine propaganda?

Gast: Parteiloser
23.07.2010 13:57
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Nur das billige Geld rettet die Staaten noch!

Inzwischen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Staaten spätestens dann Bankrott gehen, wenn diese 40% der gesamten Steuereinnahmen für den Zinsensdienst verwenden müssen. Gehen aber die Staaten Bankrott, dann gehen auch die Banken und die Versicherungen Bankrott. Die Währung geht dann so richtig in den Ars...

Würden sich die Zinsen von ca. 3% - 5% für Staatsanleihen auf 6 - 10% verdoppeln, was eigentlich notwendig wäre, dann wären sehr viele Staaten sehr schnell zahlungsunfähig.

Österreich steht im Vergleich noch ganz gut, wenn man die offizielle Verschuldung auch als real annimmt. Aber auch beim relativ guten Österreich gehen schon knapp 10 Mrd. an Zinsen raus, die gesamten Steuereinnahmen (bei sehr hoher Abgabenquote!) werden 2010 etwa 57 Mrd. Euro betragen.

Würden die Zinsen also steigen, und für Österreich nur auf 6% gehen, dann kratzt auch Österreich schon an der magischen 40% Schallmauer (Zinsen in % der gesamten Steuereinnahmen). Andere Länder wird es noch etwas früher erwischen.

Die Notenbanken können also nur zwischen Massenstaatsbankrotten wählen oder dem Risiko einer Hyperinflation!

Es gibt keine Exitstrategie und hat auch nie eine gegeben. Echte Werte, nicht nur Metalle, sondern Landwirtschaftliche Flächen, Produktionsmittel, etc., werden dem Niedergang der Währungen widerstehen.

Es geht gar nicht mehr anders. Die Parteibonzen haben, zusammen mit der Finanzwirtschaft, die Bevölkerung ausgeraubt.

Gast: ASVG-Sklave
23.07.2010 13:45
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Papiergeld- Falschgold (Papiergold) - und echtes Gold in der Hand

Die Papierwährungen haben ausgespielt.

Der momentane Einknick des Goldkurses dürfte darauf beruhen, dass jene Anleger die bisher in Papiergold (ETFs) investierten, langsam merken dass sie dem gleichen Betrug aufsaßen, der sie schon mit den Fake-Aktien-Kursen um ihre Investitionen brachte. Die angeblich hinterlegten Goldbestände der ETF sind nämlich nur teilweise vorhanden (= der Fort Knox-Schmäh). Wenn die skeptischen ETF-Anleger nun auf physisches Gold umsteigen, so können die ETF-Fonds den Cashwert ihrer verwalteten und fiktiven Goldbestände gar nicht ausbezahlen. Deswegen wird der Goldkurs noch ein letztes Mal manipuliert und gedrückt, um dadurch die Auszahlungen zu begrenzen.

Sobald die Goldpapieranleger in physisches Gold umsteigen wollen, wird offenbar, dass soviel Gold gar nicht verfügbar ist und der Goldpreis wird noch nie erreichte Höhen erklimmen. Abwarten!

Antworten Iason
26.07.2010 13:40
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Re: Papiergeld- Falschgold (Papiergold) - und echtes Gold in der Hand

Die Währungen werden weiter abwerten. Daran führt kein Weg vorüber, keine Frage. D.h. der Goldpreis in allen Währungen wird weiter steigen.

Aber so lange das Vertrauen in die Papierwährungen so hoch ist wie bisher, wird der Goldpreis nicht explodieren.
Dafür werden schon gewisse Institutionen (US- Banken, Politiker, Finanzindustrie, Medien) sorgen.

Antworten Gast: Antidefraudant
23.07.2010 19:00
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Re: Papiergeld- Falschgold (Papiergold) - und echtes Gold in der Hand

Klingt interessant und riecht nach Megabeschiß wenns stimmt. Denke man wäre gezwungen die Fallbeile auspacken, träfe ihr Szenarium tatsächlich ein.

 
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