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„Man sollte wieder auf den Euro setzen“

21.01.2011 | 18:34 |  ANDREAS KERSCHBAUMER (Die Presse)

Der Euro wird zum Franken bald wieder zulegen, sagt Marcus Hettinger, Währungsanalyst der Credit Suisse. Das ist gut für die heimischen Franken-Kreditnehmer und schlecht für jene, die Schweizer Aktien halten.

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Die Presse: Sie prognostizieren, dass der Euro gegenüber dem Franken wieder deutlich zulegen wird – obwohl die Schuldenkrise in der Eurozone noch lange nicht ausgestanden ist.

Marcus Hettinger: Der Schweizer Franken ist derzeit eindeutig überbewertet. Wir sehen den „fairen“ Euro-Franken-Kurs bei 1,40. Der aktuelle Kurs liegt aber bei knapp 1,30. Außerdem gibt es beim Euro höhere Zinsen als beim Franken zu holen. Über die nächsten zwölf Monate sehen wir daher ein ordentliches Aufwärtspotenzial für den Euro.

 

In der Schweiz haben Ökonomen zuletzt wieder eindringlich vor der Gefahr einer Immobilienblase gewarnt. Das könnte die Schweizer Nationalbank (SNB) veranlassen, die Zinsen zu erhöhen, um diese Blase einzudämmen. Höhere Zinsen würden aber wieder mehr Investoren anlocken und den Franken stärken.

Die SNB wird der Europäischen Zentralbank mit Zinsschritten wohl nicht zuvorkommen. Die Inflation ist durch den starken Franken praktisch bei null. Die Schweizer Notenbanker werden also sicher nichts unternehmen, was den Franken noch stärker machen würde. Das würde auch der Schweizer Wirtschaft schaden, weil ein starker Franken die Exporte in den Euroraum teurer macht.

Wenn die Schuldenkrise in der Eurozone aber wieder zum dominanten Thema wird, werden viele Investoren wieder in den sicheren Hafen namens Franken flüchten.

Dieses Risiko besteht weiterhin. Es wird dadurch während des Jahres stärkere Schwankungen geben. Charttechnisch glauben wir auch, dass der Euro in den nächsten Wochen noch einmal auf 1,25 Franken je Euro einbrechen könnte. Aber auf zwölf Monate gesehen wird der Euro unseren Untersuchungen zufolge ansteigen.

Die Anleger sollten also demnächst

Franken gegen Euro tauschen, um Währungsgewinne einzufahren.

Mit der Sichtweise auf ein Jahr sollte man auf den Euro setzen.

 

Sie sehen einen Euro-Franken-Kurs von 1,40 als „fair“. Vor drei Jahren haben wir Kurse von über 1,60 gesehen. War das damals fair, und werden wir solche Niveaus wieder sehen?

Diese Kurse haben wir 2007 gesehen, die internationalen Finanzmärkte erlebten einen Boom, es gab wenig Skepsis. Damals war der Franken sicher unterbewertet. Einen Euro-Franken-Kurs über 1,55 werden wird so schnell nicht mehr sehen.

Auf einen Blick

Marcus Hettinger ist der oberste Währungsanalyst der Credit Suisse. Er glaubt, dass der Euro in den nächsten zwölf Monaten zum Franken zulegen wird. Heimischen Anleger, die Schweizer Aktien halten, drohen damit Währungsverluste.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2011)

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9 Kommentare
Gast: Max Obermeier
24.01.2011 20:44
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Achtung

Morgen trifft Merkelchen Barroso um über die Euro Rettung zu verhandeln.Sie wird da nicht nur Deutschland sondern auch Österreich und die anderen ZAHLER verkaufen und unter Französiche HERRSCAFT bringen Österreicher F O R D E R T zu diesem Thema eine Volksabstimmung.Ihr werdet jetzt schon Stündlich Ärmer ohne Abstimmung verliert ihr alles Haus Hof Ehre und vorallem euere Freiheit

Bei den Analystenmeinungen weiß man nie, welche am besten als Contrindikator dient.


Gast: pravda
24.01.2011 13:35
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Mein Anlagetipp

Investieren Sie Ihre letzten Euro in eine Banknotendruckmaschine und viel Banknotenpapier.

Gast: pravda
24.01.2011 13:33
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Irische Finanzkrise schlagartig beseitigt

http://tinyurl.com/4ajvhcj

End of Euro? ... Ireland Prints Own Notes

Die Irische Nationalbank hat die dringend benötigten 51 Milliarden € kurzerhand selbst gedruckt. Dadurch werden durch eine inflationäre Entwertung aller €-Guthaben die Kosten europaweit auf alle Mitgliedstaaten verteilt (sozusagen "gerecht verteilt", so wie das auch in der Flüchtlingsfrage vorgeschlagen wird und so wie manche Bedienerinnen das Staubproblem einfach unter einen Teppich kehren). Wenn das jetzt die anderen PIGS auch so machen, dann geht der € baden wie ein Stein.

undenkbar

für mich undenkbar dass der Euro in den nächsten Jahren gegenüber dem Schweizer Franken zulegt. Wenn die EU-Rettungsschirme alles in Chaos versinken lassen - und das wird früher geschehen als die meisten glauben - würde ich es hassen noch in Euro veranlagt zu sein.

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Die Wahrheit

vertuschen so lange es geht das hat schon in den 1926 Jahren begonnen aber wie der Lauf der Geschichte zeigt hinausgeschoben ist nicht aufgehoben.
Die Menschen in falscher Sicherheit wiegen damit man sie leichter überrumpeln kann.
Wer Gewinnmessen besucht und den Anlageberatern vertraut glaubt auch ans Christkind und den Osterhasen.

Wunschdenken der Schweizer

Es wird ja nicht nur der Euro, sondern auch der USD massiv in den Schweizer Franken umgeschichtet. Natürlich wurde und wird seitens der Schweiz interveniert, so weit dies möglich ist. Auf die Dauer können die Kurse aber nicht manipuliert werden - das gelingt ja nicht einmal mehr beim Goldkurs.

Gast: AHA
21.01.2011 21:34
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Schönreden !!!

Na freilich !
Durch Schönreden wird sicher alles besser !!
Das ist so ähnlich wie "Tischerlrucken", wie Stäbchenwerfen und Kaffeesud lesen !

Aber ob's wirklich Eintritt ist wohl mehr als fraglich !!

Träumereien haben in einer seriösen Blatt wie die Presse vorgibt eines zu sein nichts verloren !

Oder ist eine der Auflagen der PResseförderung jene, nur mehr positive Nachrichten zu schreiben ??????

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Re: Schönreden !!!

Es gibt doch von der EU eine Richtline für wohlgesonene Berichterstattung über die EU.
Die lassen sich das auch etwas kosten !!!